Kering

Jean-Marc Duplaix leitet neue Schmuck-Sparte

Der französische Luxuskonzern Kering hat eine eigenständige Schmucksparte gegründet und seinen Chief Operating Officer Jean-Marc Duplaix an deren Spitze berufen. Der Schritt ist Teil einer umfassenden Konzernumstrukturierung.

18. März 2026 Mathias Menzel
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Kering bündelt sein gesamtes Schmuckgeschäft in der neuen Sparte Kering Jewelry. Unter dessen Dach vereinen sich künftig die vier Schmuckhäuser des französischen Luxuskonzerns: Boucheron, Pomellato, Dodo und Qeelin.

Hinzu kommen die industriellen Kapazitäten der Gruppe, darunter die Raselli Franco Group, ein auf Edelschmuck spezialisierter Fertigungsbetrieb, der sich derzeit im Integrationsprozess befindet und der künftig eine zentrale Rolle innerhalb der neuen Struktur einnehmen soll. Kering hatte Ende 2025 zunächst einen Anteil von 20 Prozent an Raselli Franco erworben und seine Absicht erklärt, die Übernahme bis 2032 zu vollenden.

Mit der neuen Schmucksparte setzt der Konzern ein klares Signal: Schmuck soll als eigenständiger strategischer Wachstumspfeiler im Wettbewerb mit Richemont und LVMH positioniert werden.

Ein erfahrener Manager übernimmt

Zum CEO von Kering Jewelry wurde mit sofortiger Wirkung Jean-Marc Duplaix ernannt. Er behält dabei seine bisherige Funktion als Group Chief Operating Officer bei, zu der die Bereiche Finanzen, M&A, Investor Relations, Immobilien, Digitales und das Generalsekretariat gehören. Die CEOs der einzelnen Schmuckhäuser berichten künftig direkt an ihn, was die strategische Ausrichtung und operative Koordination der Marken stärken soll. Duplaix startete seine Karriere 1994 als Unternehmensberater bei Arthur Andersen und stieß 2012 als CFO zu Kering. Im September 2025 wurde er zum COO befördert.

Strategische Neuaufstellung nach schwachem Jahr

Die Gründung von Kering Jewelry ist eingebettet in eine breitere Transformation des Konzerns, die von CEO Luca de Meo – dem früheren Chef von Renault – eingeleitet wurde, nachdem Kering im Jahr 2025 mit rückläufigen Umsätzen zu kämpfen hatte. „Mit Kering Jewelry geben wir dem Konzern eine leistungsstarke und kohärente Plattform, die in der Lage ist, die Ambitionen unserer Häuser in einem Kompetenzbereich zu unterstützen, in dem Kreativität und Exzellenz untrennbar sind“, erklärte de Meo. „Ich freue mich sehr über die Ernennung von Jean-Marc: Seine Erfahrung wird entscheidend dazu beitragen, das volle Potenzial des Konzerns im Schmuckbereich zu entfalten.“

Integrierte Plattform mit Wachstumsambitionen

Kering Jewelry soll als integrierte Plattform fungieren, die die kreativen Identitäten der Häuser und die Entwicklung ihrer ikonischen High-Jewellery-Kollektionen stärkt. Zugleich soll die neue Struktur dem Konzern ermöglichen, neue Chancen in der Schmuckkategorie zu nutzen – auch für seine Mode- und Lederwarenhäuser. Im Jahr 2025 beschäftigte Kering weltweit rund 44.000 Mitarbeiter.

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