Das Magazin für Schmuck und Uhren

Brennpunkt

In China werden nicht nur viele Schweizer Uhren gekauft, sondern auch die ­meisten Plagiate produziert

Fälschungen am laufenden Band

Plagiate

Jedes Jahr kommen Millionen kopierter Uhren und Schmuckstücke auf den Markt. Die Plagiate bescheren den Herstellern Milliardenverluste. Und: Die Qualität mancher Fälschungen ist mittlerweile so hoch, dass diese vom Original kaum mehr zu unterscheiden sind. Können sich die Unternehmen vor den Produktpiraten überhaupt noch schützen?


Meisterwerke der Zeit – für jeden erschwinglich!“ Mit solchen und ähnlichen Slogans werben Online­shops für gefälschte Uhren. Unzählige gibt es davon im Netz, auch in deutscher Sprache. Einige wirken sehr professionell, die sogenannten Replika-Uhren werden mit hochauflösenden Fotos, detaillierten Texten und den Original-Logos der kopierten Marken präsentiert. Manche werben sogar mit angeblicher Geld-zurück-Garantie.

Experten zufolge wird der Schwarzmarkt für Uhren-Plagiate und gefälschten Schmuck im Internet immer größer, das Auftreten immer dreister, die Nachahmungen immer besser. Die Verluste für die Hersteller der Ori­ginale gehen in die Milliarden. Beim Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FHS) schätzt man den Schaden für die eigene Branche auf 800 Millionen bis eine Milliarde Schweizer Franken jedes Jahr. Mittlerweile werden sogar mehr Fälschungen als Origi­nale verkauft. Die Schweiz exportiert pro Jahr etwa 28 Millionen Uhren. Die Zahl der Fälschungen derselben belaufe sich allerdings auf schätzungsweise 30 Millionen Stück, sagt Jean-Daniel Pasche, Präsident des FHS.

Durch Beschlagnahme ließen sich etwa zehn Prozent der Produktion aus dem Markt nehmen, sagt Jean-Claude Biver, Chef der Uhrensparte bei LVMH. Im Falle seiner drei Marken Hublot, Tag Heuer und Zenith seien bislang mehr als 100 000 Fälschungen konfisziert worden. Jedes Jahr, so Biver, müssten hier etwa 3,55 Millionen Euro für Prozesse gegen die Fälscherindustrie aufgebracht werden.

Vor allem für Plagiat-Uhren gibt es weltweit einen riesigen Markt. Im Ranking der Luxusartikel stehen sie laut deutschem Zoll in puncto Warenwert an erster Stelle. Uhren sind seit jeher stärker betroffen als Schmuck, weil es hier mehr prominente Marken gibt. „Im Schmuckbereich nehmen ­Fälschungen aber deutlich zu, da sich auch hier eine Markenpolitik immer mehr durchsetzt“, sagt Uwe Staib, Präsident des Bundesverbands Schmuck und Uhren.

Zwischen 100 und 500 Euro kosten die Kopien edler Schweizer Zeitmesser in der Regel. Nach Angaben der Eidgenössischen Zollverwaltung kommen sie zu 90 Prozent aus China. Mittlerweile bauen die Fälscher fast alle Modelle aller bekannten Marken nach. Und zwar teilweise so gut, dass der Laie keine Chance hat, Kopie und Original zu unterscheiden. Ein deutscher Onlineshop zum Beispiel wirbt mit 150 Modellen allein von Rolex, der seit Langem meistgefälschten Marke.

