Wirtschaft

Alle News

| Wirtschaft

Begrenztes Potenzial bei Silber, Platin und Palladium

Die Edelmetallprognose von Heraeus für die Industriemetalle Silber, Platin und Palladium für das Jahr 2023 ist eher verhalten.

Bei Silber sollte eine moderat steigende Nachfrage nach Smartphones den Preis stützen. Für 2023 erwarten die Heraeus Experten mehr Verkäufe von 5G-fähigen Geräten – dies dürfte die Silbernachfrage ankurbeln. Zudem sollte die Nachfrage nach Photovoltaik auch 2023 weiter steigen. Dagegen dürfte die Nachfrage nach Silberschmuck im Vergleich zum Vorjahr zurückgehen. Da die Minenproduktion schrittweise zunehmen könnte, ist das Preispotenzial für Silber nach oben begrenzt. Sollte die Fed aber wie erwartet ihre aggressive Zinspolitik ändern, dürfte das den Dollarkurs drücken und den Silberpreis, ähnlich wie bei Gold, unterstützen. Heraeus geht von einer Bandbreite zwischen 17 bis 25 Dollar je Feinunze aus.

Für den industriellen Platinmarkt erwartet Heraeus einen Überschuss. Die Primärförderung wird 2023 voraussichtlich um zehn Prozent steigen. Dagegen dürfte das sekundäre Angebot leicht sinken. Auch die Rückgewinnung von Platin aus verbrauchten Autokatalysatoren sollte zurückgehen, da die Nachfrage nach Gebrauchtwagen als Folge der Chipkrise weiter hoch ist. Langfristig dürfte die Verwendung von Platin in der Wasserstoffwirtschaft allerdings zunehmen, da weitere PEM-Elektrolyseure aufgebaut werden. Die Bandbreite bei Platin liegt laut Heraeus zwischen 800 bis 1.150 Dollar je Feinunze.

Für Palladium zeigen sich die Heraeus Experten skeptisch. Der Markt dürfte im nächsten Jahr einen Überschuss aufweisen. Die Palladiumnachfrage der Automobilindustrie - mit mehr als 80 Prozent der größte Abnehmer - sollte sich kaum verändern, da sich die Effekte ausgleichen. Die Pkw-Produktion erholt sich, Verbrennungsmotoren verlieren jedoch Marktanteile an batteriebetriebene Elektrofahrzeuge. Der immer noch höhere Palladiumpreis im Vergleich zu Platin wird die Substitution von Palladium durch Platin weiter beschleunigen. Die Nachfrage im Elektro-, Chemie- und Dentalsektor wird ebenfalls erneut zurückgehen. Da rund 40 Prozent des Palladium-Angebots aus Russland stammen, könnten mögliche - wenn auch unwahrscheinliche - Sanktionen gegen das Land oder dessen Rohstoffexporteure zu Preisrisiken führen. Heraeus beziffert die Bandbreite auf 1.300 bis 2.250 Dollar je Feinunze.

Anzeige
Anzeige

Zurück

| Wirtschaft

Ausgerechnet im für das Gesamtergebnis wichtigen Weihnachtsgeschäft ging dem deutschen Einzelha ...

Mehr

| Wirtschaft

Preisbereinigt gehen die Umsätze im Einzelhandel um drei Prozent zurück, so die aktuelle Progno ...

Mehr

| Wirtschaft

Weniger Unternehmen planen in den nächsten drei Monaten, ihre Preise zu erhöhen. Das geht aus d ...

Mehr