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Der Goldhunger der Zentralbanken

China

Die chinesische Zentralbank setzte ihre Goldkäufe im August fort. Die Goldreserven legten im August um 0,19 Mio. Unzen (5,9 t) auf 62,45 Mio. Unzen (1.924,4 t) zu.

Das bedeutet den neunten monatlichen Anstieg in Folge. Der Goldanteil an Chinas gesamten Devisenreserven beträgt 2,8 Prozent – gemessen an anderen Schwellenländern wie Indien (6,5 Prozent), Russland (19,6 Prozent) oder der Türkei (16,3 Prozent) ist dies gering (Quelle: World Gold Council). Da die chinesische Zentralbank durch eine Diversifikation ihrer Devisenreserven eine größere Unabhängigkeit vom US-Dollar anstrebt und im Zuge dessen den Goldanteil erhöht, wird ein Anhalten der Goldkäufe erwartet. Nachdem die EZB den Leitzins weiter senkte, legte der Goldpreis um 30 US-Dollar je Feinunze zu. Die EZB kündigte zusätzlich zur neuerlichen Zinssenkung auch eine Wiederaufnahme ihrer Anleihekäufe an. Infolge dieser Ankündigung brachen die Anleiherenditen ein, während der Goldpreis anstieg. Nach dem starken Preisanstieg der letzten Monate könnte nun Vorsicht geboten sein – an der Warenterminbörse COMEX stieg die Investitionen nah an ihr Rekordniveau von 2016. Dies impliziert, dass bereits viele Händler mit einem steigenden Goldpreis rechnen. Sollte die Entwicklung saisontypisch verlaufen, könnte der Goldpreis sich den Rest des Jahres seitwärts bis schwächer bewegen. Die Märkte erwarten jedoch, dass bei der in dieser Woche stattfindenden Fed-Sitzung eine weitere Zinssenkung beschlossen wird, wovon dann der Goldpreis profitieren dürfte. Ein neues Beschichtungsverfahren für Solarzellen könnte zu einem Rückgang der auf die Solarindustrie entfallenden Silbernachfrage führen. Dieser Prozess hat die Breite der in Solarzellen verbauten Silberkontakte um 30-40 Prozent verringert befürchtet Heraeus. Sollte dieser Prozess von der Industrie breit angenommen werden, würden die Stückkosten und die Silbermenge pro Solarzelle sinken. Der Silberpreis könnte sich weiterhin schwächer entwickeln als der Goldpreis. Der Silberpreis erreichte seinen Höchststand am selben Tag wie der Goldpreis – während des darauffolgenden Rückgangs korrigierte Silber stärker als Gold, was nicht untypisch bei einer Preiskorrektur ist. Das Gold/Silber-Ratio ist von knapp unter 80 auf 82 gestiegen. Genau wie der Goldpreis weist der Silberpreis gegen Jahresende saisonal eine eher schwächere Entwicklung auf, die schlechtere Performance könnte daher weiter anhalten. In Europa ist der Marktanteil von Dieselfahrzeugen weiterhin rückläufig. Die Fundamentaldaten von Platin sind daher weiterhin schwach.

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Ganz schön smart: Magic Moments 2019 vereint die Vorzüge von Print mit den Vorteilen der digitalen Welt. Das Ergebnis? Pure Verführung auf einen Blick beziehungsweise Klick.

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