„Jeder dritte Verbrauchter hat bereits

ein Plagiat-Produkt gekauft, 50% der Käufer sogar bewusst.“

Die „IWC Portugieser Automatik“: Das Plagiat (l.) und das Original sind kaum voneinander zu unterscheiden

 


Fakes, Foren und Fans

Einer aktuellen Ernst-&-Young-Studie zufolge hat bereits jeder dritte Verbraucher ein Plagiat-Produkt gekauft, 50 Prozent der Käufer sogar ganz bewusst. Der Erwerb von Fälschungen für den privaten Gebrauch ist hierzulande auch nicht strafbar, bei der Einfuhr aus dem Ausland darf der Wert 430 Euro allerdings nicht übersteigen. Da viele Käufer also ganz explizit auch nach günstigen Fake-Uhren suchen, werben die Macher der meist illegalen Webshops ganz offen mit ihren Fälschungen. „Der Produzent unserer Uhren besucht regelmäßig die großen Uhrenmessen. Somit sind wir immer auf dem Laufenden über neue Modelle“, heißt es auf einer Website. Es gibt eine rege Internet-Community, in Foren mit teilweise Tausenden von Nutzern tauschen sich die Replika-Uhren-Fans aus.

Dass die Plagiat-Uhren der Qualität ihrer Vorbilder immer näher kommen, erstaunt wenig, wenn man erfährt, dass manche der Fälscher an den gleichen Maschinen arbeiten wie die Schweizer Hersteller. Thomas Gronenthal, Sachverständiger für Armbanduhren und Uhren-Journalist, berichtet das. Er hat selbst eine Fälscherfabrik in China besucht. „Ich war überrascht, dass es dort fast genauso aussah wie in einem Schweizer Werk“, erzählt er im GZ-Interview (siehe Seite 24). Gronenthal ist Experte für Uhren-Plagiate und wird auf der diesjährigen Inhorgenta einen Vortrag unter dem Titel „Vorsicht, Falle: Uhren-Replikate im Zweitmarkt“ halten.

Tun die Hersteller zu wenig gegen die Produktpiraterie? Über die Frage, ob und wie man sich gegen die Plagiateure wehren sollte, gibt es sehr unterschiedliche Auffassungen. Einige Vertreter der Uhrenindustrie zum Beispiel haben durchaus aufwendige Sicherheitsmerkmale entwickelt oder experimentieren damit: Hologramme, Wasserzei­chen, Mikro­schrift, UV-Zeichen sowie künstliche DNA zum Beispiel. Systematisch eingesetzt werden sie aber offenbar nur bei ausgewählten Modellen. Die Marken der Swatch Group, heißt es, sollen gar keinen speziellen Fälschungsschutz einsetzen. Wirklich verhindern können dieses Maßnahmen das Kopieren auch nicht.

Kampf gegen Windmühlen

„Ich bin schon der Meinung, dass die Marken dieses Problem ernst nehmen“, sagt Jean-Daniel Pasche. Immerhin würden Millionen Schweizer Franken in den Kampf gegen Fälschungen gesteckt und Jahr für Jahr etwa eine Million Uhren beschlagnahmt und vernichtet. Aber: „Man muss realistisch bleiben“, sagt Pasche auch. Die Nachahmung könne man nicht ohne Weiteres stoppen. Das Ziel müsse sein, den Fälschern so große Schäden wie möglich zuzufügen. Der Verband beteilige sich deshalb auch an der Überwachung des Internets und lasse immer wieder Verkaufs-Websites löschen. 2015 seien zudem mehr als 560 000 Anzeigen auf verschiedenen Plattformen gestoppt worden.

Für manche sind solche Maßnahmen nichts als ein Kampf gegen Windmühlen. Vor allem im Schmuckbereich tut man sich schwer, stellt sich hier doch viel häufiger die Frage: Wann ist eine Fälschung eine Fälschung? Immerhin orientieren sich auch Goldschmiede gelegentlich an fremden Entwürfen. Beim Trauring- und Schmuckhersteller Niessing etwa hat man sich von dem früheren, durchaus restriktiven Vorgehen verabschiedet. „Die jetzigen Gesellschafter haben eine andere Haltung, was die Verfolgung angeht“, sagt Marketingleiter Thomas Nünning. Im Zweifel greife man auch an, aber das werde gut abgewogen. Niessing hat mit seinem berühmten, von Walter Wittek entworfenen Spannring und der Niessing-Schnur sogar zwei Innovationen mit Patent. Und die zählten, sagt Nünning, zu den weltweit meistkopierten Produkten der Branche. „Aber am Ende siegt die Marke und ihre authentische Geschichte.“

