Nachhaltigkeit im Fokus der INOVA COLLECTION
Forschungsprojekt zur Schmuckbranche am INEC gestartet
„Am Freitag hatte ich die Gelegenheit, am INEC der Hochschule Pforzheim über die aktuellen Herausforderungen der Schmuck- und Edelsteinbranche im Kontext von Nachhaltigkeit zu sprechen – um den Auftakt für ein neues Forschungsprojekt zu begleiten“, erklärte Schröder gegenüber der GZ. Das INEC beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahren mit Nachhaltigkeitsfragen und hatte in früheren Untersuchungen unter anderem den Rohstoff Gold im Blick. Nun richtet sich der Fokus auf die gesamte Branche mit ihren komplexen Wertschöpfungsketten, Materialien und Strukturen der Akteure. Schröder zeigte in seinem Vortrag am Beispiel von Saphiren aus Sri Lanka die Probleme fehlender Transparenz langer Lieferketten auf.
Ein zentraler Impuls für das Projekt geht von der SUSTAINABILITY AREA der INOVA COLLECTION aus, die Schröder seit 2025 betreut. Ziel der Plattform ist es, Nachhaltigkeitsthemen stärker in der Branche zu verankern und den Austausch zwischen Praxis, Forschung und Markt zu fördern. In Kooperation mit dem INEC entsteht daraus ein strukturierter Forschungsansatz zur Analyse der Branche.
Betreut wird das Projekt im aktuellen Semester von Heidi Hottenroth und Marina Haug. Vier Studierende aus dem 6. und 7. Semester bearbeiten zunächst exemplarische Fragestellungen. Langfristig soll eine umfassende Bestandsaufnahme entstehen, die den aktuellen Stand der Nachhaltigkeit in der Branche analysiert sowie Herausforderungen und Entwicklungspotenziale aufzeigt.
Die konkreten Forschungsfragen entwickeln die Studierenden eigenständig. Erste Ergebnisse werden für Mai erwartet und sollen im Rahmen der INOVA COLLECTION vom 28. bis 30. August in Hofheim präsentiert werden. In den folgenden Semestern ist eine Vertiefung der Erkenntnisse geplant, insbesondere mit Blick auf die Förderung nachhaltigerer Produkte und Prozesse sowohl auf Unternehmens- als auch auf Marktebene.
Unterstützt wird das Projekt neben der INOVA COLLECTION unter anderem durch den Zentralverband der Deutschen Gold- und Silberschmiede sowie weitere Branchenakteurinnen und -akteure. Dazu zählt auch die neu gegründete Initiative Verantwortungsvoller Schmuck, die sich für mehr Transparenz im verantwortungsvollen Handel einsetzt.
Im Rahmen der Kick-off-Veranstaltung unter Leitung von Prof. Dr. Claus Lang-Koetz wurden zudem weitere Forschungsansätze aus Unternehmen vorgestellt, die sich ebenfalls mit Nachhaltigkeit befassen.
Schröder zog ein positives Fazit: Der Vortrag und der Projektstart seien „sehr produktiv gewesen“, die Studierenden hätten „mit großer Begeisterung“ ihre Arbeit aufgenommen.
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