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Paraiba-Ring von Richard Hans Becker

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Ein Stein begeistert die Branche

Intergem

Der Paraiba-Turmalin glänzt mit einer Kombination aus unglaublicher Schönheit und extremer Seltenheit. Seine Preise sind in den vergangenen Jahren förmlich explodiert und so verwundert es nicht, dass der Edelstein im Fokus der kommenden Intergem steht.


Was kaum einer weiß: Das Potenzial des -Paraibas haben Schleifereien aus Idar-Oberstein zuerst entdeckt und den Hype angestoßen“, berichtet Intergem-Messegeschäftsführer Kai-Uwe Hille. „Daher richten wir in diesem Jahr ein besonderes Augenmerk auf diese Turmalin-Varietät.“ Die außergewöhnliche Schönheit des Paraibas hebt Markus Wild von Paul Wild aus Kirschweiler hervor: „Der Paraiba ist nicht nur aufgrund seines Spektrums aus funkelndem Neongrün, Blau und Türkistönen der unangefochtene Star unter den farbigen Edelsteinen. Dieses unvergleichliche Farbenspiel zeigt kein anderer Edelstein – und es erzeugt eine auf-sehenerregende Wirkung bei der Gestaltung von Schmuckstücken.“ Auch Nicole Ripp von Groh + Ripp ist überzeugt: „Zu den gefragtesten Farbedelsteinen gehört seit Jahren der Paraib-a-Turmalin. Er ist mit keinem anderen Farbstein zu vergleichen.“ Constantin Wild von der gleichnamigen Schleiferei beobachtet ebenfalls: „Paraiba-Turmaline sind seit zwei Jahrzehnten der Hit auf dem Edelsteinmarkt. Die Preise für gute Steine haben sich in dieser Zeit bis zu verhundertfacht.“ Die Manufaktur Richard Hans Becker hat zahlreiche Schmuckstücke mit Paraiba-Turmalinen im Portfolio. Firmenlenker Hans-Joachim Becker: „Wir versuchen ständig, kleinere und erschwingliche Steine in unseren verschiedenen Schmuck-linien anzubieten – kein leichtes Unterfangen!“

Rare Schönheit

Das Rahmenprogramm der diesjährigen Intergem vom 30. September bis 3. Oktober beschäftigt sich gleichfalls mit dem Paraiba. Claudio Milisenda, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Edelsteinforschung (DSEF), wird über die Vorkommen, Eigenschaften und Besonderheiten der Turmalin-Varietät referieren. Vor Ort präsentiert er auch den Nachweis von Kupfer im Paraiba mithilfe eines portablen Spektrometers.


Ein Brasilianer aus Afrika

Paraiba-Turmaline, deren blaugrüne Farbe auf Spuren von Kupfer zurückgeht, sind kaum noch auf dem Markt zu finden. Die Vorkommen im brasilianischen Bundesstaat Paraiba, dem sie ihren Namen verdanken, sind erschöpft. Aus dem nigerianischen Bundesstaat Oyo kamen erstmals Ende 2000 kupfer- und manganhaltige Turmaline auf den Markt, seit 2005 ist Mosambik Hauptlieferant von kupferhaltigen Turmalinen. Die Bezeichnung Paraiba-Turmalin durften sie trotz der Herkunft aus Afrika behalten, steht sie doch für einzigartige Farbvarietäten und unterscheidet sie so von anderen Turmalinen.

Text: Axel Henselder

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