Engagement von Messen

Anders verfährt die Geschäftsführung von Schmuckzeit Europe, die den „Engelsrufer“ im Programm hat. Dieser sei schon von mehreren Firmen nachgebaut worden, berichtet Brandmanager Arnold Weglorz. „Wir gehen juristisch effektiv dagegen vor, auch im Ausland“, sagt er. So sei man erfolgreich gegen Anbieter in Deutschland vorgegangen, die noch vor einem Gerichtsverfahren aufgegeben hätten. „Die Kopien waren zum Teil gut“, sagt Weglorz. Der Verbraucher hätte diese als solche womöglich gar nicht erkannt.

Auch die Veranstalter der großen Messen haben sich dem Kampf gegen die Pla­giate verschrieben. Zusammen mit dem Zoll gehen sie oft rigoros gegen Fälschungen vor. Auf der Ambiente in Frankfurt wird alljährlich der Negativ-Preis „Plagiarius“ vergeben, die ­Baselworld hat das „Panel“, ein messe­internes Schiedsgremium gegen Produktfälscher, eingerichtet. Bei Beschwerden wird es aktiv und lässt beanstandete Ausstellungsstücke gegebenenfalls vorübergehend konfiszieren oder empfiehlt, den Stand ganz zu schließen. Im schlimmsten Fall erhält der Aussteller bei folgenden Messen keine Zulassung mehr. Das Panel wurde 2010 sogar mit dem Award der Global Anti-Conterfeiting Group (GACG) ausgezeichnet.

In der Branche, vor allem im Uhrenbereich, glaubt fast niemand, dass sich die Produktpiraten trockenlegen lassen – im Gegenteil. „Das Phänomen wird sich weiterentwickeln, da es so viel Geld generiert“, sagt Jean-Daniel Pasche. Auch Uhrenmanager Jean-Claude Biver sagt, die Zahl der Fälschungen werde steigen – jedenfalls solange es den entsprechenden Käufern an Ehrlichkeit mangele.

„In China gilt Fälschen als Ehrerbietung“

Thomas Gronenthal

Thomas Gronenthal, im Hauptberuf Geschäftsführer einer PR-Agentur, ist Sachverständiger für Armbanduhren und Uhren-Journalist. Im GZ-Interview spricht er über Plagiate-Tests und seine exklusiven Einblicke in die Fälscher-Werkstätten.


Herr Gronenthal, Hand aufs Herz, haben Sie privat schon einmal eine Plagiat-Uhr getragen?

Thomas Gronenthal:
Ja! Mit 16 Jahren konnte ich mir als Schüler eine „Rolex Submariner“ nicht leisten. Ich habe damals ein Plagiat aus verchromtem Messing gekauft, an dem ich keine Freude hatte. Später habe ich mir das Original gekauft. Heute trage ich immer noch regelmäßig Plagiate, allerdings zu Testzwecken.

Welche haben Sie jetzt gerade am Handgelenk?
Eine IWC. Gefälscht. Ich habe insgesamt über 150 Uhren, etwa die Hälfte davon Plagiate. Mein Gruselkabinett.

Sie testen regelmäßig Uhren-Plagiate. Wie gehen Sie dabei vor?
Wie bei normalen Uhrentests auch. Erst prüfe ich die Haptik und Optik. Dann werden die Uhren zerlegt. Ich schaue mir an, welche Materialien verwendet werden, wie Gehäuse und Uhrwerk aufgebaut sind. Dann prüfe ich mit der Zeitwaage das Uhrwerk. Zum Schluss gehe ich in den Vergleich zum Original.

Was stellen Sie dabei fest? Wie hat sich die Arbeit der Fälscher verändert?
Original und Kopie sind immer schwerer zu unterscheiden. Sehr kompliziert wird es, wenn die Originale ETA-Werke haben, wie etwa bei IWC. Deren Patentschutz ist ausgelaufen, mehrere Hersteller wie Seagull bauen die Werke 1:1 nach. Diese Uhren unterscheiden sich nur noch in Details vom Vorbild – es kostet mich gelegentlich eine Stunde Arbeit, alle Fälschungsmerkmale zu erkennen.

