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Goldschmuck verliert an Glanz

Gold

Im dritten Quartal wurde ein Einbruch der weltweiten Nachfrage nach Goldschmuck um 16 Prozent auf 460,9 Tonnen verzeichnet – dem WGC zufolge der schwächsten Absatz seit über neun Jahren.

Allein in Indien – auf das normalerweise mehr als ein Viertel der weltweiten Nachfrage nach Goldschmuck entfällt – sank die Nachfrage verglichen mit dem Vorjahr um 32 Prozent auf 101,6 Tonnen. Die schlechte Verbraucherstimmung ist neben dem hohen Goldpreis auch auf eine ausgeprägte Monsunzeit mit starken Regenfällen zurückzuführen. In China, wo die Nachfrage um 14 Prozent auf 164,4 Tonnen nachgab, ist ein ähnlicher Trend zu beobachten. Die Verbraucher kauften hier vor allem Stücke mit einem geringeren Feingewicht wie beispielsweise 3D-Gold. Angesichts der bereits zu Beginn der Festivalzeit schleppenden Verkäufe in diesem Quartal müsste sich der Absatz um mehr als 30 Prozent erholen, um den Vorjahresverbrauch zu erreichen, was unwahrscheinlich sein dürfte, so die Einschätzung von Heraeus. Eine höhere Risikobereitschaft der Investoren schlägt sich negativ auf den Goldpreis nieder. In den Verhandlungen zwischen den USA und China über den bilateralen Handel wurden vergangene Woche Fortschritte erreicht, was die Stimmung an den Aktienmärkten verbesserte: An den US-Börsen wurden Rekordstände erreicht. Gold hingegen hat die infolge der Zinssenkung durch die Fed erzielten Kursgewinne wieder abgegeben und notierte unterhalb von 1.480 US-Dollar je Feinunze. Die veränderte, risikofreudigere Anlegerstimmung deutet kurzfristig auf ein Abwärtsrisiko für den Goldpreis hin. Der Silberpreis fiel, ausgehend von über 18 US-Dollar für die Feinunze, binnen kurzer Zeit auf unter 17 Dollar – und blieb somit in seiner Entwicklung erneut hinter dem Goldpreis zurück. Grund war hier die schwache industrielle Nachfrage insbesondere im Halbleiterbereich. Die Produktion von Platinwirkstoffen zur Krebstherapie nimmt zu. Heraeus Pharmaceutical Ingredients hat mit einer zusätzlichen Produktionslinie in Hanau seine Kapazitäten zur Fertigung platinhaltiger pharmazeutischer Wirkstoffe erweitert. Platinkomplexe zählen zu den wirksamsten eingesetzten Medikamenten in der Chemotherapie und sind eine weitverbreitete Behandlungsform. Allerdings entfallen nur etwa 240.000 Unzen (7,5 t) bzw. 3% der weltweiten Gesamtnachfrage nach Platin auf medizinische Anwendungen. In der letzten Woche folgte der Platinpreis - nicht zuletzt aufgrund der Einbrüche auf beim Verkauf von Fahrzeugen mit Dieselmotoren - der Abwärtsbewegung des Goldpreises und gab auf unter 900 Dollar nach. Angesichts schwacher Fundamentaldaten für Platin und dem Abwärtsrisiko für den Goldpreis könnte auch Platin weiter sinken.

www.heraeus.com

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