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Foto: Thomas Stefan

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Baselworld 2021: LVMH steigt aus

Baselworld

Die Schweizer Uhrenmanufakturen der LVMH-Gruppe haben nach dem Ausstieg von Rolex, Tudor, Patek und Chopard ebenfalls beschlossen, die Baselworld zu verlassen. Sie schließen sich ab 2021 dem neuen Format in Genf an, welches parallel zum Uhrensalon Watches & Wonders im April erstmals an den Start gehen soll.

Die Schweizer Uhrenmanufakturen der LVMH-Gruppe, darunter die LVMH Watch Division (TAG Heuer, Hublot und Zenith) und das Haus Bvlgari, haben den Weggang von Rolex, Tudor, Patek Philippe, Chanel und Chopard von der für Januar 2021 geplanten Baselworld zur Kenntnis genommen, heißt es in der Pressemitteilung. In diesem Kontext einer deutlichen Abnahme der Präsenz der Schweizer Uhrenindustrie und damit auch der Teilnahme, schien es den Marken der Division und dem Haus Bvlgari klar zu sein, dass sie sich ebenfalls zurückziehen müssen, um ihr Image gegenüber und ihre Beziehungen zu den Kunden und den Medien zu bewahren. Sie werden daher nicht an der Baselworld 2021 teilnehmen. Die vier Häuser prüfen verschiedene Veranstaltungsformate, um der Nachfrage ihrer Partner, Kunden und der internationalen Medien im nächsten Jahr gerecht zu werden und um ebenfalls ihre strategischen Schwerpunkte und die neuen Produkte vorzustellen. Die LVMH Watch Division einerseits und Bvlgari andererseits, werden in den kommenden Wochen über ihre jeweiligen Pläne entscheiden und informieren. Diese werden gemäß ihren individuellen Zielsetzungen festgelegt. „Wir bedauern es sehr, die Baselworld verlassen zu müssen. Unsere Häuser waren diesem über 100-jährigen Get-Together der Uhrenindustrie stets loyal. Es ist jedoch - und vor allem unter diesen Umständen - klar, dass wir schnell reagieren und andere Vorkehrungen treffen müssen. Wir haben nun die Gelegenheit, das Format und den Inhalt eines der Schlüsselmomente unserer Industrie und unseres Uhren-Kalenders neu zu definieren. Baselworld stellte stets einerseits eine große kommerzielle Herausforderung dar und hatte andererseits eine starke Ausstrahlungskraft für unsere Marken. In diesem Sinne werden wir gemeinsam mit den anderen prestigeträchtigen Häusern, welche sich 2021 in Genf treffen werden, alles daransetzen, den Anforderungen unserer Partner und Kunden gerecht zu werden, um ihnen ein einzigartiges Erlebnis zu bieten", erklärte Stéphane Bianchi, CEO der LVMH-Watch Division. „Die Zusammenführung der gesamten Schweizer Uhrenindustrie an einem Standort, in Genf - der historischen Hauptstadt der Uhrmacherei - und an einem einzigen Datum, ist eine große Chance, endlich einen wichtigen Sektor wiederzubeleben. Dieser wurde in den letzten Jahren durch viele Spaltungen und unterschiedliche Interessen im Vergleich zum restlichen Luxussektor, in dem Bvlgari ein Protagonist ist und viel schneller Fortschritte macht, schwächer. Wir freuen uns darauf, im April 2021 nach Genf zu gehen, auch wenn wir noch die Modalitäten unserer Teilnahme festlegen müssen. Diese werden wir in den kommenden Wochen präzisieren. Wir freuen uns ebenfalls, dass wir wie in diesem Jahr den Mangel an institutionellen Uhrenausstellungen nicht abfangen müssen. Dieser Mangel hat uns 2020 zu taktischen Initiativen gezwungen, welche kurzfristig notwendig, mittelfristig aber nicht erwünscht waren", sagte Jean-Christophe Babin, CEO der Bvlgari-Gruppe.

 

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