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Nachruf auf William George Shuster

(c) Heike Wahnbaeck

In eigener Sache: Danke, Bill

Der Untitled Verlag trauert um William George Shuster, der am vergangenen Mittwoch im Alter von 71 Jahren überraschend an den Folgen seiner Diabetes-Erkrankung in seiner Heimatstadt Hatboro, Pennsylvania, verstorben ist. William, oder Bill, wie er von seinen Freunden und Kollegen genannt wurde, hat den Verlag in den letzten zehn Jahren bei verschiedenen Projekten tatkräftig unterstützt, unter anderem bei der Messezeitung Baselworld Daily News. 

Vor Ort berichtete er seriös, präzise und mit eleganter Feder über die aktuellen Geschehnisse der Weltmesse für Uhren und Schmuck. Als versierter Kenner der Branche und Reporter der ersten Stunde hat er alle einschneidenden Ereignisse der letzten vier Jahrzehnte begleitet und kommentiert – von der Quarzkrise über die Renaissance der Mechanik bis hin zur Vorstellung der Smartwatch. Dabei war ihm kein Thema zu schade, keine Marke zu unbedeutend. 

Bill blieb an Themen dran, immer das große Ganze und den Termin im Auge. Mit halben Sachen hielt er sich nicht auf. Im Laufschritt eilte er durch die Messehallen, zurück zum Newsroom, immer eine Story im Kopf, die er so schnell wie möglich an die Leser bringen wollte. Was er anpackte, machte er mit ganzem Herzen, beflissen und engagiert. Dabei behielt er stets einen kühlen Kopf und stellte die Sache und nicht sich selbst in den Mittelpunkt. 

Allüren und Selbstdarstellung waren ihm ebenso verhasst wie Lippenbekenntnisse und Sensationsjournalismus, denn neben seiner Herzlichkeit, Weltoffenheit, Hilfsbereitschaft und seinem feinsinnigen Humor war einer seiner herausragendsten Charakterzüge die Bescheidenheit. Neue Redaktionsmitglieder empfing er mit offenen Armen, die Leistungen anderer erkannte er neidlos an. Bill war ein echter Teamplayer, stets bereit, die anderen zu unterstützen und zu fördern, wo er nur konnte. Einer, der sich die Zeit nahm, einer, der zuhörte. 

Neben dem Schreiben und der Fotografie war das Reisen seine große Leidenschaft. Besonders liebte er die Schweiz und Deutschland, denn hier liegen die Wurzeln seiner Familie. Die Mutter, vor siebzig Jahren von einem schwäbischen Dorf in die USA ausgewandert, hat in der Familie stets die Kultur ihrer Heimat hochgehalten. Poster mit Fachwerkhäusern, Kirchen und idyllischen Marktplätzen zierten die Wände seines Büros. 

Bill verstand es auch, mit großer Freude, den einen oder anderen Satz auf Deutsch zu parlieren. Für Lebkuchen, die er bei Aldi in den USA kaufte, konnte er sich ebenso begeistern wie für den Barfüsserplatz in Basel, das europäische Schienensystem und die Literatur der “Dichter und Denker”. 

Die Uhren- und Schmuckbranche verliert einen kompetenten Journalisten, der mit jeder Faser für die Berichterstattung lebte. Untitled verliert einen lieben Kollegen, engagiert, geistreich, vielfach talentiert und manchmal eigenwillig, aber stets feinfühlig, verständnisvoll und hilfsbereit. Wir werden Dich nicht vergessen, Bill. Oder wie Albert Schweizer sagte: „Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinausgibt, geht nicht verloren.”

Sabine Zwettler

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