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Angebot an PGMs aus Südafrika sinkt

PGM-Angebot

Südafrikas PGM-Angebot sinkt kurzfristig, legt aber auf längere Sicht zu, berichtet Heraeus in seinem aktuellen Edelmetall Bulletin. 

Anglo American Platinum hat aufgrund einer kurzfristigen Stilllegung seines Konverters in der Waterval Force Majeure erklärt. Dies wird einen Produktionsrückgang von bis zu 500.000 Unzen (15,6 t) Platin, 300.000 Unzen (9,3 t) Palladium und 70.000 Unzen (2,2 t) Rhodium in diesem Jahr zur Folge haben. Das Minenunternehmen senkte seine Prognose für die 6E-Förderung (Platin, Palladium, Osmium, Rhodium, Ruthenium und Gold) um 20%. Es verbleiben jedoch einige Optionen, um die Auswirkungen zu reduzieren. In Südafrika sind Produktionsschwierigkeiten nicht ungewöhnlich und die Produzenten helfen sich im Falle von Störungen gegenseitig, um die Auswirkungen in Grenzen zu halten. Derzeit schafft ein hoher PGM-Basketpreis in Südafrika Anreize für einen schrittweisen Ausbau der Förderkapazitäten, insbesondere auch durch das Hinauszögern von geplanten Stilllegungen kleinerer Minen. Der Basketpreis für 4E-Metalle (Platin, Palladium, Rhodium und Gold) in südafrikanischem Rand stieg 2019 – begünstigt insbesondere durch hohe Preise für Rhodium und Palladium sowie einen schwächeren Rand – um 49%. Nachdem in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2020 optimierte Förderprozesse und höhere Minenerträge zu steigenden Gewinnen führten, verschob Impala Platinum die geplante Schließung der Schächte 1, 12 und 14 in der Rustenburg-Mine. Der Betrieb dieser kleinen Schächte wird aufrechterhalten, solange der Basketpreis ausreichend hoch ist – bis sich entweder die Marktlage ändert oder die Reserven erschöpft sind. Der Schacht 1 von Impala wird in der noch verbleibenden Lebensdauer von drei Jahren ausgebeutet, nachdem ursprünglich die Schließung im vergangenen Sommer geplant war. Zudem werden auch die Schächte 12 und 14 auf absehbare Zeit weiter betrieben, was während der Betriebsdauer mehr als 10.000 Arbeitsplätze sichert. Ursprünglich sollten die Schächte im April und Juni dieses Jahrs geschlossen werden. Die langsam zunehmende Förderung wird wenig dazu beitragen, die Knappheit von Palladium und Rhodium auf dem Markt zu lindern, stellt jedoch ein Abwärtsrisiko für den Platinpreis dar. Vor dem Hintergrund der Anspannung des Rhodiummarktes wäre allerdings dringend ein Wachstum der Rhodiumproduktion erforderlich. Im bisherigen Jahresverlauf ist der Rhodiumpreis um über 100% gestiegen, weil die Nachfrage der Autoindustrie aufgrund höherer Katalysatorbeladungen angezogen hat. Zwei der größten PGM-Förderer, Anglo American Platinum und Sibanye-Stillwater, hatten zuvor angekündigt die Produktion in 2020 nicht zu steigern, um den Überschuss auf dem Platinmarkt zu senken. Während der hohe Basketpreis zwar kleine Minenschächte profitabel macht, würde eine Ausweitung der Förderkapazitäten für einen noch höheren Platinüberschuss sorgen und somit den Preis noch weiter unter Druck bringen. Aus südafrikanischer Sicht könnten die höheren Preise in den kommenden Jahren zu einem wachsenden Angebot durch andere Minenunternehmen führen. Die Preise für Rhodium und Palladium dürften allerdings fest bleiben, da ein schwaches Angebotswachstum nicht ausreichen wird, um die jeweiligen Marktdefizite auszugleichen. 

www.heraeus.com

 

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