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Yana Nesper: „Die Spenden kommen an“

Die Spendeninitiative aus dem Onlineshop von Yana Nesper für Mykolajiw ist ausgelaufen und war ein voller Erfolg. In einem Bericht schildert die Pforzheimer Schmuckdesignerin die bisherigen Maßnahmen und ruft zu weiteren Spenden auf. In einem Interview in der GZ-Juni-Ausgabe schildert Sie ausführlich ihre Aktionen und was sie als gebürtige Ukrainerin derzeit bewegt.

Yana Nesper schreibt: „Ich möchte mich bei allen aus ganzem Herzen bedanken, die mit ihrem Schmuckkauf zur Besserung der Lage in meiner Heimat beigetragen haben. Nun ist es an der Zeit, zu zeigen, was wir mit der Hilfe erreicht haben: Der Großteil aller Spenden wird direkt für die Versorgung der Menschen eingesetzt: für Wasser, Lebensmittel, Babynahrung und Medikamente. Wir kaufen und reparieren auch gebrauchte Autos für die Transporte, sehr viel Geld wird für die Tankfüllungen benötigt. Als die Medikamente in der Stadt knapp wurden, um immer mehr Verletzte zu versorgen, haben wir gemeinsam mit den Pforzheimer Apotheken einen Medikamententransport organisiert.

Gleich zu Beginn haben wir eine Milchküche organisiert. Dort gibt es Milchprodukte und warmes Essen für die Menschen in Mykolajiw zu holen, um sich gemeinsam zu stärken und zu organisieren. Die Küche ist ein wichtiges Standbein im gemeinsamen Widerstand gegen die Russen geworden. In Mykolajiw mangelt es derzeit nicht nur an Trinkwasser. Auch Wasser zum Waschen und Kochen ist durch zerstörte Leitungen völlig ausgefallen. Sofort wurden an vielen Stellen der Stadt Grundwasserbohrungen durchgeführt. Wir haben 10 elektrische Pumpen finanziert. Außerdem hat man uns um Beschaffung von Waschmaschinen gebeten, damit man wenigstens in den Krankenhäusern Wäsche waschen kann. Die Waschmaschinen sind ebenfalls an das Grundwasser angeschlossen.

Viele mussten ihre Haustiere zurücklassen. Wir kaufen und bringen Tierfutter sowie Wasser zu Futterstellen und kümmern uns um verletzte Tiere. Auch den Mykolajiwer Zoo hat die Lage stark getroffen. Die ehemalige “grüne Oase” meiner Kindheit ist unter ständiger Gefahr; die Tiere haben nicht mehr genug Futter. Durch die Spenden für Mykolajiw konnten wir auch hier Nahrung und Medikamente für die Tiere organisieren.

Wie geht es weiter?
Höchste Priorität hat nach wie vor die Grundversorgung der Menschen und Tiere in Mykolajiw. Das Spendenkonto bleibt deshalb nach wie vor offen, der Aufruf zur Spende geht weiter.

Leider ist dieser Krieg kein Sprint, sondern ein Marathon. Die Luft wird und darf uns nicht ausgehen. Ich möchte Sie einladen, gemeinsam denjenigen freiheitsliebenden ukrainischen Familien helfen, deren Verteidiger sich für demokratische Werte und Selbstbestimmung aller Nationen auf europäischem Boden einsetzen!“

Zum Spendenkonto

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