Die Herausforderungen für die Hersteller werden also immer größer?
Genau. Mittlerweile lassen sich in Fälschungen wie die der Hublot „Big Bang“ auch Originalteile einbauen – und umgekehrt.

Tun die Hersteller zu wenig gegen die Produktpiraterie?
Vacheron Constantin hat vor einiger Zeit eine fälschungssichere Uhr vorgestellt, die mittlerweile auch gefälscht wird. Sogar die Seriennummern, die aus China kommen, sind jetzt nicht mehr identisch, sondern fortlaufend. Man wird das Nachbauen nicht verhindern können. Wenn in China eine Fabrik geschlossen wird, entstehen drei neue. Hinzu kommt das Tempo der Chinesen. Die Hersteller der Plagiate schaffen in wenigen Monaten Verbesserungen, die in der Schweiz Jahrzehnte in Anspruch genommen haben. Die Produktion ist hochprofessionell, ich habe es selbst gesehen …

Sie waren in einer Fälscherfabrik?
Ja. Das war schwer einzufädeln, den Kontakt bekam ich über einen Händler in Hongkong. Ich war überrascht, dass es vor Ort sehr ähnlich aussah wie in den Schweizer Fabriken. Die arbeiten auf den gleichen Maschinen, tragen Schutzbrillen an den CNC-Fräsen. Auch die Organisation ist ähnlich. Es gibt Zulieferer, so wie bei den offiziellen Produzenten. Einer macht die Ziffernblätter, ein anderer die Zeiger. Ich vermute, dass einige auch legal als Erstausrüster für die europäischen Uhrenhersteller arbeiten.

Hat das Ihre Perspektive verändert?
Ja. Ich habe mit Entwicklern sprechen können. Die empfinden eine Faszination für das, was sie tun. Fälschen gilt in China nicht als kriminelle Tat, sondern als Zeichen der Ehrerbietung gegenüber dem Original. Mich wundert, dass diese professionellen Uhrmacher ihre Manufak-turen nicht mit einem eigenen Label versehen.

Was meinen Sie, wer da die Fäden zieht? Es wird oft behauptet, das sei Mafia-Geschäft.
Ich habe schon eine ganze Weile Kontakte zu Herstellern und Händlern aus dieser Szene. Etwas direkt Mafiöses ist mir nie begegnet und ich wurde auch nie bedroht. Ich würde es eher als einen üblichen Schwarzmarkt bezeichnen. Allerdings mit den entsprechenden illegalen Methoden wie etwa Triangle Shipping. Die Ware wird aus Hongkong über sichere EU-Drittländer in das Zielland geschickt, um dem Zoll zu entgehen. Und in China kooperieren die Behörden auch mit den Firmen – gegen Schmiergeld.

Kann man dieser Schattenwirtschaft noch Paroli bieten?
Man kann nur versuchen, den Handel mit Fälschungen so schwer wie möglich zu machen. An den EU-Grenzen sollte stärker kontrolliert werden, um das Triangle Shipping über England und Spanien zu unterbinden.

Hat die Prävention also gar keinen Sinn, vor allem für kleinere Unternehmen?
Die juristische Verfolgung jedenfalls kostet sehr viel Geld. Das steht oft in keinem Verhältnis zu dem, was am Ende bei rauskommt. Man muss sich fragen, ob man das investieren möchte.

Es gibt im Internet eine Unzahl (auch deutschsprachiger) Onlineshops, über die Plagiat-Uhren ganz offen verkauft werden. Was meinen Sie, wer dahintersteckt?
Immer jemand, der Geld verdienen will. In Deutschland sind viele dabei, die zwar Geld einsammeln, aber nie liefern. Da steckt die Kriminalität hinter. Ansonsten gibt es auch ganz normale Händler, die Plagiate anbieten.

