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Indischer Silberschmuck bleibt gefragt

Gem & Jewellery Export Promotion Council (GJEPC)

Während der weltweiten Lockdowns stiegen Indiens Silberschmuckexporte von April bis Dezember 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 51% auf 1,53 Mrd. US-Dollar, berichtet das Gem & Jewellery Export Promotion Council (GJEPC). Der Export von Silberschmuck war eine der wenigen Ausfuhrkategorien, die in einer der schwierigsten Phase der Geschichte im positiven Bereich blieben. 

Im Gegensatz zu den beiden anderen angesehenen Schmuckedelmetallen Gold und Platin spielt Silber aufgrund seines Erschwinglichkeitsfaktors sowohl im Echt- als auch im Modesegment eine bedeutende Rolle. Da es formbarer ist, bietet es große Vielseitigkeit beim Experimentieren mit Texturen und Volumen. China und Thailand liefern Indien in Bezug auf Preisgestaltung, Umfang und Qualität einen harten Wettbewerb. Daher setzt Indien auf qualifizierte Handwerker für handgefertigten Schmuck sowie technisch unterstützte Produktionen. Der Gem & Jewellery Export Promotion Council (GJEPC) bewirbt das Segment Silberschmuck massiv. Selbst im Verlauf der Pandemie veranstaltete der GJEPC am 17. November 2020 ein dreitägiges virtuelles Käufer-Verkäufer-Treffen für Silber- und Modeschmuck. Die Veranstaltung brachte Silberhersteller aus Indien mit Käufern aus 34 Ländern, einschließlich den USA, zusammen. Zu den interessierten Käuferländern der Online-Veranstaltung gehörten unter anderem Spanien, Italien, Mexiko, Kanada, Irland, Russland-GUS und Lateinamerika. Ram Babu Gupta, Convener vom Silver Panel des GJEPC sagt: „Die Silberausfuhren wachsen im Jahresvergleich stetig und es besteht eine starke Nachfrage nach indischem Silberschmuck im Ausland. Mit Diamanten und Edelsteinen besetztes Silber ist unsere Kernkompetenz. “ Das starke Wachstum der Silberausfuhren resultiert aus zwei Hauptfaktoren: hohe Qualität und Verarbeitung sowie die Fähigkeit Indiens, just in time zu produzieren. Indiens wichtigste Exportziele für Silberschmuck sind die USA, Großbritannien und Europa. Die Hersteller sind der Ansicht, dass es für das Wachstum und die Erweiterung ihrer weltweiten Präsenz unerlässlich ist, das Verbraucherverhalten in jeder Region zu untersuchen. Da Online-Handel heutzutage die neue Normalität ist, ist es für die globalen Märkte wichtig, mit Unternehmen zusammenzuarbeiten, die ethisch korrekt und ordnungsgemäß geprüft sind. Einige der auf dem US-Markt tätigen indischen Silberschmuckdesigner sind der Meinung, dass die Befolgung von Fair-Trade-Praktiken den Marken dabei helfen, im Wettbewerb die Nase vorn zu haben. Zum Beispiel können Indiens handgefertigte Schmuckkollektionen, die von einer starken kulturellen Erzählung gestützt sind, ideal für Museumsgeschäfte in Amerika sein. Denn der US-Markt ist in allen Preissegmenten eigentlich gesättigt. Es geht also darum, eine passende Nische zu finden. Einige Silberschmuckexporteure, die eine starke Basis in Europa haben, stellen fest, dass Kunden beste Qualität erwarten. Daher wird der Großteil des Silberschmucks mit Hilfe modernster Technologie gegossen. Diese Prozesse beinhalten eine Kombination aus traditioneller Handwerkskunst und Hightech – letztere verlangt besondere Kreativität von erfahrenen CAD-Designern. Schmuckhersteller in Indien haben sowohl Zugang zu exzellenten Handwerkern als auch zu hochmodernen Maschinenparks. Das Fachwissen und die Handwerkskunst der indischen Karigare sind beispiellos. Indiens Mission ist es, nicht nur die Essenz des indischen Erbes zu bewahren, sondern seinen Silberschmuckkollektionen eine moderne Note zu verleihen und so Menschen rund um den Globus anzusprechen. Gupta glaubt, dass die Exporte von Silberschmuck einen Schub bekommen werden, wenn in Indien demnächst eine E-Commerce-Politik zur Erleichterung der Geschäftsabwicklung eingeführt wird. Diese wird helfen, auch kleine Mengen Silberschmuck direkt an Kunden im Ausland zu exportieren.

 

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