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Im Angesicht von Covid-19: Ein Brief des CIBJO-Präsidenten Dr. Gaetano Cavalieri

CIBJO

Heute schrieb CIBJO-Präsident Gaetano Cavalieri einen Brief an die Branchenteilnehmer. Er wohnt mit seiner Familie in Mailand.

Ich schreibe diese Worte aus meinem Haus in Mailand, wo die Bewegung meiner Familie jetzt eingeschränkt ist. Dies entspricht den neuen staatlichen Vorschriften, die dazu beitragen sollen, die Ausbreitung des COVID-19-Coronavirus zu verhindern. Zum Glück sind wir alle bei guter Gesundheit. Viele von Ihnen haben Botschaften der Ermutigung und der guten Wünsche erhalten, und sie werden sehr geschätzt. Der Geist der Gemeinschaft und der gegenseitigen Unterstützung war schon immer ein Merkmal der Schmuckindustrie, und dies sind Eigenschaften, die in Zeiten wie diesen besonders geschätzt werden. Es ist nicht zu leugnen, dass das COVID-19-Coronavirus unsere Branche und unsere Mitglieder betrifft. Norditalien, welches das Herz des nationalen Schmucksektors und die weltweite Denkfabrik für Schmuckdesign darstellt, ist praktisch geschlossen, ebenso wie China, unser zweitgrößter Markt. Internationale Reisen, die für viele von uns das Lebenselixier unseres Geschäfts sind, wurden eingeschränkt oder ausgesetzt, Messen auf der ganzen Welt wurden verschoben oder abgesagt, und Fabriken, Einkaufsbüros, Groß- und Einzelhändler befinden sich im Standby-Modus. Zu diesem Zeitpunkt ist es sehr schwierig vorherzusagen, wie lange dieser Suspendierungszustand andauern wird. Sicher ist jedoch, dass es nur vorübergehend ist. Volkswirtschaften müssen funktionieren, und der menschliche Einfallsreichtum wird immer Wege finden, sich an veränderte Bedingungen anzupassen. Es ist jedoch wichtig zu überlegen, was getan werden muss, damit wir die aktuelle Krise sowohl als Branche als auch als Verband CIBJO so intakt wie möglich überstehen können. Die erste Priorität muss zwangsläufig darin bestehen, die Gesundheitskrise zu bewältigen und das Wohlergehen unserer Familien, Mitarbeiter und ihrer Angehörigen so weit wie möglich zu schützen. Es wurden bereits mutige Entscheidungen getroffen, beispielsweise Absagen von Messen und Konferenzorganisatoren, die beschlossen haben, den potenziellen Teilnehmern ihrer Veranstaltungen das Dilemma zu ersparen, ob sie teilnehmen möchten oder nicht. Gleichzeitig müssen wir im Rahmen der Beschränkungen, die zur Verhinderung der Verbreitung des Virus auferlegt wurden, damit beginnen, die uns zur Verfügung stehenden Tools zu verwenden, damit sich unser Geschäftsmotor weiter drehen kann. Glücklicherweise haben wir mehr als zu jedem anderen Zeit in der Geschichte der Menschheit eine Fülle von Instrumenten in unserem Werkzeugkoffer. Telefonkonferenzen, Video-Chats, Facebook, WhatsApp und Skype sind mögliche Alternativen für Reisen und persönliche Kontakte – auch, wenn diese sonst vorzuziehen sind. Viele Mitarbeiter können von zu Hause aus arbeiten und produktiv bleiben. Manager können Geschäfte über Entfernungen überwachen und Produkte können präsentiert und Transaktionen online abgeschlossen werden. Aber es gibt eine Einschränkung. Viele der technologiebasierten Lösungen sind mit Kosten verbunden, die von kleinen und mittleren Unternehmen weniger leicht zu bewältigen sind. Gerade in einer Zeit wie dieser sollte ein branchenweites Bewusstsein dafür bestehen, dass Kollegen, die anfälliger für solche Handelsunterbrechungen sind, eine faire Gelegenheit geboten werden sollte, aufzuholen und sich zu behaupten. Wir handeln mit Luxusprodukten, unsere Lieferketten unterstützen Gemeinden und manchmal ganze Länder, die sich noch entwickeln. Es ist unsere Aufgabe, unsere besten Köpfe zusammenzusetzen und einen Weg für die Branche durch die Unsicherheiten zu finden, die das COVID-19-Coronavirus verursacht haben. In Zeiten wie diesen werden sich der Gemeinschaftsgeist unserer Branche und die Leistungsfähigkeit unserer Mitglieder bewähren müssen. In der Zwischenzeit sende ich Ihnen allen meine besten Wünsche aus der entschlossenen und lebenslustigen Stadt Mailand. Stellen wir uns den Herausforderungen, vor denen wir gemeinsam stehen, und blicken optimistisch in die Zukunft.

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