Das Magazin für Schmuck und Uhren

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Der Store als Third Place

EHI

Seit der Online-Handel den stationären Flächen zusetzt, wollen Händler ihre Stores zu sogenannten dritten Orten machen, wo Kunden und Gäste ihre Freizeit verbringen und Familie und Freunde treffen, so ein aktueller Beitrag des Einzelhandelsinstituts EHI.

Doch was braucht der Store, um tatsächlich ein Third Place zu werden? So individuell die Konzepte des stationären Handels in den unterschiedlichen Branchen auch sind, ihre Zielsetzung ist in der Regel identisch: Sie alle wollen ein „Third Place“ für ihre Kunden sein – ein sogenannter dritter Ort, den die Menschen neben ihrem Zuhause (erster Ort) und ihrem Arbeitsplatz (zweiter Ort) ganz selbstverständlich aufsuchen, um dort andere Menschen zu treffen, sich mit ihnen auszutauschen und sich wohl zu fühlen. So jedenfalls hat der amerikanische Soziologe Ray Oldenburg, der den Begriff des Third Place bereits 1989 prägte, dessen Funktion definiert. Damit waren originär zwar keine kommerziellen Flächen wie etwa Einzelhandelsgeschäfte gemeint, sondern frei zugängliche Räume, die nicht unbedingt bewusst gestaltet sein mussten und durchaus auch ungeplant entstehen konnten. Doch nachdem seit der jährlich wachsende Online-Vertrieb den stationären Handel zunehmend auf die Probe stellt und die Frequenzen in den Innenstädten nachlassen, wollen auch Einzelhandelsgeschäfte Third Places für ihre Kunden sein. Welche Voraussetzungen muss ein Store dafür mitbringen erläutert die Autorin Annette Gilles. „Grundsätzlich ist ein dritter Ort in diesem Zusammenhang ein Raum, in dem die Bedürfnisse einer Zielgruppe über die Produkte hinaus umfassend erkannt werden“. Und Christoph Stelzer, Managing Director der Stuttgarter Retail-Marketing-Agentur Dfrost meint: „Relevante Faktoren sind hier sicherlich Kultur und Gastronomie, zudem müssen gesellschaftliche Aspekte bedient werden.“ Viele Händler haben inzwischen Konzepte entwickelt, um ihre Kunden zu verköstigen, zu unterhalten und ihnen eine erlebenswerte Aufenthaltsqualität zu bieten. Sie stellen auf ihren Flächen komfortable Loungebereiche bereit, veranstalten Events vom Whiskey- Tasting bis zum Late-Night-Shopping und richten Gastronomieflächen ein, von der Espressobar bis zum Sterne-Restaurant. Doch reicht es, die Elemente Komfort, Food und Entertainment zu den Flächen zu addieren, um einen Store zum Treffpunkt zu machen, den die Kunden in ihrer Freizeit immer wieder aufsuchen? „Selbstverständlich muss ich meinen Store mit gutem Interior, Licht, Sound, Duft und einem außergewöhnlichen Angebot ausstatten“, sagt Volker Katschinski, Kreativdirektor bei der Agentur Dan Pearlman, „doch zunächst muss ich die Frage beantworten: Was macht mich einzigartig?“ Ist die Identität des Geschäfts definiert, „muss das Konzept darauf abgestimmt werden, es muss die Haltung und das Bewusstsein des betreffenden Hauses erkennbar widerspiegeln“, so Alexander Salzer vom Spezialisten für Markenkommunikation Liganova. „Da Stores auf dem Markt der Erlebnisse mit Hotels, Restaurants, Festivals, Museen oder Theatern konkurrieren, muss der Händler seine Kunden mit einem immer wieder überraschenden Angebot regelrecht ‚umarmen‘“, sagt Nicole Martinsohn von Blocher Partners. Dabei komme es nicht darauf an, „immer perfekt zu sein“, glaubt Martinsohn, doch sollten permanent neue Themen getestet werden, „um möglichst schnell zu lernen“ und immer wieder besondere Erlebnisse zu bieten. Dafür muss die Möblierung der Fläche „flexibel und wandelbar“ sein, so Martinsohn. Das Prinzip des Third Place für eine bestimmte Community lebt „von einer stetig sich erneuernden und sich weiter entwickelnden, vielschichtigen Mixtur, die Inspiration, Zeitgeistigkeit und Haltung transportiert“, darauf weist auch Christoph Stelzer von Dfrost hin. Produktverkauf steht dabei nicht im Vordergrund – „es sei denn, es handelt sich um ganz spezifische Produkte, die bewusst vorgestellt werden, etwa weil sie zum Beispiel nachhaltig sind oder lokalen Bezug haben“, so Stelzer. Ein dritter Ort kann ein Store nur sein, wenn er – ähnlich wie ein traditioneller Marktplatz – vorrangig eine soziale Begegnungsstätte ist.

