Das Magazin für Schmuck und Uhren

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Beim Nachschub hakt’s

Edelsteine

Feine Rohware ist immer schwieriger zu beschaffen, die Minen sind erschöpft, neue Vorkommen wurden in den vergangenen Jahren kaum noch erschlossen. Dafür gibt es ein Überangebot an minderwertiger Ware und behandelten Steinen. Die Folgen: Vor allem bei ausgesuchten Qualitäten steigen die Preise weiter, während das untere Segment Federn lassen muss – so lautet das Ergebnis des jüngsten Marktberichts der Diamant- und Edelsteinbörse Idar-Oberstein.

Rubine, Saphire, Smaragde

Rubine

Unbehandelte Rubine aus allen Herkunftsländern sind fest im Preis, vor allem in Größen ab 3 Karat aufwärts. Durch die festen Preise werden erhitzte Steine etwas besser angenommen, da sie deutlich günstiger sind. Untere Qualitätsstufen sowie stark behandelte Steine geben preislich nach.

Saphire

Steine aus Kaschmir und Burma führen in der Preisstruktur, solange sie unbehandelt sind. Auch andere Provenienzen kommen zu festen Preisen auf den Markt, solange sie unbehandelt und von feiner Qualität sind.

Smaragde

Preislich fest sind unbehandelte (oder nur leicht geölte) Smaragde. Niedrige Qualitäten aller Provenienzen sind preislich stark unter Druck.

 

Berylle und Aquamarine

Berylle allgemein

Für Berylle und auch Morganite ist eine leichte Preissteigerung spürbar. Zwar erscheint das Angebot, insbesondere für Morganite, hoch, jedoch ist auch sehr viel Ware am Markt vorhanden, die zum Teil starke Einschlüsse aufweist. Das Angebot an wirklich feiner Ware ist eher stabil bis knapp. Bei gelbem Beryll fehlt es an sauberer, farbintensiver Ware. Die Preise sind jedoch weitgehend stabil, was bedeutet, dass eine weitere Preisentwicklung nach oben nicht festzustellen ist.

Aquamarine

Die Preise für Rohware haben sich auf dem Niveau des Vorjahres eingependelt. Eine weitere Preissteigerung ist zurzeit nicht zu erwarten, obwohl das Angebot an sehr reiner und dunkler Ware nicht groß ist. Die Nachfrage für feine Aquamarine ist weiterhin groß.

 

Turmaline, Tansanite und Tsavorite

Afrikanische Paraiba-Turmaline

Steine aus Mosambik haben sich sehr gut im Markt etabliert und erreichen eine hohe Akzeptanz. Der Preisunterschied zu alter brasiliani-scher Ware ist deutlich spürbar, was der großen Beliebtheit der Steine aus Mosambik natürlich förderlich ist. Das Preisniveau ist weitgehend stabil und wird vom Markt sehr gut aufgenommen.

Rote und rosa Turmaline

Es fehlt immer noch an genügend feiner Rohware. Der Markt würde ohne Weiteres mehr Steine aufnehmen. Das zum Teil sehr hohe Preisniveau für diese Rohware wird auf Dauer nicht zu halten sein. Leichte Tendenzen für eine Preiskorrektur konnte man schon auf den diesjährigen Messen erkennen.

Tansanite

Angebot und Nachfrage sind ausgeglichen, obgleich die Preise für rohe Steine immer noch kurzfristigen extremen Preisausschlägen unterworfen sein können. Die Qualität der Ware ist auf hohem Niveau.

Tsavorite

Kleine Steine sind ausreichend erhältlich, größere Rohware macht sich auf dem Markt rar. Die Preise sind angestiegen.

 

Amethyste, Citrine und Granate

Amethyste

Gute Qualitäten sind nachgefragt, mittlere und helle Qualitäten demgegenüber weniger. Rohware ist genügend vorhanden.

Citrine

Schöne Palmeira-Citrine verkaufen sich zurzeit besser als Madeira-Citrine und hellere Qualitäten. Rohware ist auch hier genügend vorhanden.

