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Schwächelt die Goldschmucknachfrage

Goldschmucknachfrage

Für gewöhnlich zieht in Asien die Nachfrage nach Goldschmuck in der zweiten Jahreshälfte an, wenn in den Ländern der Region Feiertage und zahlreiche Feste einen Anlass zum Kauf bieten. Laut Heraeus wird es diesmal aufgrund der Pandemie anders kommen.

In China ist die erste Oktoberwoche die Nationaltagswoche („National Day Golden Week“), in Indien finden in der ersten Novemberwoche die Feste Dhanteras und Diwali statt, die als glückbringende Zeit für Goldkäufe gelten. Auf die Festzeit folgt in Indien die Hochzeitssaison, die ebenfalls zu einer höheren Nachfrage nach Goldschmuck führt. Trotz des für Indien schlechten wirtschaftlichen Ausblicks, der sich durch die Coronavirus-Pandemie nochmals eingetrübt hat, beabsichtigen TRA Research zufolge 65% der Verbraucher Käufe anlässlich Diwali – Schmuck wird hierbei eine besonders hohe Priorität eingeräumt. In Indien bietet eine gute Regenzeit der Goldnachfrage im vierten Quartal Unterstützung. Etwa zwei Drittel der indischen Goldnachfrage entfallen auf ländliche Gebiete, wo die Einkommen stark von landwirtschaftlichen Erträgen und somit einer guten Regenzeit abhängen – hohe Erträge führen zu höheren Ausgaben für Goldschmuck. Die Regenzeit in Indien begann gut, Ende Juni lag die Niederschlagsmenge 18% über dem Langzeitdurchschnitt. Für den weiteren Jahresverlauf werden Niederschläge im Umfang des Langzeitdurchschnitts erwartet, was die Aussichten auf eine gute Ernte verbessert. Der hohe Goldpreis und die angespannte wirtschaftliche Lage in Indien hemmen jedoch die Goldnachfrage. Der lokale Goldpreis verzeichnete im bisherigen Jahresverlauf einen Anstieg um 42%, sodass Gold trotz einer guten Regenzeit für einige Verbraucher zu teuer sein dürfte. Der durchschnittliche lokale Goldpreis in Indien (₹/10g) liegt bereits 28% über dem Niveau von 2019. Die Nachfrage nach Goldschmuck ist in Indien im zweiten Quartal im Vorjahresvergleich um 74% eingebrochen, womit die Nachfrage in der ersten Jahreshälfte auf nur 152,2 t sank und damit 52% niedriger war als im Vorjahreszeitraum. Der Kauf von Goldschmuck dürfte auf Jahressicht deutlich sinken, da die für das dritte und vierte Quartal erwartete Erholung nicht ausreichen dürfte, um die Nachfrageverluste der ersten Jahreshälfte zu kompensieren. Selbst für den Fall, dass die Schmucknachfrage in der zweiten Jahreshälfte so hoch wie 2019 ist (250,6 t), würde die Gesamtjahresnachfrage in Indien noch immer einen Rückgang um 32% verzeichnen (im günstigsten Fall). Realistisch betrachtet dürften der hohe lokale Goldpreis und der schwache wirtschaftliche Ausblick wahrscheinlich sogar eine noch geringere Goldnachfrage zur Folge haben. www.heraeus.com

 

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ifo Geschäftsklimaindex gefallen

Geschäftsklimaindex

Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich verschlechtert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Januar auf 90,1 Punkte gefallen, nach 92,2 Punkten im Dezember. Die Unternehmer beurteilten ihre aktuelle Lage schlechter als im Vormonat. Auch ihre Erwartungen fielen pessimistischer aus. Die zweite Corona-Welle hat die Erholung der deutschen Wirtschaft vorläufig beendet.

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Proteste zeigen Wirkung

Einzelhandel

Die Proteste des Handels gegen die Corona-Politik, insbesondere die schleppend anlaufenden Hilfen zeigen Wirkung. Der HDE forderte wiederholt mehr Tempo: Der vom Shutdown betroffene Einzelhandel verliere an jedem geschlossenen Verkaufstag im Januar durchschnittlich 600 Millionen Euro Umsatz.

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Längerer Lockdown lässt Wirtschaft stagnieren

ifo Institut

Durch die Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar dürfte die Wirtschaft im ersten Vierteljahr stagnieren. Das geht aus neuesten Schätzungen des ifo Instituts hervor.

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Florian Henkel zieht sich von Clarity & Success zurück

Clarity & Success

Der Erfinder eines der erfolgreichsten Warenwirtschaftssysteme für Juweliere verkündete Anfang des Jahres einen Ausstieg aus dem Unternehmen.

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Lockdown-Verlängerung: HDE fordert schnelle Hilfen

Handelsverband Deutschland (HDE)

Angesicht der beschlossenen Verlängerung des Lockdowns mahnt der Handelsverband Deutschland (HDE) jetzt die schnelle Umsetzung der Verbesserungen bei der staatlichen Überbrückungshilfe an.

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Schmuckgoldnachfrage schwächelt

Goldnachfrage

Die physischen Goldabrufe von der Shanghai Gold Exchange sind auf das tiefste Niveau seit acht Jahren gefallen, meldet Heraeus.

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MCH Group: CEO Stadlwieser wirft das Handtuch

MCH Group

Nach nicht mal zwei Jahren reicht der Chef der MCH-Group, Bernd Stadlwieser, die Kündigung ein. „Unterschiedliche Vorstellungen“ zwischen ihm und Teilen des Verwaltungsrats hätten laut einem offenen Schreiben von Stadlwieser zu diesem Schritt am vergangenen Freitag geführt.

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Zeit, Süddeutsche, Welt, Handelsblatt, RTL u.a. berichten

Brandbrief

Der am Montag an die Bundeskanzlerin Angela Merkel verschickte offene Brief der GZ stieß auf ein enormes Medienecho. 264 Branchenangehörige hatten die Petition unterschrieben, welche die Wiedereröffnung der Geschäfte und schnelle Finanzhilfen für den Handel forderte.

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Brandbrief an die Kanzlerin ist raus

Offener Brief

Die GZ hat eine Petition gestartet, die in einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin sowie die Ministerpräsidenten der Länder mündet. 264 Branchenangehörige haben das Schreiben, welches ein Ende des Lockdowns zum 1. Februar sowie ein schnelles, unbürokratisches Anlaufen der versprochenen Finanzhilfen fordert, innerhalb von wenigen Tagen unterschrieben.

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Uhren und Schmuck im Krisenmodus

IFH Köln

Der neue Branchenfokus Schmuck und Uhren des Instituts für Handelsforschung IFH Köln in Zusammenarbeit mit der BBE Handelsberatung betrachtet den Markt, seine Entwicklung, Warengruppen und Vertriebswege und gibt zudem eine Prognose bis 2025 und zeigt: Das letzte Jahrzehnt im Schmuck- und Uhrenmarkt war von einer Aufholjagd geprägt, die seines gleichen sucht.

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