Das Magazin für Schmuck und Uhren

Uhren

Fotos: Volker Renner (1)

Das jüngste Beispiel der von Citizen vor 40 Jahren vorgestellten Technologie ist die „Eco-Drive One“ mit einem Gehäusedurchmesser von unter drei Millimetern. Die auf 800 Exemplare limitierte Ausgabe erscheint in einem Gehäuse aus Cermet, das an einem Krokodillederband sitzt

| Uhren

Eine Vision in Bestform

Auch in diesem Jahr präsentierte sich Citizen auf der Baselworld ganz im Zeichen des Lichts

und wartete dabei mit einem neuen Rekord auf – der flachsten solarbetriebenen Uhr aller Zeiten. Sie wurde zum 40-jährigen Jubiläum der innovativen „Eco-Drive“-Technologie vorgestellt.


Da war die Vision von einer umwelt- und ressourcenschonenden Energiequelle. Einer innovativen Technologie, die ihre Energie aus künstlichem oder echtem Licht bezieht und gänzlich ohne Batteriewechsel auskommt, um überall auf der Welt und jederzeit unabhängig von einer Stromquelle zu funktionieren. Im Kontext der Energiekrise in den 70er-Jahren ein ehrenwertes und ökologisch bedeutendes Engagement, bildeten doch damals batterie-betriebene Quarzmodelle den Löwenanteil auf dem Uhrenmarkt. Die begrenzte Lebensdauer der Einweg-Batterie, die alle paar Monate gewechselt werden musste, belastete die Umwelt erheblich. Diese Vision beschäftige Citizen –  und tatsächlich schaffte das Unternehmen, das 2018 sein 100-jähriges Bestehen feiern wird, die Revolution: Es präsentierte 1974 eine Uhr, die ausschließlich die Kraft des Lichtes nutzt.

Auf den Prototypen der weltweit ersten lichtbetriebenen analogen Quarzuhr folgte 1976 die Premiere der marktreifen „Crystron Solar Cell“. Hierfür hatten die Ingenieure die damals gängigen Solarzellen, die zu groß und zu fragil für den Uhrenbau waren, weiter-entwickelt und in das Zifferblatt integriert. Somit war erstmals eine umweltschonende Ver-sion der Quarzuhr erhältlich. Für ihren Beitrag zum Umweltschutz hat diese Technologie in Japan und zahlreichen anderen Ländern große Anerkennung gefunden. Im Jahr 1996 etwa wurde eine „Eco-Drive“ als erste Uhr für den „Eco Mark“ nominiert. Diese Auszeichnung wird vom Japanischen Umweltverband (JEA) ver-liehen. 2014 gewann Citizen als erster -Uhrenhersteller den „Eco Mark Award“ der JEA in der Goldkategorie.

Heutzutage gemeinhin als „Eco-Drive“ bekannt, hat Citizen diese Technologie, die aus natürlichen und künstlichen Lichtquellen sogar bei niedriger Strahlkraft Energie zum Antrieb des Uhrwerks generiert, über die Jahre hinweg stetig weiterentwickelt und für noch effizientere Energieerzeugung und -einsparungen gesorgt. Zum Vergleich: Lag die Laufzeit Anfang der 80er-Jahre noch bei 200 Stunden, bietet das Uhrwerk der neuesten Generation zehn Monate bei voller Aufladung. Sobald Sonnen- oder Kunstlicht das transparente Zifferblatt durchdringt, wird es von der hochsensiblen Lichtzelle in Antriebsenergie verwandelt und an das präzise Quarzwerk weitergegeben beziehungsweise in einer leistungsfähigen, wiederaufladbaren Mikrozelle gespeichert. Bereits eine Minute Licht reicht aus, um den „Eco-Drive“-Antrieb zu starten.

Die Vorzüge von „Eco-Drive“

  • Umweltfreundlich dank Lichtenergie
  • Kein Batteriewechsel notwendig
  • Dank der Dunkelgangreserve übersteht die Uhr auch längere Perioden ohne Lichteinfall
  • Energiesparfunktion, die sich automatisch bei schlechten Lichtverhältnissen einschaltet oder wenn die Uhren im Dunkeln aufbewahrt werden
  • Die Ladezustandsfunktion informiert den Träger,
    wenn neue Energie benötigt wird

Flacher als ein ein-Cent-Stück

So ist es nicht weiter verwunderlich, dass -„Eco-Drive“ heute eine der Kerntechnologien des Hauses ist und die Unternehmensphilo-sophie „Better starts now“ unterstreicht. Das 40-jährige Jubiläum honoriert man in diesem Jahr mit einem rekordverdächtigen Modell: Die „Eco-Drive One“ dürfte die weltweit flachste lichtbetriebene analoge Quarzuhr sein. Das Uhrwerk, Cal. 8826, ist gerade mal einen Millimeter hoch und damit 0,7 Millimeter -flacher als ein Ein-Cent-Stück! Es arbeitet in einem extrem schlanken, nur 2,98 Millimeter hohen Gehäuse. Würde man drei davon auf-einanderlegen, wäre noch nicht einmal ein Zentimeter erreicht. Auch das Saphirglas hat nur eine Höhe von 0,15 Millimetern

