Das Magazin für Schmuck und Uhren

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Fotos: Bernhard Roth (1), Shutterstock (1)

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Material des Monats

Lack

Wie zufällig entstandene dreidimensionale Zeichnungen sehen die Schmuckstücke von Doris Betz aus. Mal beschreiben sie einen spontanen Zickzack-Kurs, mal winden sie sich um sich selbst. Nach einer langen Werkphase mit dem farbigen Material Fimo begann die Münchenerin 2007, für die Akzentuierung ihrer „räumlichen Puzzle“ mit Silber und Lack zu experimentieren. „Damals entstanden dreidimensionale Broschen, die unbedingt auch farbig sein sollten“, erinnert sie sich und erklärt die Verwendung von Acryllacken: „Die Oberfläche und Kanten sind bei den Arbeiten sehr wichtig, so kam eigentlich nur Lack infrage.“


Was sie an der Arbeitsweise begeistert? Vor allem, dass das Schmuckobjekt durch den Farbauftrag einen neuen Charakter erhält. Zugleich ist es ihr aber wichtig, dass von der typischen Oberflächenstruktur des silbernen Trägermaterials nichts verloren geht: „Die Lackauflagen sind hauchdünn, sodass die Oberflächenstruktur und die Kanten des Schmuckstücks erhalten bleiben. Eine industrielle Lackierung wäre zu dick und würde das Original verändern“, sagt sie.

Je nach gewünschter Wirkung – ob opaker Farbeffekt oder eher transparent – muss das Trägermaterial beispielsweise mit Vorlacken vorbereitet werden. Die Dosierung des Lacks, der mittels einer handelsüblichen Spraydose (mit Atemschutzmaske und idealerweise im Freien) aufgetragen wird, sei der Schlüssel für ein gelungenes Resultat, erklärt Doris Betz. Die an sich einfache Technik hat dennoch ihre Tücken: „Es kommt darauf an, die Lackschicht gerade so dünn aufzutragen, dass sie gut hält und austrocknet.“ Zum Tragen ihrer lackierten Schmuckstücke rät sie: „Bei Schmuck muss man natürlich immer darauf achten, dass er durch das Tragen und die Aufbewahrung keinen Schaden nimmt. Lackierte Stücke sollten beispielsweise keiner permanenten Reibung ausgesetzt sein. Aber die Schmuckträgerinnen haben mittlerweile schon viel Erfahrung und akzeptieren den besonderen Umgang mit modernem Schmuck.“

dorisbetz@freenet.de 

Text: Prisca DeGroat

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