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Born to lead

Badeco

Badeco hat die Geschichte der Motoren mit Handstück für Goldschmiede und Uhrmacher geschrieben. Die vom Genfer Unternehmen hergestellten Werkzeuge sind als lebenslange Begleiter konzipiert.

Die Geschichte beginnt 1945 in Genf als Pierre Badel seine Stellung als technischer Direktor beim Dentalinstrumente-Hersteller Deppeler aufgibt, um in der Rue des Deux-Ponts seine eigene Werkstatt zu gründen, wo er von nun an Werkzeuge für Zahnärzte, Chirurgen und Goldschmiede fertigt. Nach dem Umzug in die Rue Colouvrenière wird der Betrieb in Badeco umbenannt und beginnt zu exportieren. Unter dem Konkurrenzdruck der fernöstlichen Hersteller ergreift Badel Ende der 1960er Jahre eine Gegenmaßnahme, die sich als geniale Geschäftsidee erweisen sollte: Er kauft einen Genfer Fachbetrieb für Hängemotoren und beginnt schon bald mit der Fertigung von Motoren und zahntechnischen Handstücken, die er an die Erfordernisse von Uhrmachern und Goldschmieden anpasst. Kurze Zeit später entwickelt er den weltweit ersten Hammer-Handstück. Es beginnt eine goldene Zeit für das Unternehmen, das um 1975 mit dem Micro-M3ASF einen Mikromotor mit Handstück auf den Markt bringt, der über ein elektronisches, auf der Werkbank platziertes Steuergerät betrieben wird. Die Drehzahl lässt sich über ein Fußpedal stufenlos regeln. Dieser in zahlreichen Ausführungen angebotene Mikromotor, der heute noch im Katalog zu finden ist, lässt den traditionellen Hängemotor zum veralteten Objekt werden und leistet einen wesentlichen Beitrag zum internationalen Wachstum von Badeco. Ein Wachstum, das erst in den 1990er Jahren an Schwung verliert, nicht zuletzt aufgrund der Konkurrenz der auch aus Asien eintreffenden Billigprodukte. Das Unternehmen Badeco, zu dessen Kunden Uhrmacher wie Chopard, Omega oder Rolex zählen, das aber seit geraumer Zeit keine Neuheiten vorstellt, geht an die Tochter des Firmengründers über, ohne jedoch Marktanteile zurückerobern zu können.

 

Bild: Badeco Werkstatt um 1950

The Big Deal

Der gebürtiger Perser und Wahl-Genfer Amir Hoveyda studiert Wirtschaft und sein Lieblingsfach Feinmechanik, bevor er 2000 Engineering Manager bei Rolex wird. Acht Jahre später spielen zwei Unternehmer mit dem Gedanken, Badeco zu kaufen und bieten ihm die Stellung als CEO an. Der damals 32-Jährige Hoveyda stimmt spontan zu. Und als die Investoren im Zuge der beginnenden Finanzkrise das Interesse verlieren, beschließt er, sich der Herausforderung dennoch zu stellen und bietet an, das Unternehmen binnen sechs Monaten selbst zu kaufen. Ein finanziell wie persönlich höchst riskantes Unterfangen, doch Hoveydas Mut und Unternehmungslust sollten sich letzten Endes auszahlen. „Badeco war bereits für seine Qualität bekannt“, erzählt der Unternehmer, „doch ich wollte traumhafte Instrumente schaffen... Mein Ziel waren Produktinnovation und die Einführung einer ganz neuen Vision des Werkzeugs.“ Im September 2009 beginnt Hoveyda mit der Arbeit am M4-ASF, einem präzisen, für die Bedürfnisse von Goldschmieden und Uhrmachern konzipierten Gerät mit ausgereifter Elektronik, schlichten Bedienelementen und Hi-Tech-Materialien wie Carbonfaser. Dieses auch bei niedriger Drehzahl leistungsstarke Steuergerät verfügt über Handstücke, die nicht heiß laufen und kann an vier Mikromotoren angeschlossen werden. Der große Wiederaufschwung der Marke begann mit diesem Modell, das trotz hochmoderner Gestaltung der Tradition gerecht wird, der zufolge Badeco-Geräte von einer Generation an die nächste vererbt werden. „Wir wollen unser Ansehen weiter steigern“, sagt Hoveyda abschließend. „In ein paar Jahrzehnten ist ein Badeco-Gerät auf der Werkbank für Goldschmiede und Uhrmacher gleichbedeutend mit einer Rolex am Handgelenk...“

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