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Auf der Spur der Steine

Provenance Proof

Zum ersten Mal sind im internationalen Handel grössere Mengen von Edelsteinen erhältlich, die mit zwei innovativen Technologien von Provenance Proof ausgestattet sind, teilt aktuell das Schweizer Gemmologische Labor Gübelin mit. 

Die Kombination aus einer physischen Kennzeichnung mit Nanolabeln (Emerald Paternity Test) und einem digitalen Transaktionsverzeichnis (Provenance Proof Blockchain) bietet so viel Transparenz wie nie zuvor. Provenance Proof, eine Initiative des Gübelin Gemmologischen Labors, ist seit kurzem ein eigenes, unabhängiges Unternehmen. Das innovative Start-up hat sowohl den «Emerald Paternity Test» entwickelt, der physische Kennzeichnungen auf Basis von Nanolabels nutzt, um ungeschliffene Smaragde bereits in der Mine zu markieren, als auch die «Provenance Proof Blockchain». Die Blockchain ermöglicht, bei allen Arten von Edelsteinen sämtliche Schritte der Lieferkette zurückzuverfolgen. Beide Technologien von Provenance Proof stehen der gesamten Branche zur Verfügung. Bei der «Provenance Proof Blockchain» handelt es sich um ein digitales, nachträglich nicht veränderbares Logbuch, das die relevanten Daten von Edelsteinen entlang der Wertschöpfungskette von einem Eigentümer zum nächsten festhält. Diese Plattform ist sicher und anwenderfreundlich. Dabei wägt sie sorgfältig die Interessen in Bezug auf Transparenz und Datenschutz gegeneinander ab. Nur der gegenwärtige Besitzer erhält Einblick in die Daten der vorgelagerten Lieferkette eines bestimmten Edelsteins. Alle Interessengruppen der Branche können, die entsprechende Berechtigung vorausgesetzt, kostenlos auf die Blockchain zugreifen. Die «Provenance Proof Blockchain» wurden zusammen mit dem Technologieunternehmen Everledger entwickelt und stellt eine einzigartige Lösung in der Edelstein- und Schmuckbranche dar. Raphael Gübelin, Präsident des Hauses Gübelin, erklärt: «Jede dieser Technologien funktioniert für sich genommen perfekt, aber die Kombination aus physischem Tracer und digitaler Blockchain gewährleistet noch mehr Transparenz.» In diesen Tagen gelangen erhebliche Mengen hochwertiger ungeschliffener Edelsteine in den weltweiten Handel, die mit den beiden Kennzeichnungs- und Rückverfolgungstechnologien von Provenance Proof versehen sind. Einmal mehr bildet die Minengesellschaft Gemfields die Speerspitze der Branche, indem sie ihre Smaragde mit dem «Emerald Paternity Test» ausstattet und sie in die «Provenance Proof Blockchain» einträgt. Auf den jüngsten Gemfields-Auktionen in Singapur wurden mehr als 13 Kilogramm dieser Edelsteine in Spitzenqualität erfolgreich an die geladenen Einkäufer versteigert. Erstmals gelangen damit einige Tausend hochwertige Edelsteine, die mit den beiden Provenance Proof Technologie ausgestattet sind, in den internationalen Handel und werden demnächst geschliffen und facettiert. Bald werden Schmuckmarken und Händler diese Edelsteine erwerben können. Dieses bisher unerreichte Mass an Transparenz und Rückverfolgbarkeit eröffnet Einzelhändlern völlig neue Möglichkeiten, die Geschichte und Reise eines Steins ganz individuell zu erzählen. Adrian Banks, Managing Director of Product & Sales bei Gemfields, betont: «Das Interesse der Kunden an der Herkunft der Edelsteine steigt ständig. Sie möchten wissen, wie Edelsteine verantwortlich gefördert werden können, damit sie positive Auswirkungen auf die Länder haben, aus denen sie stammen.» So entsteht in der Edelsteinbranche eine überprüfbare Transparenz auf vollkommen neuem Niveau. Endkunden und alle weiteren Interessengruppen entlang der Wertschöpfungskette können von nun an mit wenigen Klicks im Internet die gesamte Vorgeschichte eines Edelsteins ab der Mine einsehen. Die Verfügbarkeit einer grossen Zahl hochwertiger Edelsteine mit verifizierbarer Herkunft ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer transparenteren Wertschöpfungskette. Schmuckmarken, Gross- und Einzelhändler können jetzt diese Edelsteine gezielt anfragen. Die Webseite www.provenanceproof.io enthält ein Verzeichnis aller Unternehmen, die Provenance Proof Technologien nutzen. Diese digitale Plattform hilft bei der Suche nach rückverfolgbaren Edelsteinen.

