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Online-Handel leidet gleichfalls unter Corona-Krise

Online-Handel

Von wegen, der Online-Handel würde nun endgültig dem stationären Handel den Todesstoß versetzen, wenn alle zuhause sitzen und die Geschäfte geschlossen haben. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel bevh teilt mit, dass auch ein Großteil der Onlinehändler mit massiven Umsatzeinbußen zu kämpfen haben.

Insgesamt liegen die Online-Umsätze im März 20 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. „E-Commerce ist heute ein normaler Einkaufskanal. Deshalb wirkt sich solch eine Krise in der Konsumstimmung voll auf unsere Branche aus. Die Behauptung, der E-Commerce würde pauschal als ‚Gewinner‘ aus der Corona-Pandemie hervorgehen, ist schlicht falsch“, so Gero Furchheim, Präsident des bevh. „Richtig ist aber, dass die Chancen des E-Commerce für die Versorgung der Kunden und die Geschäftsmodelle des Einzelhandels neu erlebt werden.“ Drastische Umsatzeinbrüche gab es nach der Umfrage des Verbandes im März vor allem im Onlinehandel mit Mode, Schuhen, Elektronikartikeln, Computern und Büchern. Die Online-Absätze Schmuck und Uhren verzeichneten im März sogar Einbrüche von Minus 51,6 Prozent. Lediglich Segmente wie Lebensmittel, Drogerie- und Hygieneartikel und Medikamente verzeichneten Zuwächse - Produkte, die auch im stationären Handel derzeit boomen. Im Januar und Februar konnten die E-Commerce-Umsätze noch um 8,8 Prozent zulegen. Dann kam der schwache März aufgrund der sich zuspitzenden Corona-Krise. Insgesamt stagnierte der Online-Handel im ersten Quartal mit einem geringen Plus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 2019 lag der Zuwachs in den ersten drei Monaten noch bei 11,2 Prozent. Zusätzlich zu den wöchentlich erhobenen Konsumenten-Informationen hat der bevh seit Anfang März regelmäßig seine Mitglieder nach der Geschäftslage befragt. Erst in den letzten Märztagen, die in der Konsumentenbefragung nicht mehr erfasst werden konnten, zeigte sich eine Belebung der Nachfrage, die den aufgelaufenen Umsatzverlust jedoch bei weitem nicht wettmachen kann. Furchheim: „Die Nachfrage zieht an, und dieses positive Signal muss auch in den stationären Handel zurückgeführt werden. Deshalb braucht es jetzt einheitliche Genehmigungen von kontaktlosem "Click & Collect" - die kontaktlose und sichere Übergabe von telefonisch oder im Internet bestellten Waren. Dieses Konzept könnte jetzt, zusätzlich zum Onlinehandel, einen Beitrag für die Versorgungssicherheit der Bevölkerung und die Existenzsicherung stationärer Ladengeschäfte leisten und muss zwingend Teil einer zukünftigen Exit-Strategie sein. Die Läden sind voll mit Waren, und Saisonartikel sind kurzfristig vom Wertverfall bedroht.“ www.bevh.org

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