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Fotos: Hannes Magerstaedt (1)

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Krise oder Delle ?

Aktuelles aus der Uhrenbranche

Die erfolgsverwöhnte Schweizer Uhrenbranche musste im letzten Jahr kräftig Federn lassen. Die Märkte in Fernost brachen ein und die US-Nachfrage zeigte sich schwach. Sind dies die Vorboten einer Krise? Oder handelt es sich nur um eine Wachstumsdelle? Hier die Einschätzungen der GZ-Redaktion.



Das ist nur eine Delle

„Es ist nur logisch, dass die Uhren­industrie allgemein und die schweizerische im Besonderen durch die Franken-Krise im letzten Jahr ge­beutelt wurde. Dieses Phänomen bezieht sich auch nicht ausschließlich auf die Hersteller von Luxusgütern. Wer hier jetzt eine Existenzkrise heraufbeschwört, liegt falsch – dies ist nicht die erste und auch nicht letzte Krise, mit der die Branche zu kämpfen hat. Ich glaube, dass diese nicht ganz so einfache derzeitige Situation viele Chancen in sich birgt. Wenn die Hersteller jetzt ihre Produkt- und Preispolitik sinnvoll über­denken und anpassen, können sie gestärkt ­daraus hervorgehen. Was der SIHH im Januar bereits zeigte, reflektieren auch die ersten Produktneuheiten und Markenwelten, die wir in ­Basel sehen werden: Sich auf ihre individuellen Stärken besinnend, haben die Hersteller lie­be­volle und durchdachte Produktpflege in zeit­gemäßem Design betrieben und präsentieren einmal mehr Zeitgeist. Damit demonstrieren sie die Wertschätzung der einzigartigen Tradition, für die das Meisterwerk mechanische Uhr seit Jahrhunderten steht. Ein Produkt, das wie kein anderes dem Phänomen Zeit ein attraktives ­Gesicht zu geben vermag.“

Sabine Zwettler,
Ressortleiterin Uhren

Das ist der Beginn einer Krise

Der Investmentguru George Soros warnte jüngst vor der Gefahr einer neuen Weltfinanzkrise. Früher hieß es, wenn die USA husten, bekommt der Rest der Welt die Grippe. Heute ist es ­China, welches die globale Wirtschaft anstecken kann. Die Konjunkturlokomotive der Welt hat jedenfalls ernsthafte Probleme. Im Reich der Mitte wird die Luxusgüterindustrie auf absehbare Zeit wohl kein Land mehr gewinnen können. Aber auch in den westlichen Industrienationen sieht es eher düster aus. Die euro­päischen Banken wanken, ihre Kurse fallen ins Bodenlose. Die Börsen schwächeln, die Griechenland-Krise flammt wieder auf, der Brexit droht, die Flüchtlingsströme entzweien Europa. In den USA ­geraten die Anleihemärkte unter Druck, über die das Fracking finanziert wurde. Denn bei dem derzeitigen Ölpreis lohnt sich das aufwendige Verfahren schon lange nicht mehr. Die Saudis und andere Erdöl fördernde Länder leiden ­ebenfalls unter den einbrechenden Einnahmen. ­Insgesamt sieht alles nach einem ­perfekten Sturm aus, der auch die Schweizer Uhrenindustrie kräftig beuteln wird. Denn die Kapazitäten sind auf Wachstum ausgelegt. Und das einzige Thema mit Wachstumsaussichten, die Smartwatch, hat man fast gänzlich verschlafen.“

Axel Henselder,
Mitglied der Chefredaktion der GZ


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