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Bildschöne Rückseite: Bei der Konstruktion des ersten eigenen Uhrwerks Calibre 1 standen für Chanel ästhetische Belange im Vordergrund

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Frisch ans Werk

Zukunft der Mechanik

Die mechanische Uhr lebt. Auch in diesem Jahr gibt es viele neue Kaliber, mit denen Macher und Marken beweisen, dass sie an die Zukunft der Mechanik glauben. Zumal auch Ausgefallenes geboten wird.


Die Bezeichnung Manufaktur hat in der Uhrenbranche einen beeindruckenden Klang, verdeutlicht eine Marke mit diesem Zusatz doch, dass sie die hohe Kunst der Werkefertigung in allen Facetten beherrscht. Diesen Titel zu erwerben, hat in den vergangenen -Jahren zahlreiche Unternehmen angespornt, Eigenes zu schaffen. Es ist ein Ehrgeiz, der ungebrochen scheint und auch in diesem Jahr wieder in der Präsentation neuer, bemerkenswerter Uhrwerke mündet.

Zum Beispiel die Kreation der Uhren-marke Chanel, die mit ihrem ersten, komplett eigenen Kaliber auftritt und dabei einen ganz individuellen Weg geht. Die bislang eher für ihre charakteristischen Damenuhren bekannte Marke will mit dem neuen „Calibre 1“ die Männer und ihre Handgelenke erobern. Entwickelt wurde das Werk beim Chanel-Tochterunternehmen

Uhrmacherisches Können

G&F Châtelain in La Chaux-de-Fonds. Die Werkarchitektur folgt einem Designkonzept, das sich an kreisförmigen Komponenten und einem komplett schwarzen Auftritt deutlich macht. Seine Premiere feiert das Werk in der Uhr „Monsieur de Chanel“, die mit springender Stunde und retrograder Minute eine un-gewöhnliche Zifferblattansicht bietet. Diese steht allerdings nicht im Vordergrund: In der Werbung wird die Uhr nur von hinten gezeigt, um die Ästhetik der Mechanik in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken.

Ebenfalls um die Darstellung von Kom-petenz und uhrmacherischem Können ging es bei Carl F. Bucherer hinsichtlich der Konstruktion des neuen Kalibers „CFB A2000“. Darüber hinaus soll dieses Werk der Luzerner Marke die Basis für eine komplette Kaliberfamilie -geben und neue Kombinationen von Zusatzfunktionen ermöglichen. Seinen ersten Auftritt hat es in der Uhr „Manero Peripheral“, die beim Blick durch den gläsernen Gehäuse-boden eine Besonderheit offenbart: Die Schwungmasse ist peripher angeordnet und rotiert rund um das Uhrwerk.

Sein Know-how in Sachen eigene Werke und Manufakturkaliber hat Chopard schon vielfach bewiesen. In den letzten 20 Jahren hat das Unternehmen nicht nur die Manufacture Chopard für Werke der Haute Horlogerie aufgebaut, sondern auch das Tochterunter-nehmen Fleurier Ebauches gegründet, in dem nach -industriellen Gesichtspunkten gefertigt wird. Antrieb ist der Wunsch, sich vom Zulieferer ETA unabhängig zu machen. Ein weiterer Schritt auf diesem Weg ist das neue automa-tische Chronographenkaliber „03.05-C“ mit Säulenradkonstruktion, welches in der neuen -„Mille Miglia 2016 XL Race Edition“ von Chopard tickt, eine Gangautonomie von 60 Stunden und das COSC-Chronometer-zertifikat bietet.

Die Unabhängigkeit von der ETA wird durch eine weitere Neuvorstellung gefördert: Die Schweizer Firma Ronda, die in den ver-gangenen Jahrzehnten ausschließlich Quarzwerke hergestellt hat, macht nun wieder in -Mechanik. Das Familienunternehmen hat nach vier Jahren Entwicklungsarbeit das Automatikkaliber R150 präsentiert. Es bietet drei Zeiger sowie Datum, ist 4,4 Millimeter hoch und hat eine Gangautonomie von 40 Stunden. Ab Ende des Jahres soll es ausgeliefert und -innerhalb der nächsten Jahre in großer Stückzahl hergestellt werden.

Stetiger Fortschritt

Auch bei der Swatch Group ruht man nicht und stellt Neues vor, geboten von den Konzernmarken Omega und Glashütte Original. Deren Motivation ist die Erweiterung des jeweiligen Portfolios. Während Omega gleich sechs neue Master-Chronometer-Werke präsentiert, stellte Glashütte Original eine komplett neue Produktlinie vor: die „Senator -Excellence“, in der das neue Manufakturkaliber 36 seinen ersten Auftritt hat. Dank einer -verringerten Zahl der Komponenten wurde der Verschleiß reduziert, während ein ver-größertes Federhaus 100 Stunden Gangautonomie ermöglicht.

Um Fortschritt geht es auch Breitling. Die Marke überarbeitete ihr Chronographenwerk; nun bestehen Komponenten aus Silizium sowie aus der Keramik Bornitrid, weswegen man sowohl auf Schmierung als auch auf Lagersteine verzichten konnte. Weitere Neuerungen wie etwa eine dünnere Feder schenken der neuen Version des Automatikkalibers „Breitling 01“ nun 100 Stunden Gangautonomie. Erleben kann man diese erstmals im limitierten -„Superocean Héritage Chronoworks“ mit 46 Millimeter großem Keramikgehäuse – ein Beleg dafür, dass die jahrhundertealte -Mechanik sich beständig fortentwickelt.

Text: Iris Wimmer-Olbort

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