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Diamantenkrise 2.0?

De Beers

Der Umsatz von De Beers befindet sich auf dem niedrigsten Stand seit 2015 – dem Jahr der letzten Diamantenkrise. Braut sich wieder ein perfekter Sturm zusammen? 

Die Diamantenindustrie wird erneut von einer Flut negativer Nachrichten überschwemmt. Die Weltwirtschaft schwächelt, das ewige Problem der Bankfinanzierung nimmt immer bedrohlichere Ausmaße für die Schleifereien vor allem in Indien an, die Profitabilität sinkt und die Konkurrenz durch Diamanten aus dem Labor nimmt zu. Das alles führt zu einem unsicheren Markt. Die Pipelines sind mit unverkauften Diamanten überfüllt. Analyst Paul Zimnisky sagt zur Kreditklemme der Schleifereien: „Die Gläubiger haben ihre Kreditanforderungen geändert, um dem erhöhten Risiko auf dem Markt Rechnung zu tragen. Seitdem ist die Finanzierung stetig zurückgegangen. In einigen Fällen hat das die Liquidation von Lagerbeständen erzwungen.“ Milliarden von Edelsteinen wurden zu niedrigen Preisen auf den Markt gebracht. Gleichzeitig war die Nachfrage in Schlüsselmärkten wie Indien und China schwach, was einen weiteren Druck auf die Preise für geschliffene Ware ausübte. Die Minenbetreiber zögern, die Rohstoffpreise zu senken. Zum einen wollen sie den Wert ihres Produktes nicht mindern, andererseits steigen die Förderkosten. Bis vor kurzem hatten die Schleifereien diese Zuteilungen nicht abgelehnt, um ihre Betriebe am Laufen zu halten. Das hat sich nun geändert, sie wollen nicht länger Geld verlieren und ihre Lagerbestände unnötig aufstocken. Erik Jens, der früher den ABN Diamond Desk leitete und jetzt die LuxuryFintech-Plattform entwickelt, ist der Ansicht, dass das Diamantengeschäft immer noch in der alten Angebotsphilosophie stecke, die vorschreibt, dass die Rohsteinpreise niemals sinken sollten. Er merkt an, dass andere Rohstoffe wie Öl ständig mit schwankenden Preisen zu tun haben. „Wir müssen den Preismechanismus zurücksetzen. Wenn das bedeutet, dass die Preise sinken müssen, damit die Margen zurückkommen, muss es halt so sein." Allerdings fordern Experten, nicht nur die Angebotsseite zu betrachten, sondern auch die Nachfrageseite zu stimulieren. Generation Y und Z haben eine andere Einstellung zu dem Thema als noch ihre Eltern. Zudem könnten sich viele nicht einen Ring für 2000 US-Dollar oder mehr leisten. Da sind die Synthesen, die in den USA zurzeit kräftig beworben werden, eine Alternative. Für Diamanten gibt es hingegen kaum generische Werbung mit großer Reichweite. Viele trauern den DTC Kampagnen der 1990er Jahre nach. De Beers hat nun angekündigt, seine Marketingausgaben zum Weihnachtsgeschäft deutlich zu erhöhen. Zudem gibt der Produzent den Sightholdern die Flexibilität, nicht alle Lots kaufen zu müssen. Man hofft so, die dritte Krise der Branche innerhalb von elf Jahren zumindest abzumildern.

 

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