Das Magazin für Schmuck und Uhren

Wirtschaft

Foto: Martin Glauner

„Akzente für die Zukunft setzen“

Ein Großereignis, auf das sich nicht nur die Branche freut.

Gerhard Baral, Gesamtkoordinator des Festivals „Goldstadt 250“ bei der Stadt Pforzheim, erzählt im GZ-Interview vom 2017 anstehenden Jubiläum „250 Jahre Schmuck, Uhren, Design aus Pforzheim“.


GZ: Sie bereiten bereits intensiv das ­kommende Jubiläumsjahr der Goldstadt vor: 2017 jährt sich die Begründung der Schmuck- und Uhrenindustrie in Pforzheim zum 250. Mal. Welche Bedeutung hat das für die Stadt?

Gerhard Baral: Das ist von großer Bedeutung,  nicht nur für die Stadt, sondern auch für die ­Region und die Branche rund um den Globus. Es war die Geburtsstunde der Uhren- und Schmuck-Manufakturgeschichte auf der Welt und weit über die Branche hinaus. Von der Traditionsindustrie ging zudem eine große Bil­dungs­offensive aus, denn hier entstand die erste Berufsschule der Welt. Heute noch kann Pforzheim die komplette Wertschöpfungskette abbilden und ist das Zentrum der Schmuckproduk­tion nördlich der Alpen. Pforzheim ist die Trauringstadt der Welt. Die Bedeutung strahlt bis heute und sicher auch in die Zukunft aus.

Blicken Sie auch auf andere Branchen, die aus der Schmuckindustrie hervor­gegangen sind?

Ohne die Schmuck- und Uhrenindustrie ­wären Entwicklungen anderer Branchen nicht denkbar. Pforzheim war zum Beispiel nach Berlin die erste Stadt, in der die Gas- und Stromversorgung aufgebaut wurde, was den industriellen Aufschwung ermöglicht hat. Zahlreiche Unternehmen haben sich aus der Traditions­industrie heraus entwickelt. Sie ­haben erkannt, dass es hier sehr gut ausge­bildete Personen für die Präzisionsindustrie gibt, haben sich hier angesiedelt und sind in verschiedenen Bereichen, in der Medizin­technik oder in der Metallveredelung, zu Marktführern geworden. Auch innovative ­Designpositionen sind aus der Hochschule um die Welt gegangen. Es bleibt spannend, wohin der Weg als Wirtschafts- und Kreativ­standort geht.

Wie wird das Jubiläum begangen?

Wir haben große Ausstellungsprojekte, Theateraufführungen, Erlebnisprogramme, Kongresse und Fachtagungen. Vom 24. November 2016 bis Ende 2017 planen wir über 200 Aktivitäten – 100 davon stehen bereits auf unserer Homepage, die mit den Angeboten unserer Projektpartner ständig weiterwächst.

In welchem Umfang besteht für Pforz­heimer die Möglichkeit, sich am Jubiläum zu beteiligen?

Es ist sehr wichtig, dass die Bürger ihr Jubi­läum annehmen und auch selbst erleben. Daher nehmen wir Ideen und Projekte aus der Bevölkerung und den Unternehmen in das ­Gesamtprogramm auf. Mit dem Jubiläums­fes­tival „Goldstadt 250“ ab November 2016 wollen wir einen Startpunkt setzen und auf eine Reise einladen, die 2022 in die ORNAMENTA II mündet. Diese soll dann als internationaler Austausch zu den Themen Schmuck, Design, Architektur, Stadtentwicklung und Innova­tionen nachhaltige Akzente auch für die Zukunft setzen.

Text: Iris Wimmer-Olbort

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