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Festakt im Obergeschoss des neu erbauten Logistikzentrums von Agosi

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Neues aus Tradition

Das Pforzheimer Edelmetallunternehmen Agosi feierte am 3. Juni sein 125-jähriges Bestehen.

Kundenorientierung war und ist dabei der Schlüssel zum Erfolg.


Die elf Gründerväter waren von der Bedeutung des Faktors Kundenorientierung für den nachhaltigen Geschäftserfolg überzeugt, als sie im Jahr 1891 „ihre eigene“ Scheideanstalt als Aktiengesellschaft gründeten. Und  sie sollten recht behalten. „Damit waren von Anfang an Kunden die eigentlichen Eigen-tümer von Agosi“, erklärt Dietmar Becker, Vorstand der Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt. „Die Aktienpakete der Gründer, allesamt Pforzheimer Schmuckfabrikanten, waren das Startkapital von Agosi als selbstständigem Aufarbeiter von edelmetallhaltigen Resten aus der Schmuckherstellung.“ Und Thomas Weiß, Leiter Vertrieb & Edelmetall-Services bei Agosi, ergänzt: „Lösungsorientierung ist ein weiteres Stichwort für den Unternehmenserfolg, der die Firmengeschichte auszeichnet. Wir sind mit der Schmuckfabrikation auch heute eng verbunden.“

Stärkung der Kunden

Die Agosi ist mittlerweile in vielen anderen Hightech-Branchen zu Hause. Dietmar Becker sieht darin ein solides Fundament, neue Geschäftsfelder anzugehen. „Dabei verlieren wir unsere Herkunft, die Verwurzelung in der Schmuckherstellung, selbstverständlich nicht aus dem Blick“, ergänzt Rudolf König, Vertriebsleiter für das Werkstattgeschäft bei Agosi. „Mit Agosi Manufaktur stärken wir genau dieses wichtige Kundensegment: ein bedarfs-orientiertes Angebot für den Goldschmied. Hier ist uns der persönliche Kontakt besonders wichtig, oft ist der Goldschmied ja ‚Einzelkämpfer‘ in seinem Atelier. Mit vielen unserer Kunden haben wir über die Jahre eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aufgebaut – Vertrauen ist die Basis von allem.“

(IHK-Präsident Burkhard Thost (l.) überreicht Agosi-Vorstand Dietmar Becker die Ehrenplakette der IHK Nordschwarzwald)

Dabei spielt der Edelmetallkreislauf eine entscheidende Rolle. Die Aufarbeitungsprozesse unterstützen kosteneffizientes Arbeiten, vermeiden die Verschwendung von Ressourcen und versorgen die Kunden mit Rohstoffen. „Jedes Gramm Feinmetall, das wir aus Reststoffen extrahieren und wieder in den Produktionskreislauf zurückführen können, bedeutet für die Umwelt ein Aufatmen, weil nicht Tonnen von Gestein bewegt werden müssen. Das gibt uns ein gutes Gefühl – und unseren Kunden ebenso“, betont Rudolf König.

Agosi ist Mitglied des Responsible Jewellery Council, London, und LBMA-akkreditierter Hersteller von handelsfähigen Gold- und Silberbarren. Dietmar Becker: „Darauf wären unsere Gründerväter stolz.“

Überreichung der Wirtschaftsmedaille der Stadt Pforzheim: Umicore-Vorstandsmitglied Stephan Csoma, Vorstand der Agosi Dietmar Becker und Oberbürgermeister Gert Hager (v. l.)

Festakt zum Jubiläum

Am 3. Juni versammelten sich rund 300 Jubiläumsgäste bei Agosi, um den 125. Geburtstag des Traditionsunternehmens gebührend zu feiern. Gratulanten aus Wirtschaft und Kommunalpolitik waren vertreten, ebenso Kunden und Geschäftspartner, die sich durch ihre langjährige Zusammenarbeit mit dem Edelmetallunternehmen verbunden fühlen. Auf Betriebsrundgängen konnten sich die Gäste einen Eindruck von den vielfältigen Prozessen bei Agosi verschaffen. Das Unternehmen beschäftigt 400 Mitarbeiter in Pforzheim.

(Ein LBMA-akkreditierter Agosi-Feingoldbarren von 12,5 Kilogramm)

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