Granate

Wie bei fast allen Rohsteinen ist auch bei Granat grundsätzlich eine Verknappung des Angebots zu verzeichnen, insbesondere bei feinen Qualitäten kommt es mitunter zu Engpässen. Generell kann die Nachfrage aber bei den meisten Größen zuverlässig abgedeckt werden.

Text: Axel Henselder

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Sicherer Hafen verliert an Reiz

Goldpreis

Nach weiteren hoffnungsvollen Berichten über Fortschritte bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus in der vergangenen Woche gab der Goldpreis weiter nach und sank auf ein Vier-Monats-Tief, berichtet Heraeus.

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Foto: Zivica Kerkez/Shutterstock

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Händler bangen um das Weihnachtsgeschäft

HDE-Umfrage

Viele Einzelhändler gehen mit bangen Erwartungen an das Weihnachtsgeschäft in die Adventszeit. Das zeigt eine aktuelle Trend-Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Demnach geht mehr als die Hälfte der Befragten für den Dezember von deutlich weniger Kunden und sinkenden Umsätzen aus.

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Handel fordert Sonntagsöffnungen

Einzelhandel

Mit Blick auf die heutige Wirtschaftsministerkonferenz der Bundesländer fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) Unterstützung für den aktuell unter Umsatzverlusten leidenden innerstädtischen Einzelhandel.

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Warnung wegen vermehrten Einbruchdiebstählen

Bundesverband der Juweliere, Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte e.V.

In den letzten Wochen verzeichnet die Branche eine massive Zunahme an Einbruchdiebstählen und versuchten Einbruchdiebstählen. Darauf weist der Handelsverband Juweliere (BVJ) in Zusammenarbeit mit dem spezialisierten Versicherungsmakler Dr. E. Wirth & Co. hin. Juwelieren wird empfohlen, die Sicherheitsmaßnahmen des Unternehmens mit gesteigerter Wachsamkeit zu verfolgen.

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Lockdown geht in die Verlängerung: Schwarzer Freitag für die Branche?

Kommentar

Der Bund-Länder-Beschluss, den Teil-Lockdown zu verlängern und weitere Beschränkungen – insbesondere für den Handel – in Kraft zu setzen, stößt auf Kritik. Zu Recht, findet Axel Henselder, Mitglied der GZ-Chefredaktion.

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Die zweite Welle trifft Konsumklima hart

Konsumklima

Der Lockdown light hat die Verbraucherstimmung im November laut der neuesten Konsumklimastudie der Gesellschaft für Konsumforschung Nürnberg GfK spürbar gedämpft. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung wie auch die Anschaffungsneigung müssen – wie schon im Vormonat – Einbußen hinnehmen.

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Verlängerung der Einschränkungen verschärft Lage

Corona-Krise

Der Handelsverband Deutschland (HDE) passt nach der Entscheidung zur Verlängerung des Lockdown light seine Prognose für das Weihnachtsgeschäft an. Zwar geht der Verband nach wie vor von einem Gesamtumsatz Im Handel von 104 Milliarden Euro für November und Dezember aus, es verschieben sich aber viele Einkäufe in den Online-Handel.

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Strategien gegen die Kaufunlust

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Der Shutdown Light hat die Haupteinkaufsstraßen der Republik verwaisen lassen. Laut dem Einzelhandelsverband HDE liegen die Frequenzen um 40 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Was tun?

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Corona-Gipfel: Handel warnt vor strengeren Vorgaben

Corona-Gipfel

Vor dem heutigen Corona-Gipfel der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen warnt der Handelsverband Deutschland (HDE) vor den Folgen strengerer Beschränkungen für die maximale Kundenzahl in den Geschäften. Die Bundesregierung hatte am gestrigen Abend den Vorschlag gemacht, nur noch einen Kunden pro 25 statt wie bisher pro zehn Quadratmetern Verkaufsfläche zuzulassen.

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Marcus Breuning ist tot

Nachruf

Marcus Breuning, der das 1927 gegründete Familienunternehmen in der dritten Generation leitete, ist überraschend am Montag, den 23.11. verstorben.

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