STATE-OF-THE-ART-MATERIALIEN

Die Herstellung der „Eco-Drive One“ mit einer derart geringen Gehäusestärke erforderte den Einsatz spezieller Materialien, die nicht nur flach, sondern auch stark sind. Materialien, die formbar sind, um eine passende Silhouette zu bilden, welche sich angenehm um das Hand-gelenk schmiegt, aber auch Widerstandsfähigkeit im Alltag beweisen. Um diesem Anspruch -gerecht zu werden, verwendet Citizen für das -Gehäuse des weltweit auf 800 Exemplare limitierten Modells „Eco-Drive One“ (AR5014-04E) und die Lünette der anderen Modelle den hoch-entwickelten Verbundwerkstoff Cermet. Er -besteht aus keramischen Werkstoffen und metallischen Materialien und wird durch Verbrennung einer Mischung aus harten Verbundpartikeln – etwa metallischen Karbiden und Nitriden mit metallischen Bindematerialien –hergestellt. Ein ansprechender optischer Nebeneffekt sind die homogene Oberfläche und der charakteristische Glanz. Die Lünette des limitierten Modells (AR5014-04E) wird aus -einem bindemittelfreien Hartmetall erzeugt, das ebenfalls stark ist und resistent gegen -Korrosion und Oxidation. Alle vier Neuheiten, die voraussichtlich ab Herbst pünktlich zum Weihnachtsgeschäft in den Handel kommen, werden vom „Eco-Drive“-Kaliber Cal. 8826 mit einer Genauigkeit von +/- 15 Sekunden im Monat sowie einer Gangreserve von zehn -Mo-naten angetrieben. Während die limitierte -Variante an einem Krokodillederband sitzt, warten die unlimitierten mit einem mehr-gliedrigen Metallband auf.

Text: Sabine Zwettler

| Uhren

Zeit aus dem Museum

MoMA

Swatch bringt Kunst aus dem MoMA ans Handgelenk: Inspiriert von Werken aus dem weltbekannten New Yorker Museum präsentiert die Uhrenmarke eine Sonderedition mit sechs Uhren. Deren Motive stammen von Künstlern wie Vincent van Gogh, Gustav Klimt und Piet Mondrian.

 

Mehr >>

| Uhren

Chronext gewinnt Top-Manager dazu

Online-Plattform

Die Online-Plattform für Luxusuhren macht mit zwei hochkarätigen Personalien auf sich aufmerksam: Ex-eBay Topmanager Jacob Fonnesbech Aqraou wird Chairman of the Board bei Chronext. Zudem verstärkt Ex-LVMH und Richemont Executive Hamdi Chatti den Vorstand.

Mehr >>

| Uhren

Patek Philippe stellt Nautilus in Stahl ein

Nautilus

Mit ihrem Design, ihrem Material und ihrer Sportlichkeit war die Nautilus in den 1970er Jahren ein Novum in der Geschichte von Patek Philipe. Dann wurde sie zur begehrtesten Uhr der Genfer Manufaktur, die nun entschied: Die Nautilus in Stahl wird eingestellt. Ein Paukenschlag – für die Marke nach eigenen Aussagen aber ein logischer Schritt.

Mehr >>

| Uhren

Partnerschaft: TAG Heuer und Porsche arbeiten zusammen

Partnerschaft

TAG Heuer und Porsche wollen künftig eng zusammenarbeiten – immerhin eint sie ihre Geschichte im Motorsport. Zum Auftakt der „umfassenden Partnerschaft“ gibt es einen neuen Chronographen, der mit beiden Namen signiert ist.

Mehr >>

| Uhren

Guido Terreni wird CEO bei Parmigiani

Parmigiani

Der Verwaltungsrat von Parmigiani Fleurier SA hat die Ernennung von Guido Terreni zum CEO bekannt gegeben. Er löst damit Davide Traxler ab, der sich nach zweieinhalb Jahren an der Spitze des Unternehmens entschlossen hat, neue berufliche Möglichkeiten außerhalb des Konzerns wahrzunehmen.

Mehr >>

| Uhren

Glashütte Original gratuliert Boris Herrmann

Glashütte Original

In 80 Tagen um die Welt – nicht nur für Segler gilt die Non-Stop-Regatta „Vendée Globe“ als ultimatives Abenteuer. Boris Herrmann brachte es mit seinem fünften Platz erfolgreich zu Ende. Nun gratuliert Glashütte Original, offizieller Partner des Sportlers.

Mehr >>

Zurück