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Fotos: AnatolyM/iStockphoto (1)

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„Die Diamantpreise steigen“

Diamantpreis

Nachdem Martin Rapaport mit seinem Diamant-Marktbericht für Unmut in der Branche sorgte, dreht sich der Wind aufgrund des Shutdowns in Indien. Die Diamantpreise steigen, weil der Nachschub auf absehbare Zeit fehlen wird.
 
Eitan Gul, Geschäftsführer A. Gul Diamonds, Pforzheim, sagt dazu: „Die Preise gingen nur kurzfristig runter, da der chinesische Markt in den ersten drei Monaten nichts mehr abnahm. Nach dem Shutdown in Indien und der Normalisierung in China dreht sich der Wind. Man kann derzeit nicht absehen, wenn man Diamanten bestellt, wann man sie bekommt. Denn die indischen Schleifereien können die nächsten vier bis sechs Wochen nicht produzieren. Dann bleibt der Nachschub aus. Ich beobachte bereits Preissteigerungen von bis zu zehn Prozent. Ich bin überrascht, wie viele Aufträge wir haben. Darunter sind viele Onliner, aber auch Trauringhersteller, die ihre Aufträge aus der Zeit vor Corona abarbeiten. Zahlreiche Kunden ordern zudem jetzt für die Zeit nach der Krise, da dann die Ware knapp sein wird. Wir können liefern. Der Vorteil unserer Industrie ist: Der Konsum wird nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. Die Hochzeiten und Verlobungen, die jetzt nicht stattfinden können, die verschieben sich auf Juli oder August. Daher bleibe ich zuversichtlich.“ Martin Rapaport hatte in seinem letzten Marktbericht von starken Preiseinbrüchen berichtet. Viele Händler kritisierten diesen Bericht als nicht zutreffend. Hunderte von Diamantanbietern haben sich in Folge von der Rapnet-Liste streichen lassen, darunter die führenden Unternehmen aus der ganzen Welt. Laut dem JCK Magazin soll sich das Volumen der Bestandslisten von RapNet halbiert haben. Zudem sieht Ronnie VanderLinden, Präsident der Diamantenproduzentenvereinigung IDMA hier das Problem von Interessenkonflikten: „Wir alle unterstützen nachdrücklich eine Branche, die frei von dem allgegenwärtigen und überwältigenden Einfluss eines einzelnen Marktteilnehmers ist, insbesondere eines solchen, der einerseits vorgibt, über die aktuellen Marktpreise zu berichten, während er andererseits Millionen von Dollar auf den verschiedenen Handelsplattformen umsetzt. In der Tat gibt es viele verantwortungsbewusste Stimmen aus der Branche, die behaupten, dass die Rapaport Group, die den führenden Diamantenpreisführer der Branche publiziert, und gleichzeitig Millionen von Dollar Gewinne aus Diamantenverkäufen erzielt, die über ihre verschiedenen Handelsplattformen generiert werden, hier liege nichts weniger als ein ernsthafter Interessenskonflikt vor.“ Die IDMA hat daher ebenfalls ihre Angebote aus der Preisliste entfernt und erkennt diese auch nicht mehr an. VanderLinden appelliert an die Branche, die Rapaport-Preisliste vom März zu ignorieren. Die Israelische Diamantbörse arbeitet zur Zeit an einer alternativen Plattform. Währenddessen hat Rapaport eine Mitgliederbefragung über die Aussetzung der Preislisten-Veröffentlichungen bis Mai durchgeführt, die von zwei Drittel der Unternehmen befürwortet wurden.

 

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