Das Magazin für Schmuck und Uhren

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Fotos: Eric Tschernow (1), Fotolia (1)

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Material des Monats

Linoleum

Eigentlich ist Linoleum als strapazierfähiger Bodenbelag bekannt, Silke Spitzer aber macht sich seine unkomplizierten Eigenschaften für ihre Schmuckideen zunutze: Die Handhabung ihres Schmucks ist denkbar einfach – wie bei den Fußböden reicht die gelegentliche Reinigung mit einem feuchten Tuch völlig aus. Ansonsten muss die Trägerin – laut der Gestalterin – nichts beachten, außer „dass sie ihr Schmuckstück möglichst oft trägt!“.


Für Silke Spitzer ist die Faszination des Linoleums besonders über die Sinne erfahrbar. „Es riecht gut, es fühlt sich gut an und sieht gut aus.“ Ein Zufall führte sie zu dem Material: Als die Wahl-Berlinerin einem befreundeten Architekten beim Verlegen eines Linoleumbodens half, fiel ihr die Wärme und Weichheit des Materials auf. „Da mir das Material so sympathisch war, fragte ich nach und erfuhr, dass es vorwiegend aus Leinöl und Sägespänen hergestellt wird und damit ein ganz natürlicher Werkstoff ist“, erklärt sie. Verfügbar ist das Material in großen Mengen und ansprechenden Farben. Das zeigt sich deutlich in Silke Spitzers Hals- oder Ohrschmuck, bei dem sie Scheibe an Scheibe setzt und so dem Material viel Fläche bietet, um seine Wirkung zu entfalten.

Besondere Werkzeuge benötigt die Goldschmiedin und Designerin zur Verarbeitung des Linoleums nicht. Vielmehr wendet sie die Werkzeuge an, die ohnehin in ihrer Werkstatt in Gebrauch sind. „Ich bearbeite das Material eher wie ein Stück Metall mit meinen Goldschmiedewerkzeugen: Ich säge Formen aus, feile mit einer groben Feile die Kanten oder fräse das Material etwas dünner. Manchmal bohre ich auch. Ich mache das, was mir einfällt und was meine Hände hinbekommen.“ Eine Erweiterung der Linoleum-Thematik ist denkbar. Silke Spritzer: „Man könnte noch mit Linolschnitt und mit Mustern arbeiten, aber dann benötigt man natürlich entsprechend anderes Werkzeug für den Linolschnitt.“

www.silkespitzer.de

Text: Prisca DeGroat

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