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In der Uhrmacherwerkstatt der G16 in Hamburg wurde die Prüfung zum Bundesentscheid abgelegt

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Uhrmacherhandwerk

Auf die Plätze, fertig, Uhr!

Hamburg war am 14. November Gastgeber für den Bundesentscheid des Praktischen Leistungswettbewerbs der Handwerksjugend im Uhrmacherhandwerk 2015. Aufgabe war die Anfertigung eines Sekundenradmodells.

Der Hauptprüfungsausschuss (HPA) des Zentralverbands für Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik hatte die Teilnehmer Mitte November zum Bundesentscheid in die Werkstätten der G16-Beruflichen Schule Farmsen eingeladen. Qualifiziert waren folgende fünf Landessieger: Kevin Gries aus Bayern, Daniel Schmitz aus Hamburg, Hannah Hartwig aus Niedersachsen, Angelika Reipen aus Nordrhein-Westfalen und Merlin Müller aus Hessen.*
ZV-Vizepräsident Albert Fischer mit den Landessiegern Kevin Gries, Daniel Schmitz, Merlin Müller, Hannah Hartwig, Angelika Reipen und ZV-Präsident Ernst Gottlieb (v. l.)

SPANNUNG BIS ZUR LETZTEN SEKUNDE

Die Prüfungsuhr tickte acht Stunden lang. So viel Zeit war für die jungen Uhrmacher vorgesehen, um ihr Sekundenradmodell anzufertigen. Dafür mussten eine innen ausgedrehte Grundplatte, ein innen ausgedrehter Kloben sowie eine Welle mit Scheibe angefertigt und montiert werden. In der Werkstatt herrschte absolute Konzentration. In aller Stille wurde gedreht, geschliffen und mit den winzigen Details hantiert.

In der anschließenden Beurteilung durch den HPA, den die Verbandsmitglieder Rolf Hermann und Hans Jauch unter Vorsitz von Uhrmachermeister Albert Fischer bildeten, war die Spannung fast genauso groß. Nach der Auswertung ging Daniel Schmitz von der Berufsschule Farmsen als Sieger hervor und freute sich über ein Preisgeld von 400 Euro. Kevin Gries aus dem Betrieb Juwelier Reichau in Aschaffenburg erreichte den zweiten Platz, Merlin Müller vom Juwelier Carina Himmelreich in Herborn schaffte die drittbeste Leistung. Auf den Plätzen vier und fünf folgten Hannah Hartwig von Kunke in Wiefelstede und Angelika Reipen von Lauscher in Aachen.

Was war am schwierigsten? „Die Welle!“, platzte es fast aus Merlin Müller heraus und man konnte die Erleichterung unter den Gesellen deutlich spüren, welche auf die Siegerehrung folgte. Der Zentralverband mit seinem Präsidenten Ernst Gottlieb, dem Vizepräsidenten Albert Fischer sowie Geschäftsführer Horst Eberhardt gratulierten herzlich zum Erfolg.

Der HPA bei der Jurierung der Arbeiten

WISSENSWERTES ZUR SMARTWATCH

Der Bundesentscheid fand im Rahmen des Treffens der deutschen Uhrmacherschulen statt, das vom Zentralverband initiiert wurde. Zum Programm gehörten ein Meinungsaustausch zwischen den Schulvertretern und dem Zentralverband sowie Fortbildungsseminare für die Lehrer. Themen waren die Vorteile einer Mitgliedschaft im Zentralverband sowie dessen weitläufig anerkannte Zertifizierungen. Überdies wurde Wissenswertes zur Smartwatch, zu historischen Uhren und zu Chronometerzertifikaten vermittelt.

*Mario Teising aus Baden-Württemberg und Anna-Charlotte Schaake aus Sachsen waren ebenfalls qualifiziert, konnten aber nicht am praktischen Wettbewerb teilnehmen.

Fotos: Zentralverband, Text: Berit Sliwinski

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