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Indische Diamantschleifer planen Einkaufsstopp

Einkaufssstopp

Nach fast zwei Monaten Lockdown infolge von Corona bereiten sich indische Diamantenverarbeiter auf ein einmonatiges, freiwilliges Moratorium für den Import von Rohdiamanten ab dem 1. Juni vor. Die Schleifereien erwarten, dass das Einkaufssstopp den Druck auf die Bergbauunternehmen erhöht und so zu besseren Einkaufspreisen führt.

Das Gremium des indischen Gem and Jewellery Export Promotion Council (GJEPC), hat das freiwillige Moratorium gefordert, um indischen Verarbeitern zu helfen, ihr Lager abzubauen. Da die Nachfrage nach Diamanten in der Monsunzeit voraussichtlich sinken wird, wird das Moratorium den Schleifereien Zeit bieten, ihre Geschäftsaktivitäten für eine Wiederbelebung der Nachfrage während Dussehra und Diwali wiederherzustellen. „Rohdiamanten, die im Januar und Februar importiert wurden, liegen immer noch bei den Verarbeitern. Sie sitzen auf einem riesigen Lager“, sagte Colin Shah, stellvertretender Vorsitzender von GJEPC. Denn in den zwei Monaten des Shutdowns der Industrie und des Handels wurde praktisch nichts ausgeliefert. Das angekündigte Moratorium hat De Beers veranlasst, seine Produktionsschätzungen für das Kalenderjahr 2020 von 34 auf 25 bis 27 Millionen Karat zu senken. De Beers ist einer der größten Rohdiamanten-Produzenten der Welt, der rund 20 Prozent zum Gesamtangebot beiträgt. Auch Alrosa und Rio Tinto haben ihre Produktionsprognose für das Geschäftsjahr überarbeitet, um Bestandsaufbau und Notverkäufe zu vermeiden. Colin Shah sagt: „Diamantverarbeiter, die ihre importierten Rohdiamanten in ihren Fabriken im Ausland, einschließlich Dubai, gelagert hatten, bringen ihre Lagerbestände jetzt nach Indien.“ GJEPC hatte für das Geschäftsjahr 2019/2020 einen Rückgang des Rohdiamantenimports des Landes gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent auf 146,4 Millionen Karat (Wert 12,7 Millionen US-Dollar) gemeldet. Diese Zahl betrug im Vorjahr 165 Millionen Karat (Wert 15,7 Millionen US-Dollar). „Die Arbeiter sind in ihre Heimatstädte zurückgekehrt. In Diamantenverarbeitungsbetrieben herrscht daher ein akuter Fachkräftemangel. Da ihre Rückkehr weit entfernt zu sein scheint, sollte das freiwillige Moratorium nicht nur obligatorisch sein, sondern auch auf drei Monate verlängert werden. Ein geringerer Import von Rohdiamanten wird wahrscheinlich Druck auf die Bergbauunternehmen ausüben, zu einem günstigeren Preis zu verkaufen“, hofft Pravin Nanavati, ein Diamantenhändler aus Surat. Die vierte Phase der Sperrung (zwischen dem 18. und 31. Mai) hat es den Schleifereien ermöglicht, den Betrieb mit 10 Prozent der Arbeitskräfte in roten Zonen wie Mumbai aufzunehmen, um Exportverpflichtungen zu erfüllen. Die Exportaktivitäten für wichtige Ziele wie Dubai, Festlandchina und Hongkong haben bereits begonnen. Als weltweit größtes Zentrum für die Diamantverarbeitung importiert Indien rund 95 Prozent der weltweit abgebauten Rohdiamanten, das meiste davon wird geschliffen bzw. zu Schmuck verarbeitet wieder ausgeführt. Nanavati sagt, Indiens Diamantschmuckexporte dürften in diesem Jahr aufgrund der Lockdowns und der wirtschaftlichen Abkühlung in Schlüsselmärkten wie den USA - dem größten Schmuckimporteur aus Indien - schwach bleiben. Genauso verhält es sich mit Europa, Westasien, China und Hongkong. Indiens inländische Nachfrage nach Diamantschmuck ist ebenfalls dürftig.

 

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