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Profitabel für Goldanleger?

Negative Anleiherenditen

Negativ rentierende Staatsanleihen im Wert von 16 Billionen US-Dollar lassen Gold attraktiv erscheinen, so ein aktueller Bericht von Heraeus.

Mit der Senkung des Leitzinses und der quantitativen Lockerung lösten die Zentralbanken eine Suche nach Rendite mit gewaltigem Ausmaß aus. Sorgen über die Verlangsamung des weltweiten Wirtschaftswachstums, einhergehend mit dem Handelskonflikt zwischen den USA und China, beschleunigten diesen Trend. Das Volumen negativ rentierender Staatsanleihen beträgt nun mit mehr als 16 Billionen US-Dollar nahezu 16% der globalen Verschuldung – und garantiert jedem, der sie bis zur Fälligkeit hält, einen Verlust. Auch Gold profitierte von Sicherheitskäufen und erscheint angesichts negativer Anleiherenditen attraktiver. Staatsanleihen und Gold sind derzeit überkauft und baldige Preiskorrekturen nicht auszuschließen. Anfang August erreichte die spekulative Netto-Longposition auf Goldfutures mit 29,3 Mio. Unzen (911,3 t) ihr höchstes Niveau seit 2016. Das Open Interest erreichte mit 90 Mio. Unzen (2.799,3 t) ein Rekordhoch.

Da viele Investoren bereits in Gold positioniert sind, steigert dies die Wahrscheinlichkeit einer Preiskorrektur. Die Zentralbanken tendieren zu einer weiteren Lockerung der Geldpolitik. Die Verhandlungen über den bilateralen Handel zwischen den USA und China dauern an, Zölle bleiben jedoch eine Bedrohung für die Weltwirtschaft. Das nachlassende Wirtschaftswachstum hatte bereits Zinssenkungen durch die Zentralbanken zur Folge. Auf dem Futuresmarkt wird derzeit eine weitere Zinssenkung durch die Fed im September eingepreist. Zudem wird erwartet, dass die EZB im September ebenfalls eine geldpolitische Lockerung vornimmt. Sollte weiterhin die Nachfrage der Anleger nach Staatsanleihen und Gold als sicheren Anlagen bestehen, könnte der Goldpreis mittelfristig aber weiter steigen.

Der Goldpreis legt eine kurze Atempause ein, bevor er weiter zulegte und sprang auf über 1555 US-Dollar – ein 6-Jahreshoch. Angesichts des starken Preisanstieges ist die Goldnachfrage in Indien rückläufig. Im Juli hob die indische Regierung den Zollsatz für die Goldeinfuhr auf 12,5% an. Einher-gehend mit dem Anstieg des internationalen Goldpreises führte dies in der vergangenen Woche zu einem Anstieg des lokalen Preises auf ein Allzeithoch von 38.666 Indischen Rupien (INR) für 10 g Gold. Indien deckt nahezu seinen gesamten Goldbedarf durch Importe – und diese sind gemessen am Vorjahr und in US-Dollar im Juli um 42,2% eingebrochen, womit sie das niedrigste Niveau seit März 2016 erreicht haben. Der hohe Preis, die Abschwächung des Wirtschaftswachstums und Überflutungen in den beiden Bundesstaaten mit der höchsten Goldnachfrage, Kerala und Karnataka, haben zu einem starken Rückgang der Goldnachfrage im dritten Quartal geführt.

www.heraeus.com

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