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Foto: Verena Müller

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„Partnerschaft ist das Wichtigste in der Krise“

Interview

Junghans-Chef Matthias Stotz im GZ-Gespräch über die Auswirkungen der Corona-Krise. 

„Wie geht es? Erreiche ich Sie im Homeoffice?
Danke, ich bin gesund. Prinzipiell bin ich auch komplett fürs Homeoffice ausgestattet, aber ich fahre trotzdem jeden Morgen ins Büro. In diesen schwierigen Zeiten ist es wichtig, auch vor Ort Präsenz und Verantwortung zu zeigen. Unsere Produktion läuft ja auch noch. Aber wir passen natürlich auf, halten Abstand, Kontaktverringerung ist oberstes Gebot und kleinere Besprechungsräume sind geschlossen. 

Und wie geht es Junghans?
Wir waren vor der Krise sehr erfolgreich, hatten eine tolle Inhorgenta und waren richtig gut auf Kurs. Umso bitterer ist diese Situation jetzt. Natürlich haben auch wir Maßnahmen ergriffen. Die Produktion ist deutlich runter gefahren, und wir machen Schichtarbeit. Dies gilt auch für alle anderen Abteilungen aber diese sind besetzt, und wir sind voll handlungsfähig. Unsere Regionalverkäufer arbeiten im Homeoffice und stehen mit sämtlichen Kunden in Kontakt.

Und wie ist die Stimmung bei Ihren Kunden?
Die meisten unserer Kunden reagieren absolut besonnen. Es gibt auch keine massenhaften Stornierungen. Durch die Drosselung unserer Produktion erfolgt ja eh eine automatische Verschiebung. Ich möchte mich hier auch ausdrücklich bei unseren Kunden für die partnerschaftliche Reaktion bedanken. Partnerschaft ist das Wichtigste in der Krise. Eine panische Reaktion im Handel wäre jetzt fatal für die Branche. 

Ist die Krise auch eine Chance?
Jede Krise ist eine Chance. Werbereits solche Erfahrungen erlebt hat, wird das kennen. Nach einiger Zeit gewöhnt man sich an die neue Situation und lernt damit umzugehen. Sind die größten Sorgen um die Gesundheit und der erhalt des persönlichen Arbeitsplatzes verflogen kommt bestimmt der Gedanke: Ich kann mir schon mal wieder was gönnen. Und so hoffe ich, dass – wenn zumindest eine Teilöffnung der Geschäfte erfolgt – wieder erste kleinere Wünsche bei den Menschen entstehen. Dieser Wendung gilt es gemeinsam mit dem Handel positiv entgegenzusehen damit wir die Chance haben, an den Erfolg vor der Krise anzuknüpfen.

 

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