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Handelsbarrieren geben Gold Auftrieb

Goldpreis

Die Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums, zunehmende Handelsbarrieren und ausgeprägte politische Risiken könnten den Edelmetallpreisen Auftrieb verschaffen, so ein Bericht von Heraeus.

Die Auswirkungen dieser Faktoren waren das zentrale Gesprächsthema in den Diskussionen unter den Teilnehmern der New York Platinum Week. Gold, Silber und Platin profitieren von der fragilen weltwirtschaftlichen Lage. Die vorherrschende Einschätzung lautet, dass das globale Wirtschaftswachstum sich verlangsamt und der politische Ausblick in den USA und anderen Weltregionen nicht unbedingt zu einer Verbesserung der Lage beitragen. Der Goldpreis dürfte folglich weiterhin infolge von Sicherheitskäufen zulegen. Auch Silber sollte als preisgünstigere Alternative zu Gold profitieren. Platin, das derzeit gegenüber Gold mit einem Abschlag von 560 US-Dollar je Feinunze gehandelt wird, könnte ebenfalls zu den Gewinnern gehören. Der Preis ist – möglicherweise wegen Ängsten vor einem möglichen Streik in Südafrika im Falle Scheiterns der Lohnverhandlungen – aus seiner Handelsspanne ausgebrochen. Die Fundamentaldaten von Platin sind schwach, doch infolge der Käufe von Investoren sind Überbestände entstanden. Der Goldpreis verzeichnete infolge der Zinssenkung durch die Fed einen Rückgang. Obwohl die Zinssenkung weithin erwartet worden war, gab der Goldpreis in Folge der Ankündigung um 18 US-Dollar für Feinunze nach, konnte die Verluste allerdings im späteren Handel zum Teil wettmachen. Möglicherweise dachten die Händler, dass die Zinssenkung der US-Wirtschaft Rückenwind verleiht und den Dollar, der infolge der Ankündigung fester handelte, stärkt – wodurch Gold an Attraktivität einbüßt. Der hohe Goldpreis bietet einen Anreiz zum Ausbau von Minen. Dennoch wird es einige Zeit in Anspruch nehmen, bis das Angebot steigt. Der Betrieb der zweitgrößten Silbermine Mexikos wird eingestellt. Die Flaggschiff-Mine für Gold und Silber der Newmont-Goldcorp. in Mexiko wird außer Betrieb genommen, da Anwohner die Mine wegen eines Konflikts um den Wasserverbrauch blockieren. Die Penasquito-Mine produzierte im letzten Jahr 18,3 Mio. Unzen (569,2 t) Silber, was etwa 9 Prozent der mexikanischen Förderung entspricht. Auf Mexiko entfallen 23 Prozent der weltweiten Silberproduktion. Der Staat ist damit das Land mit der weltweit größten Silberförderung. Den Silberpreis litt unter der Ankündigung der Fed, den Zins zu senken, weniger stark als der Goldpreis. Der Silberpreis gab innerhalb von einer Stunde um 1,0 Prozent nach – während der Goldpreis einen Rückgang um 1,2 Prozent zu verzeichnen hatte. Silber konnte sich aber stark erholen. Die industrielle Platinnachfrage in diesem Jahr blieb mit etwa 1,9 Mio. Unzen (59,1 t) stabil, während die auf die Schmuck- und die Automobilindustrie entfallende Platinnachfrage jeweils rückläufig sind. Als der Platinpreis sein höchstes Niveau seit 18 Monaten erreichte, erfolgten einige Gewinnmitnahmen japanischer Investoren – die meisten warten allerdings ab. Angesichts des schwachen Nachfrageausblicks erscheint der Preis allerdings immer noch hoch.

www.heraeus.com

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