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Preisverfall bei Synthesen geht weiter

Synthesen

Eigentlich wird der Preis eines Gutes von Angebot und Nachfrage bestimmt. Im Labor gezüchtete Diamanten stellen scheinbar die Ausnahme von dieser Regel dar, befinden sich ihre Preise doch im freien Fall, obwohl die Nachfrage wächst.

Die Preise für Synthesen fallen dramatisch. Vor vier Jahren kosteten sie 55 Prozent weniger als Diamanten aus Minen. Letztes Jahr waren sie 85 Prozent günstiger als ihre natürlichen Pendants und in diesem Jahr notierten sie sogar teilweise 90 Prozent darunter. De Beers hat mit Lightbox und seinen Benchmark-Preisen ganze Arbeit geleistet. Auf dem Markt lassen sich für Synthesen mittlerweile kaum mehr als die Kosten plus einer kleinen Marge für Synthesen herausholen. Gründe für diese Preisrückgänge sind verstärkter Wettbewerb, anfänglich überhöhte Margen und das allgemein gültige Gesetz, das technische Artikel im Laufe der Zeit billiger werden. Es kommt ein weiterer Aspekt dazu: Viele Hersteller von Synthesen leben eigentlich von Hightech-Anwendungen insbesondere in der Halbleiterindustrie – ein fünfmal so großer Markt im Vergleich zur Schmuckindustrie. Hier ist der Preiswettbewerb besonders hart, wovon die Schmuckbranche profitiert. Allerdings sehen einige Marktexperten bei den Notierungen den Boden bald erreicht, da die Hersteller sonst ihre Kosten nicht decken könnten. Denn der Schliff der Steine bleibt aufwendig und kann nicht vom technischen Fortschritt profitieren, wie die Zucht der Rohsteine. Daher dränge bereits jetzt schon jede Menge schlechte Qualität bei den Synthesen auf den Markt, viele davon haben kaum noch eine Ähnlichkeit mit echten Diamanten. Für Verbraucher sind und  bleiben auch in Zukunft Diamanten aus Minenproduktion unter Werthaltigkeitsaspekten alternativlos. Im modischen Bereich dürften die Synthesen wie viele andere künstliche Kristalle auch ihre Daseinsberechtigung haben. Hier wird sich der Markt in hochwertige und minderwertige Synthesen aufspalten.

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