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Schweizer Gemmologen gelingt DNA-Identifizierung von Koralle

Studie

Eine bahnbrechende Studie mit dem Titel „DNA-Fingerabdruck: ein wirksames Instrument zur taxonomischen Identifizierung von Edelkorallen in Schmuck“, verfasst von Forschern des Schweizerischen Gemmologischen Instituts SSEF und des Instituts für Forensische Medizin der Universität Zürich (IRM) wurde kürzlich in der führenden Fachzeitschrift Scientific Reports (Nature Group) veröffentlicht. Das SSEF bietet nun die Identifizierung der Herkunft wertvollen Korallenschmucks an.

Es ist die erste große wissenschaftliche Studie, die eine Methodik beschreibt, bei der winzige Mengen an DNA verwendet werden, die aus Edelkorallen aus Schmuckstücken gewonnen wurden, um ihre Arten zu identifizieren. Dies ist von entscheidender Bedeutung, da eine Reihe von Edelkorallenarten im Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten aufgeführt sind (CITES) Anhang III. Sie müssen daher korrekt identifiziert und deklariert werden, um sie legal zu handeln. Die Möglichkeit, wertvolle Korallen bis zu ihrer artenbezogenen und geografischen Herkunft zurückzuverfolgen, kann für mehr Transparenz sorgen und wichtige wissenschaftliche Informationen für die Dokumentation moderner und historischer Gegenstände liefern. Die im Artikel beschriebene DNA-Fingerabdrucktechnologie stellt eine bahnbrechende Methode zur Bewertung der Artenidentität von im Handel vorkommenden kostbaren Korallen dar. Wichtig ist, dass die hier beschriebene Technik quasi zerstörungsfrei ist und erheblich weniger Probenmaterial als andere Methoden erfordert, wobei testbare DNA aus nur 2,3 Milligramm (0,0115 Karat) Material gewonnen wird. „Wir sind stolz darauf, diesen neuen Service dem Korallenhandel anbieten zu können und zu einer besseren Rückverfolgbarkeit in der Schmuckindustrie beizutragen", sagte Dr. Michael S. Krzemnicki, Direktor von SSEF. „Dieser Service baut auf unserer bahnbrechenden Erforschung der Genetik auf Identifizierung von Perlen und Entwicklung neuer Methoden zur Verbesserung der Rückverfolgbarkeit von organischen Edelsteinmaterialien im Handel. “Dr. Adelgunde Kratzer vom Institut für Forensische Medizin der Universität Zürich erklärte: „Wir freuen uns, dass diese Forschungszusammenarbeit zu dieser gemeinsamen Veröffentlichung und diesem gemeinsamen Service geführt hat. Wir hoffen, dass unsere DNA-Analyse von Korallen zur Erhaltung der Korallenressourcen beitragen kann.“

 

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