Das Magazin für Schmuck und Uhren

Werkstatt

Material des Monats

Thermoplastische Elastomere (TPE)

Manche Designideen brauchen spezielle Materialien und manch ein Material ermöglicht außergewöhnliche Designideen. Die GZ-Materialserie beleuchtet verschiedenste Werkstoffe für Goldschmiede und Gestalter.


„TPE“ heißt die Zauberformel für Uli Rapp. So kombiniert die Wahl-Amsterdamerin in ihren Schmuckstücken Textilien mit den thermoplastischen Elastomeren, eben kurz TPE. Bereits während ihres Studiums am Sandberg ­Institut hat die Gestalterin mit Siebdruck auf Stoff experimentiert. „Die Drucktechniken haben mich so fasziniert, dass ich etwas entwickeln wollte, das den Druck zum Objekt macht. Schmuck war naheliegend, da er klein ist und man schnell etwas mit kleinen Drucken ausprobieren kann. Die Frage war, wie ich dem bedruckten Stoff einen ‚Körper‘ geben kann, um ihn zum Objekt oder tragbaren Schmuckstück mit eigener Bewegung zu machen.“ 

Zunächst beschichtete die gebürtige Deutsche ihre Arbeiten mit Silikon. „Allerdings“, erklärt sie, „ist Silikon nicht sehr anschmiegsam und in der Verarbeitung unangenehm. Außerdem verformt es sich bei falscher Lagerung.“ Per Zufall stieß Uli Rapp dann auf TPE, einen Kunststoff, der in der medizinischen Industrie Verwendung findet und antiallergen ist. „Seitdem habe ich viel mit der Verarbeitung von transparentem TPE zwischen zwei Stoff­lagen experimentiert und das Resultat sieht sehr gut aus“, zeigt sich die Kreative zufrieden.

Für den Herstellungsprozess verwendet Uli Rapp eine spezielle Textilpresse, bei der es darauf ankommt, Druck und Temperatur richtig einzustellen: „Bei 150 Grad wird TPE flüssig – wenn man nicht aufpasst, durchschmilzt der Kunststoff die textilen Stofflagen und macht das Schmuckstück unbrauchbar. Ich habe lange probiert, bis ich die optimalen Einstel­lungen gefunden habe.“ Besondere Vorsicht müssen Trägerinnen des Schmucks von Uli Rapp übrigens nicht walten lassen. Die Accessoires tragen sich fast wie ein Kleidungsstück – komfortabel und leicht.

Text: Prisca DeGroat

TPE

Die Kette mit drei Charm-Anhängern ist aus Baumwolle und TPE gefertigt und kann mit warmem Wasser und ein wenig Seife sogar gewaschen werden

Unter TPE fasst man Materialien zu­sam­men, die gummiartige Eigenschaften mit denen von Thermoplasten vereinen. Durch Wärmezufuhr lassen sich TPE verformen, sind sogar fließfähig und geeignet für den Spritzguss. Insbesondere in der Medizin werden sie für ein breites Verwendungsspektrum – von Verschlusskappen bis hin zu Schlauchsystemen – eingesetzt. Aber auch Soft-Touch-Griffe für Werkzeuge oder Zahnbürsten, Kabel­ummantelungen oder Spielzeug werden aus thermoplastischen Elastomeren hergestellt.

Der Vorteil der kurzen Wege

Degussa

Die Degussa ist in Deutschland an elf Standorten präsent. Damit kann der Goldhändler auch Juwelieren, Goldschmieden und der Schmuckindustrie vor Ort einen vielfältigen Service rund um das Edelmetall bieten.

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Botschafter für die gute Sache

Faitrade

Man könnte Jan Spille auch als den Marco Polo des fair gehandelten Goldes bezeichnen. Regelmäßig bereist der Hamburger Goldschmied die Länder, in denen sich die Minen und Bergbau-Kooperativen befinden, von denen er sein Gold bezieht. Zuletzt besuchte er die Mongolei.

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Aramith

Das polyesterfreie Phenolharz gilt als erster vollsynthetischer Kunststoff. Entwickelt wurde er Anfang des 20. Jahrhunderts von dem amerikanisch-belgischen Chemiker Leo Hendrik Baekeland, der es unter dem Markennamen „Bakelit“ bekannt machte. Wegen seiner isolierenden Eigenschaften war es vor allem für die damals junge Elektroindustrie ein begehrter Werkstoff. Mit dem Markennamen „Aramith“ spezialisierte sich das belgische Unternehmen Saluc auf die Herstellung von Billardkugeln und ist für rund 80 Prozent der Weltproduktion verantwortlich.

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Material des Monats

Linoleum

1860 entwickelte der Chemiker Frederick Walton den natürlichen Werkstoff, der noch heute vorwiegend als Bodenbelag verwendet wird. Linoleum setzt sich hauptsächlich aus Leinöl, Naturharzen, Kork- oder Holzmehl und Jutegewebe zusammen. Seine vielen positiven Eigen schaften (strapazierfähig, schalldämmend, isolierend, schwer entflammbar, antistatisch, leicht zu reinigen und vielfältig gestaltbar) machen es nach wie vor zu einem begehrten Allroundmaterial.

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Ein kleines Geschäft für große Gefühle

WSB Ladenbau

Im Stuttgarter Einkaufszentrum Milaneo wurde jetzt eine Breuning Trauringlounge eröffnet. Heiratswillige finden hier in entspannter Atmosphäre ihre
Wunschtrau- oder Verlobungsringe. Realisiert wurde das Geschäft von WSB Ladenbau.

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Material des Monats

Lack

Während Lacke ursprünglich für dekorative Zwecke aufgetragen wurden, ist heute längst auch ihre Schutzfunktion bekannt.

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Wissen, was die Branche braucht

C. Hafner

Als Edelmetall- und Technologieunternehmen hat C. Hafner stets die Bedürfnisse der Kunden im Blick. Mit den im Haus entwickelten Innovationen sind Geschäftspartner im Wettbewerb immer gut gerüstet.

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Erfolgstrio

Heimerle + Meule

Die Pforzheimer Scheideanstalt Heimerle + Meule gilt seit über 170 Jahren als Innovator der Branche. Mit drei Neuheiten beweist der Edelmetallspezialist auch in diesem Jahr seinen Erfindungsreichtum.

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Material des Monats

Alutex

Manche Designideen brauchen spezielle Materialien und manch ein Material ermöglicht außergewöhnliche Designideen. Die GZ-Materialserie beleuchtet verschiedenste Werkstoffe für Goldschmiede und Gestalter.

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Der Zukunft einen Schritt voraus

Koos Edelmetalle

Koos Edelmetalle ist immer auf dem neuesten Stand der Technik. Kompetente Mitarbeiter, digitalisierte Abläufe und ein moderner Maschinenpark sorgen für einen hocheffizienten Edelmetallkreislauf.

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