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Krügerrand ist heiß begehrt

Anlagemünzen

Die meistverkaufte Anlagemünze der Welt, der südafrikanische Krügerrand, ist als aktueller 2019er Jahrgang in Silber in Deutschland und weltweit bereits an den Handel ausgeliefert worden. Edelmetallhändler wie Degussa Goldhandel, Pro Aurum und Bankhäuser haben die komplette Charge aus 2019 in Erwartung einer anhaltend hohen Nachfrage aufgekauft.

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LVMH kauft Tiffany

Übernahme

Für fast 15 Milliarden Euro hat der französische Luxusgüterkonzern den US-Juwelier Tiffany übernommen.

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Einbruch ins Grüne Gewölbe

Kunstraub

In die gut abgesicherte Schatzkammer Grünes Gewölbe in Dresden sind am frühen Montagmorgen Diebe eingedrungen und haben einmalige Schätze entwendet. Es handelt sich um den größten Kunstraub der deutschen Nachkriegsgeschichte.

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Außerordentliche Mitgliederversammlung

Creditoren-Verein

Aufgrund der überraschenden Trennung von Geschäftsführer Matthias Wolf berief die Gläubigerschutzvereinigung im November eine außerordentliche Mitgliederversammlung ein. Ergebnis: Die Mitglieder stehen weiter zu ihrem Verein, obwohl es unter Wolf scheinbar zu massiven finanziellen Unregelmäßigkeiten kam.

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Gute Noten bei der Ökobilanz für Recycling-Gold

Fachvereinigung Edelmetalle

Die Ergebnisse des NAGold-Projektes im Edelmetall-Kolloquium „Der Klimafußabdruck von Gold“ wurden am 18. November in Pforzheim vorgestellt. Recyclinggold liegt bei der CO2-Belastung um Zehnerpotenzen unter dem von Minengold.

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Kassengesetz führt zu Millionen Kilometern mehr Bons

Einzelhandel

Mit Blick auf das neue Kassengesetz geht der Handelsverband Deutschland (HDE) davon aus, dass sich die Anzahl der auszugebenden Kassenbons ab 2020 Jahr spürbar erhöhen wird.

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Platinschmuck für Indien

Platin

Während es auf der Angebotsseite bei Platin Entspannung angesagt ist, will die Platin Gilde die Nachfrageseite vor allem auf dem indischen Markt stimulieren, wie Heraeus berichtet.

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Seitwärtstrend beim Gold

Goldpreis

Für den Goldpreis war die vergangene Woche weitgehend ereignislos, auch wenn es im Handelskonflikt zwischen den USA und China zu neuen Wendungen kam, so der jüngste Bericht von Heraeus.

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Generation Z tickt anders

Einzelhandel

Das veränderte Verhalten junger Verbraucher könnte die Nachfrage nach Goldschmuck schwächen, warnt der World Gold Council.

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Neues Gesicht bei Bastian

Bastian Inverun

Vertriebsmitarbeiterin Wibke Karius verlässt zum 31.12. Bastian, ihr folgt Britta Smid, wie das Bremer Silberschmuckunternehmen jüngst mitteilte.

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