Das Magazin für Schmuck und Uhren

Wirtschaft

| Wirtschaft

Gold zeigt saisonale Schwäche

Goldpreis

Zum Jahresende denken Händler darüber nach, Gewinne zu realisieren. Der Goldpreis, der bei 1.464 US-Dollar je Feinunze notiert, hat in diesem Jahr einen Anstieg um 14 Prozent verzeichnet, wie Heraeus berichtet. 

Das Metall ist damit für 2019 der Rohstoff mit der fünftbesten Preisentwicklung. Die spekulativen Anlage-Positionen an der Warenterminbörse COMEX stiegen am 19. November auf 28,6 Mio. Unzen (889,6 t) und erreichten damit ein Niveau nahe am jüngsten Hoch von 31,2 Mio. Unzen (970,4 t) und am Rekordhoch von 31,6 Mio. Unzen (982,9 t). Normalerweise liegen zu Beginn einer Goldpreis-Rally die spekulativen Positionen deutlich niedriger. Sollten die USA und China den ersten Teil eines Handelsabkommens beschließen, bevor am 15. Dezember neue Zollerhöhungen in Kraft treten, dürfte es zu weiteren Verkäufen kommen. Dies passt zusammen mit dem für den Goldpreis typischen saisonalen Muster mit einer schwachen Phase Mitte Dezember, auf die in den letzten Handelstagen eine Rally folgt, die auch im ersten Quartal des Folgejahres andauert. Die US-Aktienmärkte erreichten wegen des Optimismus hinsichtlich einer bevorstehenden Einigung Chinas und der USA auf ein Handelsabkommen Rekordhöchststände. Dies führte zu einem Anstieg der Anleiherenditen und einem Rückgang des Goldpreises. Die drei in kurzen Abständen aufeinander folgenden Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve verdeutlichen, dass die gesamtwirtschaftliche Lage der USA ernster ist als bei einer Volkswirtschaft, die in der Mitte des Konjunkturzyklus Unterstützung benötigt – dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund einer länger als 10 Jahre andauernden Wachstumsperiode. Die EZB hat ihre Einlagenfazilität auf -0,5 Prozent gesenkt, doch es ist fraglich, wie viel Spielraum ihr noch verbleibt. Nach drei Zinssenkungen liegt der Zinskorridor der Fed bei 1,50 bis 1,75 Prozent. Unabhängig davon dürfte das BIP-Wachstum der USA abnehmen und die Zinsstrukturkurve wird nach einem inversen Verlauf steiler, was auf eine nahende Rezession hindeutet. Sollte die US-Volkswirtschaft weiterhin schwächeln, wird die Fed den Leitzins erneut senken. Sicherheitsorientierte Anlagen sollten somit weiterhin gefragt sein und auch der Goldpreis dürfte im kommenden Jahr davon profitieren. Die chinesischen Goldimporte sind im laufenden Jahr um 40 Prozent eingebrochen, was, laut Heraeus insbesondere durch die sehr schwachen Monate Juli (43,6 t) und Oktober (34,9 t) verursacht wurde. Die Goldimporte belaufen sich im bisherigen Jahr auf 791 Tonnen und liegen damit unter den im selben Zeitraum 2018 erreichten 1.338 Tonnen. Im Oktober traten die Auswirkungen des andauernden Handelskonflikts zwischen den USA und China sowie der Unruhen in Hongkong zutage – die Netto-Goldeinfuhren Festlandchinas aus Hongkong, die als Haupthandelsweg ein Indikator für die Marktstimmung sind, gaben inoffiziellen Berichten zufolge gegenüber September um weitere 10,8 Prozent auf 10.400 Tonnen nach. Die an der Shanghai Gold Exchange (SGE) gehandelten Goldvolumina gingen im Vergleich zum Vormonat um 32 Prozent auf 231 Tonnen zurück. Dem World Gold Council zufolge müsste die private Nachfrage nach Schmuck, Barren und Münzen im letzten Quartal um 35 Prozent ansteigen, um das Niveau von 994,3 t zu erreichen. Die Analysten von Heraeus halten das für unwahrscheinlich.

www.heraeus.com

Zurück

| Wirtschaft

Gold tendiert uneinheitlich

Goldpreis

Durch die Bewertung globaler Risiken erhielt der Goldpreis vergangene Woche Impulse in beide Richtungen, wie Heraeus berichtet.

