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Galaktisch gutes Design

Lapponia

In den vergangenen 50 Jahren hat Björn Weckström mehr als 1500 Schmuckstücke für Lapponia kreiert. Ein bedeutender Schub für seine Karriere war die Zusammenarbeit mit George Lucas bei „Star Wars“.

Bereits in den 70er-Jahren machte sich Björn Weckström durch sein kompromisslos-kühnes Schmuckdesign einen Namen. Persönlichkeiten wie etwa Yoko Ono zählten zu den Fans: Sie bekam den „Petrified Lake“-Ring einst von John Lennon geschenkt. Es war Weckströms Mut, für das Schmuckdesign auch untypische Materialien zu kombinieren. So brachte ihn seine Faszination für das Neue und Unbekannte unter anderem dazu, Acryl mit Sterlingsilber zu mixen. Das Ergebnis zeigte sich in der „Space Silver“-Kollektion – die übrigens eine unerwartete Werbung erhielt, als der US-Regisseur George Lucas beschloss, Weckströms Entwürfe in seinem „Star Wars“-Film zu verwenden.

Zunächst erhielt Björn Weckström von George Lucas den Auftrag, spacigen Schmuck für einen neuen Film zu schaffen. Allerdings wurden ihm weder der Titel noch der genaue Inhalt des Films mitgeteilt. Er wusste lediglich, dass es sich um einen Weltraumfilm handeln würde. Das klang interessant und er nahm den Auftrag an. Doch statt der eigentlich versprochenen sechs Wochen hatte er plötzlich nur noch eine Woche Zeit, um neue Designs zu liefern. Das war zu kurzfristig. Deswegen griff Lucas’ Produktionsteam auf bereits vorhandene Schmuckstücke von Weckström zurück, die es bei einem Londoner Juwelier erwarb.

„Space Silver“-Kollektion erobert die Leinwand

Als der Film in Finnland am 16. Dezember 1977 uraufgeführt wurde, war ein Freund von Björn Weckström bei der Premiere und erkannte sofort den Schmuck in der Schlussszene. Die Schmuckstücke „Planetoid Valleys“ und „Darina’s“ Armband wurden von Carrie Fisher in ihrer Rolle als Prinzessin Leia getragen, als sie die Medaillen für einen erfolgreichen Kampf an Luke Skywalker (gespielt von Mark Hamill) und Han Solo (Harrison Ford) verlieh. Weckström ließ es sich nicht nehmen, den Film selber anzuschauen. Sein eigenes Schmuckstück auf einer großen Leinwand in einem internationalen Film zu sehen, war ein Erlebnis. Bei der Gestaltung der „Space Silver“-Kollektion im Jahr 1969 hatte sich Björn Weckström wohl nicht vorstellen können, dass die Stücke mal Teil eines Kults werden würden.

Übrigens: Björn Weckström arbeitete später an den ursprünglichen Designs für den Film weiter. Das Resultat war die „Poema“-Halskette, die in limitierter Auflage in den 90er-Jahren auf den Markt kam. „Planetoid Valleys“ und „Darina’s“ Armband sind heute noch Bestandteil der Lapponia-Kollektion.

Text: Axel Henselder

www.lapponia.fi

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