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Goldpreis pendelt seitwärts

Goldpreis

Der Goldkurs entwickelte sich in der vergangenen Woche weiter seitwärts, wie Heraeus berichtet. Dennoch sind kurzfristig weitere Preisrückgänge in nächster Zeit möglich.
 
Die spekulative Futures-Position für Gold an der Warenterminbörse COMEX lag mit 26,7 Mio. Unzen (830,5 t) am 12. November nur leicht niedriger – dies ging einher mit dem niedrigsten Goldpreis seit August. Somit verbleibt eine vergleichsweise große Differenz, die abgebaut werden muss, bevor der Goldpreis wieder nachhaltig steigen kann. Als der Kurs im April bei seinem bisherigen Jahrestief notierte, lagen die spekulativen Anlagen unterhalb von 4 Mio. Unzen (124,4 t). Kürzungen der Steuervergünstigungen für Solaranlagen in den USA könnten zu einem Rückgang Silbernachfrage führen. Die USA sind der weltweit zweitgrößte Markt für Photovoltaik (PV). Kürzungen der derzeit bei 30% liegenden Steuervergünstigung auf Investitionen in Solaranlagen („Investment tax credit“, ITC), stellen ein Risiko für die Silbernachfrage dar. Im vergangenen Jahr entfielen 11 Prozent bzw. 11,4 GW der weltweiten Solarinstallationen auf die USA, was einer Silbernachfrage von etwa 8 Mio. Unzen (248,8 t) entspricht. Angesichts einer Abnahme der Neuinstallationen in China wird erwartet, dass die USA einer der Haupttreiber der Solarinstallationen und damit der Silbernachfrage werden. Silber handelte wieder oberhalb von 17 US-Dollar je Feinunze. Der Silberpreis erwies sich als widerstandsfähiger als der Goldpreis, obwohl der Anlageumfang um mehr als 50 Mio. Unzen (1.555,2 t) auf 187 Mio. Unzen (5.816,4 t) gesunken ist. Dies stellt das niedrigste Niveau seit Juli dar. Mit einem weiteren Rückgang des Goldpreises wird auch der Silberpreis nachgeben. Der Platinpreis verzeichnete eine durchwachsene Woche: Nach einem Wiederanstieg auf über 900 US-Dollar für die Feinunze beendete er die Woche bei 888 Dollar. Mittelfristig ist ein Rückgang des Platinpreises zu erwarten. Für den Platinmarkt wird 2020 ein Marktüberschuss erwartet. Die Gründung des World Platinum Investment Council (WPIC) liegt im November 2019 fünf Jahre zurück. Als erste Organisation veröffentlichte der WPIC quartalsweise Informationen über den Platinmarkt und startete zahlreiche Initiativen zur Erweiterung der Investitionsmöglichkeiten in Platin auf verschiedenen Märkten (einschließlich der USA, China und Großbritannien). Letzte Woche wurde der Bericht für das dritte Quartal 2019 veröffentlicht. Das Rekordniveau der Anleger-Investitionen von 2019 in diesem Jahr hat zu einem Marktgleichgewicht beigetragen – für 2020 wird hingegen ein Marktüberschuss erwartet. Lediglich die industrielle Nachfrage nach Platin (ohne Schmuck und Automobil) wird wahrscheinlich zulegen, während für die Nachfrage der Automobil- sowie der Schmuckindustrie ein Anhalten des Nachfragerückgangs erwartet wird, wenn auch langsamer als 2019. Die Investmentnachfrage wird den Erwartungen zufolge nicht annähernd das Niveau von 2019 erreichen.

www.heraeus.com

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