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Entwicklungen im Handel: Was kommt?

IFH Köln

Beim Blick aus Handelssicht auf das Coronajahr 2020 wird in erster Linie von online, online und nochmals online gesprochen, so das Handelsforschungsinstitut IFH Köln in einem aktuellen Beitrag.   

Nicht nur shutdownbedingt verzeichnete der Onlinehandel schließlich ein Wachstum von über 20 Prozent. Doch es lohnt auch, die veränderten Bedarfe durch die stay@home-Zeit näher unter die Lupe zu nehmen. Was ist zu lernen? Der Blick auf die Handelszweige zeigt ein Ausnahmejahr, welches je nach Branche für unterschiedlich starke Umsatzrückgänge aber auch -gewinne gesorgt hat. Bei Uhren und Schmuck lag das Minus bei fast acht Prozent. Die Wachstumsratenamplitude zwischen den Handelszweigen für 2020 liegt somit bei circa 60 Prozent – in „normalen“ Jahren bei durchschnittlich 15 Prozent. Verwunderlich ist diese Entwicklung nicht – wurde das Leben mit dem ersten Shutdown doch schlagartig auf den Kopf gestellt: Aufenthalt im Garten/Wald statt Urlaub. Malen, Basteln, Spielen zu Hause statt in KiTa oder Schule. Homeoffice statt Dienstreisen. Zoom-Meetings statt Freunde treffen. Zuhause kochen statt Essen gehen … Die Liste lässt sich noch weiterführen. So herrschen nicht nur zwischen den einzelnen Handelszweigen teilweise extreme Unterschiede, sondern auch innerhalb dieser. Auch wenn solche Ausnahmejahre nicht zum Standard werden, kann der Handel daraus lernen. Grundlegend untermauert wurde wieder einmal, wie wichtig es ist, von den Kunden aus zu denken: Nur wenn Bedürfnisse verstanden und danach gehandelt wird, kann ein zeitgemäßes Leistungsangebot präsentiert werden. Vor allem in zwei Bereichen haben die Unternehmen schnell reagiert:

  1. Kundenansprache: Wie digitale Kanäle kurzfristig für die Kundenberatung genutzt werden können, zeigen Lösungen mit WhatsApp-Beratung, Livestream-Shopping oder Video-Beratung.
  2. Sortimentsanpassungen: Kurzfristig gilt es, auf neue Bedarfe zu reagieren, wie zum Beispiel dem Trend zum werthaltigen Echtschmuck.

Unter dem Titel „Handel in Coronazeiten – Status quo und Perspektiven“ haben Professor Dr. Werner Reinartz, Universität zu Köln, und das IFH Köln relevante Zahlen zu Markt, Wettbewerb und Konsumverhalten für den Handel der Zukunft zusammengetragen. Die vollständige Unterlage steht IFH Förderern exklusiv im Mitgliederbereich zur Verfügung.

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