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Milliardenverluste durch gefälschten Schmuck

Die Herstellung gefälschter Schmuckwaren, Uhren, Taschen und Koffer kostet Unternehmen in der EU jährlich 3,5 Mrd. Euro an Einnahmen, wie aus zwei neuen Berichten des Harmonisierungsamts für den Binnenmarkt (HABM), der größten Agentur für geistiges Eigentum der EU, hervorgeht.

Die Verluste aufgrund von Fälschungen belaufen sich auf 13,5 Prozent aller verkauften Schmuckwaren und Uhren und 12,7 Prozent aller verkauften Taschen und Koffer in der EU. Durch diese Verkaufseinbußen gehen in den beiden Branchen unmittelbar 27.000 Arbeitsplätze verloren, da legal operierende Hersteller weniger Menschen beschäftigen, als dies ohne Fälschungen der Fall wäre. Ferner belaufen sich die jährlichen Verluste staatlicher Einnahmen infolge von Produktfälschungen in diesen Branchen, welche sich in ausgebliebenen Einkommensteuern, Sozialabgaben, Unternehmenssteuern und Mehrwertsteuern äußern, EU-weit auf schätzungsweise 1,1 Mrd. Euro. Der Präsident des HABM, António Campinos, erklärte dazu: „Die Schmuck- und Uhrenherstellerbranche und die Taschen- und Kofferherstellerbranche in der EU bestehen zum weitaus größten Teil aus Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten. So liegt die durchschnittliche Belegschaftsgröße pro Betrieb in der Schmuck- und Uhrenherstellerbranche bei gerade einmal drei Personen. Solche Unternehmen sind durch die wirtschaftlichen Auswirkungen von Fälschungen besonders gefährdet. Der deutschen Schmuck- und Uhrenherstellerbranche – Jahresumsatzvolumen: ca. 1,7 Mrd. Euro – gehen aufgrund von Produktfälschungen auf dem deutschen Markt pro Jahr Einnahmen in Höhe von 247 Mio. Euro verloren.

https://oami.europa.eu/

Deutschland ist der größte Produzent von Armbanduhren in der EU. Zusammen genommen entfallen auf Italien, Frankreich, Deutschland und Spanien rund zwei Drittel der Gesamtumsatzeinbußen in der Schmuck- und Uhrenherstellerbranche in der EU-28. Der aktuelle Bericht ist der sechste einer vom HABM über die Europäische Beobachtungsstelle für Verletzungen von Rechten des geistigen Eigentums herausgegebenen Studienreihe zu den wirtschaftlichen Auswirkungen von Fälschungen in verschiedenen Wirtschaftszweigen in der EU. Das HABM ist die größte Agentur für geistiges Eigentum der EU und mit der Eintragung von Gemeinschaftsmarken und Geschmacksmustern betraut. Im Jahr 2012 wurde dem Amt die Zuständigkeit für die Europäische Beobachtungsstelle für Verletzungen von Rechten des geistigen Eigentums übertragen, deren Aufgabe es ist, den Schutz und die Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums zu fördern. Am 23. März 2016 wird das HABM infolge der Veröffentlichung der Verordnung (EU) Nr. 2015/2424 des Europäischen Parlaments und des Rates in Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) umbenannt. Weitere Einzelheiten zur Namensänderung können von der Website des Amtes abgerufen werden.

 

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