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Foto: David Brandt/Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Grünes Gewölbe

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Einbruch ins Grüne Gewölbe

Kunstraub

In die gut abgesicherte Schatzkammer Grünes Gewölbe in Dresden sind am frühen Montagmorgen Diebe eingedrungen und haben einmalige Schätze entwendet. Es handelt sich um den größten Kunstraub der deutschen Nachkriegsgeschichte. 

Der Einbruch betrifft die historische Schatzkammer mit wertvollen Juwelengarnituren. Die Schadenshöhe ist bislang unbekannt. Laut Bild-Zeitung hätten die Kriminellen Werte in Millionenhöhe entwendet, unter anderem historischen Schmuck, Diamanten und Edelsteine. Die Polizei präzisierte später den Raub auf drei Juwelengarnituren, eine Diamant-, eine Brillant- sowie eine Diamant-Rautengarnitur. Das teilte die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen, Marion Ackermann, auf einer Pressekonferenz der Ermittlungsbehörden mit. Die Garnituren seien nicht nur materiell sehr wertvoll, sondern vor allem als Kulturgut unersetzlich. Zudem käme auf deren Vollständigkeit an, die den wahren Wert dieses einmaligen Schatzes ausmache. Sie seien schwer verkäuflich, da sie einen hohen Wiedererkennungswert hätten. Experten befürchten die Zerstörung der Kunstwerke, um das Gold einzuschmelzen und die Steine einzeln zu verkaufen. Das Grüne Gewölbe im Residenzschloss ist die barocke Schatzkammer der sächsischen Kurfürsten und Könige. Eingerichtet wurde sie von August dem Starken zwischen 1723 und 1730. Im zweiten Weltkrieg wurde sie teilweise zerstört. Viele Preziosen raubten die Russen nach Ende des Krieges und gaben sie später wieder zurück. Anfang des Jahrtausends wurde das Grüne Gewölbe aufwendig restauriert und ist seit 2006 der Öffentlichkeit wieder zugänglich. In zehn prachtvoll ausgestatteten, teilweise malachitgrün dekorierten Räumen beherbergt das Museum rund 3000 Schmuckstücke und Kunstwerke. Eines der wertvollsten Stücke der Sammlung, ein grüner Diamant mit 41 Karat, wird derzeit im Metropolitan Museum of Art in New York ausgestellt und entzog sich so dem Zugriff der Langfinger.

Hutagraffe der Diamantrosengarnitur

Globig, Christian August (vor 1747-1798) | Juwelier; Herstellung: 1782-1789, Dresden [Saxony]
© SKD

Epaulette (Diamantrosengarnitur)

Christian August Globig und August Gotthelf Globig. Dresden 1782-1789; 20 große und 216 kleine Diamanten, Silber, Gold; In der Doppelschleife die größte Diamantrose der Garnitur von ca. 31,518 ct., oben in der Schleife ein Stein von ca. 16,602 ct Länge: 22 cm; Breite: 7cm
© Grünes Gewölbe, Staatliche Kunstsammlungen Dresden; Foto: Karpinski

Degen mit Scheide (Diamantrosengarnitur)

Globig, Christian August (vor 1747-1798) | Juwelier; Herstellung: 1782-1789, Dresden [Saxony]; Dresden, zwischen 1782 und 1789
© SKD

Kleinod des Polnischen Weißen Adler-Ordens (Diamantrosengarnitur)

© SKD

Bruststern des polnischen Weißen Adler-Ordens (Brillantgarnitur)J

ean Jacques Pallard. Genf/ Wien zwischen 1746 und 1749; Brillanten, Rubine, Gold, Silber; Großer Mittelstein: 20,189 ct., Höhe: 15,5 cm; Breite 15,5 cm
© Grünes Gewölbe, Staatliche Kunstsammlungen Dresden; Foto: Karpinski

Große Brustschleife aus dem Schmuck der Königinnen

Globig, Christian August (vor 1747-1798) | Juwelier; Herstellung: 1782-1782, Dresden [Saxony]; Dresden, 1782
© SKD

Schmuckstück in Palmettenform (Brillantgarnitur)

Pallard, Jean Jacques (1701-1776) | Goldschmied; Herstellung: 1746-1746, Vienna [Vienna] Wissenschaftliche Bearbeitung; Genf/Wien, 1746
© SKD

Kette aus 177 sächsischen Perlen

Herstellung: 1734-1937
© SKD

Aigrette für das Haar in Form einer Sonne

Globig, August Gotthelf (vor 1769-nach 1819) | Juwelier, Herstellung: 1782-1807, Dresden [Saxony], Dresden, zwischen 1782 und 1807, 127 Brillanten, Silber
© SKD

Aigrette für das Haar in Form einer Mondsichel

Globig, August Gotthelf (vor 1769-nach 1819) | Juwelier; Herstellung: 1782-1807, Dresden [Saxony]; Dresden, zwischen 1782 und 1807
© SKD

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