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Goldpreis fällt trotz Zinssenkung und Börsencrash

Goldpreis

Prognosen werden immer schwieriger: Obwohl die Fed die Zinsen erneut gesenkt hat, nahm die Verunsicherung an den Aktienmärkten nicht ab und auch der Goldpreis rauschte runter.

Der deutsche Leitindex Dax sowie auch der US-Index Dow Jones befinden sich auf Talfahrt. Die US-Notenbank Fed hat zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit außerplanmäßig die Zinsen auf nahezu null gesenkt. Doch Gold konnte davon nicht profitieren sondern geriet sogar selbst unter Druck. Hat Gold seine Rolle als sicherer Hafen eingebüßt? Langfristig sicher nicht. Kurzfristig trennen sich Anleger von dem Edelmetall, um die derzeit günstigen Aktien zu erwerben oder auf Bargeld zu setzen. Ein weiterer Grund sind Experten zufolge zusätzliche Sicherheiten, die zahlreiche Profiinvestoren angesichts heftiger Kursverluste bei ihren Brokern hinterlegen mussten. In der Finanzbranche wird dieses Phänomen als „Margin Call“ bezeichnet. Um nicht selbst auf den Verlusten sitzen zu bleiben, verlangen Banken und Aktienbroker bei stark fallenden Kursen von ihren Kunden zusätzliches Bargeld als Sicherheit. Hinzu kommt, die Sorge um die Gold-Nachfrage aus der Schmuckindustrie. Die weltweite Verbreitung des Coronavirus hat insbesondere in den für den Schmuckmarkt wichtigen Ländern China und Indien die Nachfrage massiv einbrechen lassen. Auch die Goldnachfrage der Notenbanken ist spürbar zurückgegangen. Vor diesem Hintergrund seien laut Analysten keine vernünftigen Preisprognosen bei Gold in den nächsten Monaten mehr zu machen. In Deutschland ist zurzeit die Nachfrage nach Barren und Münzen weiter groß. Soviel ist laut den Investment-Profis sicher: Während der Aktienmarkt länger brauchen dürfte, um wieder festen Boden zu gewinnen, könnte der Goldkurs schon bald wieder hoch gehen. 

 

 

 

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