Ganz normale Händler …?
Ich kenne deutsche Händler, die echte ebenso wie nachgemachte Uhren verkaufen. Meine erste Fake-Rolex habe ich über einen örtlichen Juwelier gekauft. Wer das macht, möchte offenbar alle Zielgruppen bedienen. Ich spreche da natürlich nicht von den Großen wie Wempe und Rüschenbeck, sondern eher von „Hinterhofjuwelieren“.

Als Chef einer PR-Firma sind Sie vom Fach: Was macht das massenhafte Kopieren mit einer Marke? Manche sagen, es könne auch zum Erfolg des Originals beitragen.
Wer eine Fälschung bewusst kauft, um damit anzugeben, ist ohnehin nicht der Kunde für die echte Uhr. Aber er hilft der Marke, ihre Bekanntheit zu vergrößern. Eine echte Gefahr ist es, wenn eine Kopie als Original verkauft wird, bewusst oder unbewusst. Da ist der „graue“ Zweitmarkt ein großes Problem.

Schutzrechte für Hersteller

Gegen Fälschungen und Plagiate gibt es hierzulande eine ganze Reihe gewerblicher Schutzrechte, die vom Deutschen Patent- und Markenamt in München gewährt werden. Welche davon für Schmuck- und Uhrenhersteller anwendbar sind, hängt vom Produkt ab. Neben diesen gibt es auch Schutzrechte auf europäischer Ebene.

 Das Patent:
beruht auf erfinderischer -Tätigkeit und gilt für technische Innova-tionen. Die Produkte – Maschinen, Geräte oder technische Verfahren – müssen zudem neu und gewerblich anwendbar sein. In der Geschichte der Uhrenindustrie gab es immer wieder Patente auf neue Erfindungen. Im Schmuckbereich geht es meistens eher um Designschutz, allerdings werden gelegentlich auch technische Lösungen patentiert, wie der Spannring von Niessing. Eine Patentanmeldung kostet derzeit mindestens 40 Euro zuzüglich 350 Euro für das erste Prüfverfahren. Das Patent hat eine Laufzeit von 20 Jahren. Seine Aufrechterhaltung kostet allerdings jedes Jahr zusätzliche Gebühren.

 Das Gebrauchsmuster
gilt für technische Erfindungen, allerdings nicht für Verfahren. Es wird auch „kleines Patent“ genannt, da es ähnliche Rahmenbedingungen hat. Gebrauchsmuster haben allerdings ungeprüfte Schutz-rechte, das heißt, alle Veröffentlichungen, die zu der Erfindung bereits bestehen könnten, muss der Anmelder selbst recherchieren. Die Kosten für Gebrauchsmuster sind deshalb deutlich niedriger. Sie gelten höchstens zehn Jahre.

 Das eingetragene Design,
welches bis vor Kurzem noch Geschmacksmuster hieß, schützt die ästhetische Erscheinungsform eines Produkts wie Form- und Farbgebung. Auch hier gilt die Vorgabe der Neuheit sowie der ein-deutigen Eigenart. Eine Einzelanmeldung kostet 70 Euro. Über die Laufzeit von bis zu 25 Jahren entstehen ebenfalls Gebühren für die Aufrechterhaltung.

 Die Marke
ist ein rechtlich geschütztes Zeichen, das zum Beispiel aus Wörtern, Abbildungen oder Zahlen bestehen kann und ein Produktangebot oder sogar ein ganzes Unternehmen kennzeichnet. Markenschutz ist dann möglich, wenn die Waren oder Dienstleistungen des Unternehmens klar unterscheidbar sind. Er dient vor allem dem Ziel der Vermarktung. Die Laufzeit beträgt hier zunächst zehn Jahre, kann aber beliebig verlängert werden. Die Anmeldung kostet -inklusive drei Warenklassen 300 Euro. Jede weitere schlägt mit 100 Euro zu Buche.

 

Text Sebastian Höhn, illustration Nadine Pfeifer

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