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„Wenn Marken sich gut präsentieren, profitieren auch die Händler“

Gemworld Munich

Die Schmuck- und Edelsteinmesse Gemworld Munich stellt sich den Herausforderungen der Zukunft und führt 2018 erstmals das „Showcase“-Konzept ein. Christoph Keilmann, Geschäftsführer der Munich Show, erklärt im GZ-Interview, was sich dahinter verbirgt.

GZ: Die Branche ist im Umbruch. Wie kann die Gemworld den Bedürfnissen der Marktteilnehmer in diesem schwierigen Umfeld weiterhin gerecht werden?

Christoph Keilmann: Die Gemworld Munich hat sich zu einer der wichtigsten Branchenveranstaltungen in Europa und einer essenziellen Handelsplattform im Herbst entwickelt, auf die sich viele Marktteilnehmer verlassen. In Zeiten großer Unsicherheit möchten wir auch in Zukunft ein positives Umfeld schaffen und mit Innovationen den Optimismus der Branche stärken. Unser Ziel ist es, für jedes Bedürfnis den passenden Rahmen zu bieten. 2016 haben wir zusätzlich zum „offenen“ Bereich, der Privatbesuchern zugänglich ist, mit der Gemworld Professional einen abgetrennten Bereich geschaffen, in dem sich Fachhändler exklusiv mit ihren Lieferanten und Partnern austauschen können. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass wir noch einen Schritt weiter gehen müssen.

Wie sieht dieser Schritt aus?

2018 führen wir das „Showcase“-Konzept ein. Die Aussteller können sich im „Professional“- Bereich ihren Fachhandelskunden widmen und haben zum offenen Bereich hin ein zusätzliches Schaufenster, in dem sie den Endkunden ihre Sortimente präsentieren. Durch die immer größere Markttransparenz ist für viele Hersteller der Markenaufbau zunehmend wichtig. Der Handel kann diese Markenkommunikation aber nicht mehr leisten. Unsere Messe bietet den klassischen Juweliersmarken die Gelegenheit, sich optimal zu präsentieren und so in das wichtige Weihnachtsgeschäft zu starten.

Folgen Sie damit dem Trend, dass sich Messen zunehmend Privatbesuchern öffnen?

Im Gegenteil. Die Munich Show ist traditionell eine Messe für den Fachhandel und das private Publikum. Diesen Vorteil der breiten Aufmerksamkeit bei Endkunden möchten wir für die Markenkommunikation nutzen und dabei dennoch den Handel durch Angebote wie die Gemworld Professional und das „Showcase“-Konzept unterstützen. Wenn die Marken sich gegenüber den Endkunden gut präsentieren, profitieren letztendlich auch die Händler.

Text Swantje Friedrich

www.munichshow.com

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