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Spitzenpreise für Smaragde übertreffen mittlerweile die eines farblosen Diamanten. Foto: J. Palys/shutterstock

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Farbsteine im Aufwind

Edelsteine

Die Auktionsergebnisse von Farbedelsteinen zeigen, dass es vor allem für rare Varietäten preislich weiter aufwärts geht. Immer mehr Investoren sehen hier auch eine lukrative Anlagealternative. 

Andrew Shirley, Leiter der Luxusgüterforschung bei Knight Frank, kommentierte: „Die interessante Geschichte hier ist, dass farbige Edelsteine den Sammlerschmuckmarkt übertreffen und bereits 2019 einige bedeutende Verkäufe stattgefunden haben."

Bei Bonhams in London Ende April übertrafen die Zuschläge mehrerer farbiger Edelsteinlose die Schätzungen bei weitem. Spitzenreiter war ein Saphirring aus Kaschmir mit 17,43 Karat, der sich früher im Besitz einer europäischen Adelsfamilie befand und 723.063 Britische Pfund (rund 921.532,95 USD) erzielte. Das Los mit dem zweithöchsten Ergebnis war eine mit Diamanten und Saphiren wandelbare Halskette des spanischen Juweliers Grassy. Die Kette stammt aus dem Jahr 1935 und ist mit einem unerhitzten Saphir aus Sri Lanka (34,59 Karat) für 287.562 Britische Pfund (ca. 366.493,46 USD) an den Meistbietenden gegangen. Es wurden außerdem Rekordpreise pro Karat für Rubine erzielt, die Notierungen hätten sich seit 2006 mehr als verdreifacht.

Sean Gilbertson, CEO des Minenbetreibers Gemfields, kommentierte: „Der Trend zu kostbaren farbigen Edelsteinen ist überwältigend. In den letzten zehn Jahren übertrafen die Spitzenpreise für Smaragde und Rubine die eines farblosen Diamanten pro Karat. Es kann nicht lange dauern, bis auch Saphire Diamanten überholen.“ Allerdings würde eine verantwortungsbewusste Beschaffung immer mehr Aufmerksamkeit erhalten und für die Verbraucher wäre wichtig, woher die Edelsteine kommen.

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