www.ehi.org

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Jochen Müller wird 70

Geburtstag

Am morgigen Samstag, den 27. Februar feiert Jochen Müller, Präsident der „Diamant- und Edelsteinbörse Idar-Oberstein“,  seinen 70. Geburtstag. Dies ist ein willkommener Anlass, um die vielfältigen Verdienste eines der bedeutendsten Vertreter und Repräsentanten der hiesigen Schmuck- und Edelsteinindustrie Revue passieren zu lassen.

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Hälfte der Geschäfte bangt um Existenz

Handelsverband Deutschland (HDE)

Der derzeit geschlossene Einzelhandel fordert die Bundesregierung sowie die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten dazu auf, den angekündigten Plan zum Ausstieg aus dem Lockdown sehr zeitnah zu präsentieren. Der Handelsverband Deutschland (HDE) und die ihm zugehörigen Unternehmen erwarten einen realistischen Stufenplan, der die rasche Öffnung der Geschäfte ermöglichen soll. Wie schwierig die Lage für viele Händler im Lockdown ist, zeigt eine aktuelle HDE-Umfrage unter mehr als 2000 Händlern. Demnach sieht sich mehr als jedes zweite Unternehmen ohne weitere Hilfen in Insolvenzgefahr.

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GfK: Konsumklima stagniert

GfK-Studie

Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeigt sich im Februar uneinheitlich und wenig verändert. Die Konjunkturerwartung legt etwas zu, während Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung leichte Einbußen hinnehmen müssen. Folglich prognostiziert GfK für März 2020 einen Wert von 9,8 Punkten und damit 0,1 Zähler weniger als im Februar dieses Jahres (9,9 Punkte). Das sind Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Februar 2020.

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Schweizer Uhrenexporte wieder im Minus

Schweizer Uhrenexporte

Nach der Aufholjagd im zweiten Halbjahr 2020 musste die Schweizer Uhrenindustrie im Januar wieder einen herben Rückschlag hinnehmen. Laut dem Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie gaben die Ausfuhren zum Jahresauftakt um 11 Prozent nach.

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„Personal Shopping ist Schritt in richtige Richtung!“

Handelsverband Juweliere (BVJ)

Der Handelsverband Juweliere (BVJ) begrüßt die aktuelle Entscheidung des Ministerrats Rheinland-Pfalz zur Ermöglichung von „Personal Shopping" ab dem 1. März. Demnach können Handelsunternehmen nach vorheriger Termin-Vereinbarung Einzelberatungen für Mitglieder eines Hausstands in den Geschäftsräumen anbieten.

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Marco Tomasetta ist neuer Creative Director von Montblanc

Montblanc

Nicolas Baretzki, CEO von Montblanc, gibt die Ernennung von Marco Tomasetta zum Creative Director bekannt. Er übernimmt die Stelle am 1. März 2021.

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Indien beflügelt Goldnachfrage

Goldpreis

Die indischen Goldimporte starten stark ins neue Jahr, so Heraeus.

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ifo Geschäftsklima steigt

ifo Geschäftsklimaindex

Die Stimmung unter den Managern in Deutschland hat sich merklich verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Februar auf 92,4 Punkte gestiegen, nach 90,3 Punkten im Januar. Die Einschätzungen zur aktuellen Geschäftslage fielen positiver aus. Zudem sind die pessimistischen Stimmen mit Blick auf die kommenden Monate deutlich weniger geworden. Die deutsche Wirtschaft zeigt sich trotz Lockdown robust, vor allem wegen der starken Industriekonjunktur.

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Geschäft geöffnet

Trauringschmiede

Die Trauringschmiede durfte ihren Hauptsitz in Köln unter Auflagen wieder öffnen.

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Lieblingsstücke sicher versenden

BJS Bertram Juwelier Service

Über den Kölner Dienstleister BJS kann man Wertpakete fünfstellig versichert verschicken. Mehr dazu von Ansprechpartnerin Anja Bertram und Geschäftsführer Peter Bertram.

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