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Schweizer Uhrenexporte wieder im Minus

Schweizer Uhrenexporte

Nach der Aufholjagd im zweiten Halbjahr 2020 musste die Schweizer Uhrenindustrie im Januar wieder einen herben Rückschlag hinnehmen. Laut dem Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie gaben die Ausfuhren zum Jahresauftakt um 11 Prozent nach. 

Die Schweizer Uhrenexporte litten laut dem Verband unter einem negativen Basiseffekt und einem Geschäftstag weniger im Januar. Das führte zu einem Rückgang der Ausfuhren um 11% auf 1,6 Milliarden Franken. Der Verband sieht dies allerdings als einmalige Delle, der Aufwärtstrend seit dem vergangenen Sommer werde in den nächsten Monaten fortgesetzt. Stahluhren verzeichneten einen starken Rückgang und wirkten sich negativ auf das Gesamtergebnis aus. Im Vergleich dazu ging der Exportumsatz mit Uhren aus Edelmetall halb so stark zurück. Die volumenmäßig wichtigsten Materialien, also Stahl und andere unedle Metalle, gingen um mehr als 500.000 Artikel zurück, was den allgemeinen Trend zu mehr Höherwertigkeit von 2020 bestätigt. Die Exporte von Uhren mit einem Preis von weniger als 3.000 Franken (Exportpreis) gingen im Januar erheblich zurück. Bei Uhren über 3.000 Franken sank der Wert hingegen nur um 4,1%. Wie in der zweiten Jahreshälfte 2020 konnte sich China (+ 58,2%) von den anderen Hauptmärkten mit besonders starkem Wachstum abheben. Die Vereinigten Staaten (-11,0%) lagen um den globalen Durchschnitt und litten unter einem sehr ungünstigen Basiseffekt. Die Situation in Hongkong (-8,5%) hat sich trotz einer bereits im Januar 2020 sehr schwachen Vergleichsbasis weiter verschlechtert. Strenge Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie wirkten sich stark negativ auf die Uhrenexporte nach Japan (-20,9%) und das Vereinigte Königreich (-20,2%) aus. Singapur hingegen (-1,6%) zeigte fast keine Veränderung. Europa war aufgrund anhaltender Lockdowns weiterhin stärker betroffen als andere Regionen. Die Exporte gingen hier im Januar um 26,9% zurück.

 

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