Das Magazin für Schmuck und Uhren

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Foto: Roman Bodnarchuk / shutterstock

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Gold ist überkauft

Handelskonflikt

Angesichts des Übergangs des Handelskonflikts in einen Währungskrieg zwischen den USA und China suchten die Anleger die Sicherheit von Gold, so ein aktueller Bericht von Heraeus.

Das hat den Goldpreis erstmals seit 2013 wieder über die Marke von 1.500 US-Dollar für die Feinunze steigen lassen. Nachdem der Yuan/ Dollar-Wechselkurs zum ersten Mal seit 2008 oberhalb von 7 Yuan pro Dollar notierte, bezichtigten die USA China der Währungsmanipulation. Zwar weist der Goldpreis ein starkes Momentum auf, doch die Rallye führte dazu, dass Gold überkauft ist. Das kurzfristige Aufwärtspotenzial könnte durch eine Widerstandszone bei 1.525 bis 1.530 Dollar begrenzt sein – jene Widerstandszone war auch die Unterstützung, die der Goldpreis unterschritt, als er 2013 eingebrochen war.

In China waren in der ersten Jahreshälfte sowohl die Förderung als auch der Verbrauch von Gold rückläufig. Die Förderung des weltweit führenden Goldproduzenten ist der China Gold Association zufolge in der ersten Hälfte des Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,6 Prozent auf 235 Tonnen zurückgegangen. Gleichzeitig kam es zu einem Rückgang des Verbrauchs um 3,3 Prozent auf 524 Tonnen, was insbesondere einem starken Einbruch der Investmentnachfrage geschuldet ist: Das Absatzvolumen von Goldbarren belief sich in der ersten Jahreshälfte auf 111 Tonnen, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum einem Einbruch um 17 Prozent entspricht. Mit drei Tonnen lag auch der Absatz von Goldmünzen unter dem Niveau der ersten Jahreshälfte von 2018.

Der Absatz von Goldschmuck verzeichnete hingegen einen Anstieg um zwei Prozent auf 359 Tonnen. Gemeinsam mit dem starken Anstieg des Goldpreises sorgte ein schwächerer Yuan dafür, dass der Goldpreis in China auf dem höchsten Stand seit sieben Jahren notiert. Unter diesen Voraussetzungen dürfte die physische Goldnachfrage auch in der zweiten Jahreshälfte verhalten bleiben.

Erstmals seit mehr als einem Jahr ist der Silberpreis auf über 17 US-Dollar für die Feinunze gestiegen. Als Konsequenz aus der Eskalation des Handelskonflikts zwischen den USA und China ist Silber ähnlich wie Gold überkauft. Im Gegensatz zum Goldpreis existiert für den Silberpreis kein nennenswerter Widerstand direkt über dem derzeitigen Preis, sodass die Entwicklung des Silberpreises weiterhin die des Goldpreises übertreffen könnte.

Operative Probleme verzögern die von Royal Bafokeng Platinum (RBP) forcierte Förderungssteigerung bei Platin. Das Unternehmen RBP, auf das sechs Prozent der südafrikanischen Platinförderung entfällt, senkte aufgrund von operativen Problemen und Schwierigkeiten bei der Mitarbeiterrekrutierung seine Förderprognose. In der zweiten Jahreshälfte soll die Förderung zunehmen, allerdings in geringerem Maße als ursprünglich erwartet. Angesichts des bestehenden Überschusses auf dem Platinmarkt wird ein weiterhin rückläufiger Platinpreis erwartet.

www.heraeus.com

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Brandbrief an die Kanzlerin ist raus

Offener Brief

Die GZ hat eine Petition gestartet, die in einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin sowie die Ministerpräsidenten der Länder mündet. 264 Branchenangehörige haben das Schreiben, welches ein Ende des Lockdowns zum 1. Februar sowie ein schnelles, unbürokratisches Anlaufen der versprochenen Finanzhilfen fordert, innerhalb von wenigen Tagen unterschrieben.

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Uhren und Schmuck im Krisenmodus

IFH Köln

Der neue Branchenfokus Schmuck und Uhren des Instituts für Handelsforschung IFH Köln in Zusammenarbeit mit der BBE Handelsberatung betrachtet den Markt, seine Entwicklung, Warengruppen und Vertriebswege und gibt zudem eine Prognose bis 2025 und zeigt: Das letzte Jahrzehnt im Schmuck- und Uhrenmarkt war von einer Aufholjagd geprägt, die seines gleichen sucht.

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Swarovski setzt den Sparstift an und schließt Shops

Swarovski

Der Tiroler Kristallkonzern will 33 von 102 Shops in Österreich sowie weltweit 750 der 3000 Läden schließen.

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Wirtschaftsleistung schrumpft Ende 2020 leicht

ifo Institut

Der im November in Kraft getretene Shutdown hinterlässt seine Spuren in der deutschen Konjunktur. Das ifo rechnet mit einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 0,1 Prozent im letzten Quartal 2020.

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Juwelier Willer Hamburger des Tages

Hamburger des Tages

Juwelier Rolf-Detlef Willer wurde vom Hamburg Journal des NDR am 13. Januar zum Hamburger des Tages gekürt.

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Juwelier klagt gegen Bundesregierung

Coronakrise

Juwelier Jürgen Grün mit Filialen in Crailsheim und Ansbach will gegen die Ungleichbehandlung der Überbrückungshilfen III für November und Dezember klagen.

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Boris Palmer warnt vor Verödung der Innenstädte

Coronakrise

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) macht sich in einem Brandbrief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) große Sorgen um Deutschlands Innenstädte.

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Lockdown bis weit in den März hinein?

Coronakrise

Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet mit einer Verlängerung der Einschränkungen, wie heute bekannt wurde. Eventuell droht der Lockdown je nach Infektionsgeschehen noch über zweieinhalb Monate zu gehen.

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HDE-Umfrage: Für rund 80 Prozent der Einzelhändler reichen die Hilfen nicht aus

Umfrage

Das Jahr 2021 könnte für viele vom Lockdown betroffenen Handelsunternehmen in der Insolvenz enden. So zeigt eine aktuelle HDE-Trendumfrage unter 1.500 Händlern, dass rund 80 Prozent der Händler davon ausgehen, dass die derzeitigen Hilfsmaßnahmen nicht zur Existenzsicherung reichen. Knapp 60 Prozent der Unternehmen in den Innenstädten stehen ohne weitere staatliche Hilfen vor dem Aus. Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert deshalb weiterhin dringend eine Anpassung der Überbrückungshilfen durch den Bundesfinanzminister.

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Korrektur der PGM-Preise in 2021?

Platin

Südafrika verzeichnet einen starken Anstieg von Corona Neuinfektionen. Damit drohen Minenschließungen, auch wenn das Heraeus eher für unwahrscheinlich hält. Allerdings droht Ungemach von der Nachfrageseite.

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