Das Magazin für Schmuck und Uhren

News

Gold weiter unter Druck

Das Bruttoinlandsprodukt der USA ist im zweiten Quartal 2018 um 4,1% gestiegen. Die Beschleunigung des Wachstums sorgt für einen festen Dollar, der seit Januar um 7% gegenüber dem Euro zulegen könnten. Während das Wachstum im Euro-Raum schwach bleibt und die EZB bislang keine Anstalten macht, die geldpolitischen Zügel weiter zu straffen, will die US-amerikanische Notenbank FED noch in diesem Jahr weiter an der Zinsschraube drehen. Zwischenzeitlich haben daher große Spekulanten ihre Nettolongposition beim Gold um fast 1 Mio. Unzen (31t) auf unter 5 Mio. Unzen (155t) reduziert. Dies ist die kleinste spekulative Nettolongposition seit Januar die Edelmetallanalysten von Heraeus vermuten, dass die negativen Makro-Faktoren größtenteils bereits eingepreist sind und damit wieder Potential für eine Preiserholung gegeben ist. Die physische Goldnachfrage befindet sich jedoch auf dem tiefsten Stand seit fast einer Dekade. Laut dem World Gold Councils (WGC) lag die Nachfrage im ersten Halbjahr 2018 bei ungefähr 1.960 Tonnen, dem niedrigstem Niveau seit 2009. Während die gesunkene Nachfrage in Teilen dem seit 2009 um 30% gestiegenen Dollar-Preis zugeschrieben werden muss, merkt der WGC an, dass die ETF Zuflüsse – die in der Regel dem Preis folgen – ebenfalls schwach ausgefallen sind. Die ETF-Zuflüsse im ersten Halbjahr 2018 waren die geringsten seit 2015, als der Preis fast 10% tiefer lag als im ersten Halbjahr 2018. In Indien, dem größten Markt für Goldschmuck, waren die Goldimporte des im März zu Ende gegangenen Finanzjahrs um bemerkenswerte 22% gestiegen. Dafür verantwortlich waren jedoch besondere Umstände, insbesondere Probleme mit der neuen Güter- und Dienstleistungssteuer, die die Nachfrage kleiner Schmuckhändler im vorangegangenen Finanzjahr reduziert hatte. Im zweiten Quartal lag Schätzungen des WGCs zufolge die indische Schmucknachfrage 8% tiefer als im Vorjahr, da der Preis in Rupien gestiegen ist. Silber steht unter technischem und geopolitischem Druck. Der Silberpreis ist am 17. Juli unter seine zuvor starke Unterstützungslinie bei 15,60 $/oz gefallen. Diese Unterstützung ist nun zum Widerstand geworden, der – wenn er nicht bald überwunden wird – zu Charttechnischen Verkäufen bis zu 15 $/oz führen würde. Die Überlegungen Washingtons, Zölle in Höhe von 25% auf chinesische Güter mit einem Gegenwert von 200 Mrd. USD zu erheben, kann sich dramatisch auf den Silberkurs auswirken, da dies die Nachfrage der Elektroindustrie nach dem weißen Edelmetall deutlich abschwächen würde. Noch hat die Gold-Silber Ratio ihren Wert von März, als die Strafzölle erstmals angekündigt wurden, nicht erreicht. Impala Platinum (Implats) hat seine Produktionsschätzung für 2021 um 230.000 Unzen (7t) gesenkt, was dabei helfen wird, den Markt auszugleichen und den Platinpreis zu unterstützen. Implats hat die Schließung der Hälfte der 12 Minenschächte in Rustenburg bis 2021 angekündigt, um Kosten zu senken. Dies wird zu einer Reduktion der Platinproduktion führen: von 656.000 Unzen in 2017 (Finanzjahr) auf 520.000 in 2021 (Finanzjahr), wo zuvor für 2021 noch 750.000 Unzen erwartet worden waren. Aufgrund des niedrigen Platinpreises und des Überangebots im Markt wurden die Produktionskürzungen notwendig.

www.heraeus.com

Zurück

Inhorgenta stärkt Uhrenhalle

Die Neukonzeption der Inhorgenta Munich trägt nun auch erste Früchte in der Uhrenhalle. Der langjährige Aussteller Bruno Söhnle kehrt 2019 nach einem Jahr Pause als Aussteller zurück.

Mehr >>

Tiffany wird umgebaut

Tiffany & Co. gibt seinem Flaggschiff in New York City einen neuen Look. Die Umbaumaßnahmen der Ikone beginnen im nächsten Frühjahr und werden bis zum vierten Quartal 2021 andauern.

Mehr >>

Neuer Ausbildungsjahrgang an Uhrmacherschule „Alfred Helwig“

Am 8. August 2018 haben 15 neue Lehrlinge ihre Ausbildung an der Glashütte Original Uhrmacherschule „Alfred Helwig“ aufgenommen.

Mehr >>

Die beliebtesten Einkaufstraßen Deutschlands

Die Top 25 der beliebtesten Einkaufsstraßen Deutschlands im Jahr 2018 stehen nach einer Erhebung der Passantenfrequenz durch den Spezialisten für Gewerbeimmobilien Jones Lang LaSalle fest. Platz 1 nimmt die Frankfurter Zeil ein.

Mehr >>

Nur ein echter Diamant im Melee-Paket

In einem Paket mit mehr als 1000 nicht identifizierter Steine hat das Gemological Institute of America (GIA) in New York kürzlich nur einen einzigen echten Diamanten gefunden. Der Rest waren Laborgewächse.

Mehr >>

Investoren bleiben Gold gegenüber ambivalent

Mit Aktien und Bonds lassen sich aktuell höhere Renditen erwirtschaften. Das bevorzugte „risk-off“-Anlageprodukt waren US-Staatsanleihen. Gold verliert hingegen an Bedeutung.

Mehr >>

Bijorhca zeigt die Trends

Die Bijorhca Paris öffnet vom 7. bis 10. September ihre Tore. Die Schmuckmesse präsentiert mehr als 350 Marken mit den neuesten Trends. Erwartet werden mehr als 12.000 Besucher aus 85 Ländern.

Mehr >>

Nordstil geht in die Verlängerung

Nach drei Tagen mit Lifestyle- und Trendprodukten von 800 Ausstellern, Events, Workshops, Live-Präsentationen und vieles mehr endete am 13. August die Nordstil.

Mehr >>

Wenn der Insolvenzverwalter schwächelt

Insolvenz – ein Begriff, der wohl bei so manchem Unternehmer Unbehagen auslöst. Nicht nur, weil man sich wünscht, niemals selbst betroffen zu sein.

Mehr >>

Pandora baut Arbeitsplätze ab

Die dänische Silberschmuckfirma will fast 400 Arbeitsplätze abbauen. Mit ein Grund sind die schlechten Zahlen für das zweite Quartal insbesondere in Nordamerika.

Mehr >>