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Haltung lohnt sich

EHI Studie

Haltung zu gesellschaftlichen Themen in der Unternehmenskommunikation ist en vogue – und, sie zahlt sich einer aktuellen Studie des Einzelhandelsinstituts EHI auch aus.

Die Grenzen zwischen Eigennutz und Überzeugung sind undeutlich. Mal werden die Unternehmen für ihren Mut gelobt. Mal wird ihnen unterstellt, mit dem Leid anderer Geschäfte zu machen. Kundenreaktionen sind unberechenbar und die Medien greifen auf, was Klicks oder Quoten bringt. Die EHI-PR-Befragung „Haltung – Trau dich!“ zeigt, dass Handelsunternehmen sich in gesellschaftlicher Verantwortung sehen. Wenn es darum geht, ihre Haltung zu gesellschaftsrelevanten Themen öffentlich zu zeigen, erkennen einige ein Dilemma. Sie möchten einerseits klare Kante zeigen, sehen andererseits aber deutliche Grenzen der Kommunikation, so bei parteipolitischen Themen oder wenn ihnen opportunistische, wirtschaftliche Gründe statt moralisch-ethischer unterstellt werden. 98 Prozent der Handelsunternehmen erklären, dass sie ihr Unternehmen in gesellschaftlicher Verantwortung sehen. Ob sie ihre Haltung zu gesellschaftsrelevanten Themen, die auch durchaus kritisch und strittig sein können, auch öffentlich äußern, bejahen noch 70 Prozent des Panels, ein knappes Drittel hält sich zurück. Dabei sind die Erfahrungen deutlich positiv. 74 Prozent der Handelsunternehmen haben überwiegend Lob für ihre Stellungnahmen erhalten. Eine große Mehrheit von 88 Prozent äußert sich zu gesellschaftsrelevanten Themen, um das Unternehmen entsprechend der Unternehmensphilosophie zu positionieren oder um als Vorbild (44 Prozent) zu fungieren. Die meisten Befragten (73 Prozent) gehen von einem Imagegewinn durch eine klar gezeigte Haltung aus, nur 17 Prozent glauben nicht an diese Wechselbeziehung. Entsprechend hat sich die Häufigkeit der öffentlichen Äußerungen bei der großen Mehrheit der Befragten gesteigert. In keinem Fall wird heute weniger kommuniziert als in den letzten fünf Jahren. Beliebte Kommunikationsthemen sind soziales Engagement (91 Prozent), ökologische und soziale Standards in Beschaffung (75 Prozent respektive 63 Prozent) und Müllvermeidung (75 Prozent). Politische Themen bieten daher nur für 22 Prozent der Befragten Anlass zur Kommunikation, denn viele betrachten dies als Grenzüberschreitung. Das Gleiche gilt für Themen, die keinen Bezug zum Unternehmen haben. Ein knappes Drittel äußert sich grundsätzlich nicht zu unternehmensfernen, gesellschaftsrelevanten Themen, weil sie ihre Neutralität wahren (73 Prozent), negative Reaktionen vermeiden (47 Prozent) oder ihre Kunden nicht verschrecken (33 Prozent) möchten. Nur wenige Handelsunternehmen (7 Prozent) haben dabei die eigene Belegschaft im Blick und möchte diese nicht brüskieren.

www.EHIhandelsdaten.de

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