Mehr >>

| Wirtschaft

Naturfarbene Diamanten: Bilanz eines goldenen Jahrzehnts

Bilanz

Die Fancy Color Research Foundation (FCRF) gab die Bilanz für 2019 sowie die letzte Dekade bekannt. Während sich der Fancy Color Diamond Index (FCDI) 2019 schwach entwickelte, verzeichnete er zwischen 2010 bis heute einen Anstieg von 77 Prozent.

Mehr >>

| Wirtschaft

Hongkongs Schmuckexporte sinken

Schmuckexporte

Hongkong verzeichnete im Jahr 2019 einen wertmäßigen Rückgang der Schmuckexporte um 4,9 Prozent, der im Wesentlichen auf die makroökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten des vergangenen Jahres zurückzuführen war. Es ist der stärkste Rückgang seit 2009.

Mehr >>

| Wirtschaft

Alibaba verliert Deutschlandchef

Alibaba

Terry von Bibra ist schon seit April 2019 nicht mehr Deutschland-Geschäftsführer des chinesischen Onlinehändlers Alibaba, wie jetzt erst bekannt wurde.

Mehr >>

| Wirtschaft

Valentinstag bringt Handel 1 Milliarde Euro Umsatz

Einzelhandel

Der Valentinstag am 14. Februar sorgt im Einzelhandel in Deutschland für zusätzliche Umsätze in Höhe von einer Milliarde Euro. Knapp 17 Prozent der Verbraucher planen in diesem Jahr zum Tag der Verliebten gezielte Einkäufe. Das zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Handelsverbands Deutschland (HDE).

Mehr >>

| Wirtschaft

Christian Jürgens übernimmt alle Anteile von Untitled

Untitled Verlag und Agentur

Gründungsgeschäftsführer Dr. Christian Jürgens ist jetzt alleiniger Gesellschafter des Hamburger Verlags und der Agentur Untitled. Die bisherigen Mit-Gesellschafter sind einvernehmlich ausgeschieden. Im Zuge der Neuorganisation engagiert sich Alexander Steffl, Anzeigenleiter der GZ Goldschmiede Zeitung, in Form einer stillen Beteiligung im höheren einstelligen Prozentbereich.

Mehr >>

| Wirtschaft

Silber bleibt hinter Gold zurück

Silberpreis

Das Silberangebot bleibt hinter der Förderprognose des weltweit größten Silberproduzenten zurück, so ein Bericht von Heraeus.

Mehr >>

| Wirtschaft

Coronavirus III: Chinas Goldnachfrage wird schwächeln

Goldpreis

Die chinesische Goldnachfrage wird im ersten Quartal 2020 wegen der Folgen des Coronavirus-Ausbruchs vermutlich schwach ausfallen, so die Einschätzung von Heraeus.

Mehr >>

| Wirtschaft

Valentinstag: Verlobung nicht ohne Ring!

Schmuck-Monitor

Eine Verlobung ohne Ring ist für drei Viertel der Verliebten unvorstellbar. Fast ein Viertel der Deutschen (23 Prozent) gibt für ein Geschenk beim Juwelier mehr als 1.000 Euro aus – der Verlobungsring darf auch mehr kosten. Dies sind Ergebnisse der aktuellen Verbraucherstudie Schmuck-Monitor, die die Unternehmensberatung Responsio und das SINUS-Institut heute im Vorfeld der Schmuck- und Uhrenmesse Inhorgenta veröffentlichen.

Mehr >>

| Wirtschaft

Verbraucher bleiben skeptisch

HDE-Konsumbarometer

Die Verbraucherstimmung in Deutschland bleibt nach dem neuen Tiefststand zu Jahresbeginn im Februar stabil. Das zeigt das aktuelle HDE-Konsumbarometer. Insgesamt ist die Stimmung aber deutlich schlechter als im Jahr 2019.

Mehr >>