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Uhren

Uhrmacher Gerd-Rüdiger Lang, ehemaliger Inhaber von Chronoswiss, baut nun die Schweizer Uhrenmarke Doxa in Deutschland auf

„Eine starke Geschichte“

Neustart

Ein populärer Rückkehrer unternimmt einen Neustart mit einer historischen Uhrenmarke: Gerd-Rüdiger Lang, Gründer von Chronoswiss, vertritt künftig die Schweizer Marke Doxa in Deutschland. Warum, das erzählt er im GZ-Interview.


GZ: Sie haben vor vier Jahren Ihre Marke Chronoswiss verkauft und kommen nun mit Doxa in die Uhrenbranche zurück. Was macht die Marke für Sie so ansprechend?

Gerd-Rüdiger Lang: Als ich vor einiger Zeit der Familie Jenny, Inhaber der Marke Doxa und bereits seit drei Generationen in der Uhrenbranche tätig, begegnet bin, habe ich die Kollektion dieser Marke neu entdeckt. Ihre Historie kenne ich schon lange, habe sogar einige Doxa-Uhren in meiner Sammlung. Nun aber war ich sehr angetan von dem, was Doxa heute macht, und bin der Meinung, dass diese Kollektion für deutsche Uhrenkunden interessant ist. Mit meiner Erfahrung traue ich mir zu, die Kollektion von Doxa in den Markt einzuführen und habe deshalb offiziell die Vertretung für Deutschland übernommen. Wir wollen nun den Uhren-Fachhandel ansprechen – es gibt bereits einen Außendienstmitarbeiter, der Juwelieren die Marke präsentiert.

Was sind die Besonderheiten der Marke und der Kollektion?

Doxa ist 127 Jahre alt und hat eine starke Geschichte. In dieser Historie gab es immer wieder technisch und gestalterisch besondere Uhren und große Namen. So trug etwa der deutsche Flieger Freiherr Manfred Albrecht von Richthofen, der „Rote Baron“, eine Fliegeruhr von Doxa. Und nach dem Gewinn der Fußballweltmeisterschaft erhielten die deutschen Spieler 1954 eine goldene Doxa überreicht. Eine weitere Legende ist die Taucheruhr „SUB“, die 1967 auf den Markt kam und mit ihrem orangen Zifferblatt bekannt wurde. An diese frühere Bekanntheit wollen wir jetzt anknüpfen, denn ich sehe in Deutschland eine Nische für die handwerklich guten Uhren von Doxa, die zu einem moderaten Preis angeboten werden.

Wie sieht die Kollektion heute aus?

Hier in Deutschland bieten wir natürlich Varianten der „SUB“, die im Verkauf einen Einstiegspreis ab 2780 Euro haben. Daneben steht eine sportliche, komfortable Kollektion ab 600 Euro, zu der ebenfalls Taucheruhren gehören. Eine weitere Linie umfasst Automatikmodelle in schlichtem, flachem Design für Preise zwischen 600 und 1500 Euro. Sämtliche Uhren sind Swiss made und mit mechanischen Schweizer Werken – überwiegend von ETA – ausgestattet. Außerdem gibt es die Linie „Premium“, die Einzelstücke mit historischen Uhrwerken für Sammler umfasst. Und schließlich bieten wir einige wenige Quarzuhren, die ab 300 Euro erhältlich sind.

Was kann der Fachhandel nun von Ihnen erwarten?

Wir möchten gerne vorwiegend mit inhabergeführten Geschäften zusammenarbeiten, die sich für die Marke einsetzen. Das Gleiche wollen wir im partnerschaftlichen Verhältnis auch tun. Wir sind immer für die Kunden da und Fragen werden umgehend korrekt beantwortet. Wir legen auch Wert darauf, schnell liefern zu können. Ich habe mich immer persönlich eingesetzt und werde dies für meine Kunden auch weiterhin tun. Bei Doxa will ich mich künftig auch im Design einbringen und mithelfen, dass die Marke neben der „SUB“ noch ein weiteres Gesicht bekommt.

Text: Iris Wimmer-Olbort

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